GrazGemeindebau: 250.000 Euro vom Sparbuch für Imagekampagne

Wohn-Referent Eustacchio bereitet Image-Kampagne für "Wohnen Graz" vor. Kritik von SPÖ und KPÖ.

Vizebürgermeister Mario Eustacchio (FPÖ) mit dem "Wohnen Graz"-Geschäftsführer Gerhard Uhlmann © Andrea Rieger
 

Vizebürgermeister Mario Eustacchio (FPÖ) möchte die Gemeindewohnungen in ein besseres Licht rücken. Daher hebt er unter dem Titel „Öffentlichkeitsarbeit“ 250.000 Euro vom internen Sparbuch des Wohnressorts ab – das ist die Hälfte der gesamten Rücklagen.

Ein Schritt, den SPÖ-Gemeinderat Gerald Haßler kritisiert. „Mit dem Geld könnte man konkrete Verbesserungen für Mieter erreichen.“ Er bringt eine schriftliche Anfrage ein, was mit dem Geld konkret passiert.

Im Büro von Eustacchio heißt es dazu: „Es geht um eine Imagekampagne fürs Wohnen Graz.“ Im Zuge dessen wolle man auch den Internetauftritt aufpolieren.

Für KPÖ-Chefin Elke Kahr, die jahrelang fürs Wohnen zuständig war, ist das ein "Plündern des Sparbuches". Noch dazu, wo im März ÖVP und FPÖ den KPÖ-Vorstoß abgelehnt haben, die Mieterhöhung im Gemeindebau von fünf Prozent auszusetzen. Zu teuer, sei der Tenor gewesen. "Damals ging es um 50.000 Euro", so Kahr, "jetzt entnimmt Eustacchio auf einen Schlag 250.000 Euro".

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