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Bauern müssen sparenVier Bezirkskammern sollen fusionieren

Weil die Landwirtschaftskammer Steiermark den Gürtel enger schnallen muss, sollen die Bezirkskammern Leibnitz, Deutschlandsberg, Voitsberg sowie Graz und Umgebung zusammengelegt werden.

Muss den Gürtel enger schnallen: Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher
Muss den Gürtel enger schnallen: Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher © Robert Lenhard
 

Die Idee ist nicht neu: Schon vor fünf Jahren stand im Raum, die vier Landwirtschaftskammer-Bezirksstellen Leibnitz, Deutschlandsberg, Voitsberg und Graz und Umgebung zu einer oder zwei zusammenzulegen. Letztlich war der Widerstand aber zu heftig, die Fusion wurde abgeblasen.
Diesmal dürfte daran aber kein Weg vorbeiführen. Zu groß ist der Spardruck, der auf der Landwirtschaftskammer Steiermark lastet. Für die Sanierung der veralteten Häuser in Leibnitz, Deutschlandsberg und Voitsberg fehlt schlichtweg das Geld. Stattdessen ist angedacht, eine neue, gemeinsame Regionalstelle zu errichten.

Über die Details zerbricht sich schon seit Monaten eine vom Präsidium eingesetzte Projektgruppe den Kopf. Erst vor wenigen Wochen wurden auch die betroffenen Bezirkskammerchefs eingebunden. In Einzelgesprächen mit Landwirtschaftskammerpräsident Franz Titschenbacher sollen sie vor vollendete Tatsachen gestellt worden sein. „Das war nicht die feine Art, wir wurden völlig überrascht“, so einer der Teilnehmer. Laut diesem sei geplant, alle vier Bezirkskammern aufzulösen und bis 2023 unter einem Dach zu vereinen. Der Standort sollte westlich von Graz liegen, Lannach beziehungsweise Dobl oder Söding seien im Gespräch.

Weinbauern wehren sich

Ein Plan, der vor allem im Bezirk Leibnitz auf wenig Gegenliebe stößt. Wein- bzw. Acker- und Schweinebauern machen Druck, dass zumindest die für sie relevanten Bereiche in der Südsteiermark beheimatet bleiben. Als potenzielle Außenstelle wird die Fachschule Silberberg ins Spiel gebracht. In Deutschlandsberg steht man der Fusion aufgeschlossener gegenüber, zumal Lannach als Standort gute Karten haben soll.

Entschieden ist freilich noch nichts. „Es gibt seit zwei Jahren ein Aufgabenreformprojekt, in dem auch über strukturelle Schritte nachgedacht wird. Für Beschlüsse ist es aber noch zu früh, es laufen noch viele Gespräche“, so Kammeramtsdirektor Werner Brugner. So auch heute Abend mit den betroffenen Bezirkskammerchefs. Dabei könnte eine Vorentscheidung fallen. Als Kompromiss zeichnet sich eine kleine Lösung mit Fusionen von Leibnitz und Deutschlandsberg beziehungsweise Voitsberg und Graz und Umgebung ab.

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