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Nach Gondel-IdeePläne für Grazer U-Bahn sausen wieder durchs Rathaus

Schon seit Jahren forciert der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl den Bau einer "Murgondel". Nun gibt es im Rathaus Pläne für eine U-Bahn von Ost nach West. SPÖ-Verkehrslandesrat zeigt sich nicht abgeneigt.

Stadtreportage Graz
Schon jetzt "taucht" die Grazer Straßenbahn im Bereich Hauptbahnhof in den Untergrund ab © GEPA pictures
 

Ganz neu sind die Pläne für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Graz über Bus und Bim hinaus ja nicht, aber sie werden mit den neuen Anforderungen - laut kürzlich präsentierter Klimastrategie soll der gesamte Verkehr bis 2050 ja CO2-frei erfolgen - nun in Graz konkreter verfolgt. Sprich: Im Grazer Rathaus werden auch Pläne für eine U-Bahn-Strecke, die den Grazer Osten mit dem Westen verbindet, gewälzt.

Erst am Dienstag wurde im steirischen Landtag der 117 Millionen Euro schwere Ausbau des Grazer Straßenbahnnetzes beschlossen, bei dem das Land 43,8 Millionen Euro beisteuert. Doch wie der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) in der "Kronen Zeitung" sagt, würden Straßenbahn und Busse zusammen mit dem Individualverkehr künftig dennoch an die Kapazitätsgrenzen stoßen. "Wir müssen daher die Ebenen darüber und darunter nutzen", so Nagl in der "Krone". Vizebürgermeister Mario Eustacchio (FPÖ) ist offenbar an Bord. SPÖ-Verkehrslandesrat Anton Lang zeigt sich ebenfalls nicht abgeneigt (siehe weiter unten).

Für die Ost-West-Achse werden demnach verschiedene Möglichkeiten von U-Bahn bis Mini-Metro geprüft. Von Nord nach Süd forciert Nagl ja schon seit vielen Jahren seine Pläne für eine Murgondel, die von Puntigam bis Andritz führen soll.

Die Pläne sind zur Stunde noch nicht sehr konkret, auch zu den Kosten gibt es noch keine Details. Fest stehen indes die Argumentationslinien: Der Bund sei gefordert, mitzuzahlen. Immerhin habe der Bund ja auch den U-Bahn-Bau in Wien mitfinanziert.

Verkehrslandesrat: "Jetzt ist beim Ausbau der Süden dran!"

Zu den Plänen zeigt sich auch SPÖ-Verkehrslandesrat Anton Lang nicht abgeneigt: "Die zweitgrößte Stadt Österreichs hat es sich verdient, dass auch hier visionäre Projekte angedacht und in weiterer Folge auch umgesetzt werden. Jetzt ist einmal der österreichische Süden dran“, so Lang in Anspielung auf den millionenschweren Ausbau der Wiener U-Bahn. Fakt sei, dass "der Ballungsraum Graz wächst und wächst. Das stellt uns alle natürlich auch vor enorme verkehrspolitische Herausforderungen. Es ist daher ein Gebot der Stunde, dass wir auf sämtlichen politischen Ebenen - Stadt, Land und Bund - intensiv darüber nachdenken, wie wir gemeinsam im Interesse der Bürger diese gewaltigen Aufgaben bewältigen können."

Auch die Idee einer Mini-Metro für Graz ist nicht ganz neu: Schon im Wahlkampf 1998 wurde sie vom damaligen Grazer ÖVP-Mann Helmut Strobl forciert.

Auch in der Stadt Salzburg wird derzeit intensiv über eine Mini-U-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Mirabellplatz diskutiert.

Stimmen Sie mit ab: Was halten Sie von den U-Bahn-Plänen?

Kommentare (99+)
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baldasar
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No

Die schwarz blauen roten Politiker bringen nicht einmal einen ordentlichen trsmsusbau bzw s-sbahn Ausbau zu Stande, träumen aber von einer Ubahn, die nicht finanzierbar ist

Gleichzeitig hat das Land kein Geld für den gkb Ausbau aber neue Strassen werden finanziert,

Reipsi
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U-Bahn für Graz, worma

zlang im Gosthaus ? Und Mehrheit für, welche Mehrheit ?

heintirol
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Warum U-Bahn?

Wenn man den motorisierten Straßenverkehr beibehalten will, bietet sich nach Hamburger Vorbild eine Hochbahn an. Bei U-Bahnbau denke ich immer an Stuttgart 21 und seinen Unpässlichkeiten mit dem steinigen Untergrund(?) oder aber mit Grundwasser. Warum haben Städte wie Bregenz, Konstanz oder Lindau keine U-Bahn? Busse werden nur für bergiges Gelände gebraucht, für ebenes Gelände bietet Schienen gebundener Verkehr an.

styrianprawda
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@heintirol

Die Kapazität einer Stadt hinsichtlich des Oberflächenverkehrs ist nun mal begrenzt. Eine Ausweitung in die 3. Dimension ist unerlässlich.

Oberirdisch ginge das - v.a. in Graz - nur ausserhalb des erweiterten Stadtkerns. Wobei da ein schienengebundenes Verkehrsmittel (Monorail, Hängebahn, ...), besser geeignet ist als eine Seilbahn.

Aber auch aus optischen Gründen dürfte eine U-Bahn vorzuziehen sein. Diese ist halt leider wesentlich teurer und die Zeitspanne bis zur Inbetriebnahme dauert länger. Aber man könnte das bestehende rollende Material verwenden.

Strassenbahnausbau
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Es gibt auch Möglichkeiten...

...Tram und U-Bahn zu einem System zu kombinieren, wie zB in Köln oder Porto. Eine vollausgebaute U-Bahn kostet schätzungsweise bis zu 100 Mio. Euro pro Kilometer, eine Straßenbahn ca. 10-20 Mio. Wenn man beide Systeme sinnvoll kombiniert, kommt man vielleicht auf durchschnittlich 40-50 Millionen und hat ein Verkehrsmittel, das für eine mittelgroße Stadt mehr als ausreichend ist.

heintirol
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System-Kombi

Dass das gut funktioniert, sieht man auch in Linz. Über die Mur kommt man prima durch vorhandene Brücken. Und für die Außenbezirke kann man neben den Straßen Gleisbette legen.

Reipsi
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Murgondel

wäre besser und schöner.

checker43
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Und

steht jedes Jahr ein paar Wochen bei Revisionen und Wind.

Reipsi
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Jo weil wir in Graz

jo soviel Wind haben !

Lodengrün
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Wer dran ist Herr Lang

bestimmt Herr Strache der das an Herrn Hofer übergibt. Dieser sagt spontan ja, erzählt uns aber das das alles eingehender Prüfung bedürfe was geschätzt 5 und mehr Jahre in Anspruch nehmen kann. Herr Kurz steht dabei, nickt und meint damit müssten die Flüchtlinge nicht mehr ertrinken.

Funny08
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Na klar

bevor man eine U-Bahn in Graz baut - was geologisch gar nicht machbar ist - sollte man sich besser überlegen wie man die "Mur-Gondel" errichten kann, die wäre wesentlich gescheiter und besser

joektn
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Nicht ganz

Bauen kann man heutzutage bereits so ziemlich alles wie man in anderen Ländern sieht; also technisch wäre das kein Problem. Ist halt eine reine Kostenfrage. Die Kosten bei schwierigen Untergrund schießen dann halt entsprechend nach oben.

Reipsi
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Wenns alles so gut

machen wie in Puntigam wo du dann 15 Min. warten musst damit du dann ins CenterWest kommst dann weißt was rauskommt. Glück Auf sag i nur.

eadepföbehm
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Ja, vergraben wir den ÖV unter die Erde,

damit die Autos sich an der Oberfläche schön ausbreiten können.

eadepföbehm
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Es sollte in der Verkehrspolitik keine Denkvetbote geben

Aufgrund der Grösse von Graz wird das aber wahrscheinlich eine U-Bahn mit drei oder vier Stationen (z.B. LKH-ZENTRUM -BAHNHOF - UKH) Dann ist die Stadt auch schon wieder aus. Dass das Sinnvoll ist wage ich zu bezweifeln.

IDP4Y2S3279G4ARF
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Flächenmässig

Würde es sich sehr wohl auszahlen
Wien ist grad mal flächenmässig und haben 5-6 Linien
Bei uns würden 1-2 sich auf jedenfall auszahlen - Hybrid ubahn wie im Ruhrgebiet würde sich auch schon auszahlen

Mein Graz
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@graz1971

Wien ist flächenmäßig ca. 3,25 mal so groß wie Graz, und die U-Bahn ist 83,7 km lang. Auf Graz umgerechnet würde das bedeuten, dass Graz ca. 28 km U-Bahn brauchen würde.
Die West-Ost-Achse in Graz beträgt etwa 10 km.

Wie und wo willst du 28 km unterbringen? Von der Anzahl der Stationen und dem Passagieraufkommen, ab dem sich eine U-Bahn rentiert, ganz zu schweigen.

Und vielleicht kannst auch noch überlegen, wer das Ganze finanzieren soll.

Think_simple
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Nutzen

Vor allem: Wenn ich im Zentrum in die Station hinunter gehe, 2 Min warte, 2 Min fahre, und am HBF wieder hinauf gehe, habe ich bestimmt schon mehr Zeit vertan als die 8 Min, die ich mit der Straßenbahn fahre - und die steht in dieser Relation praktisch immer an der Haltestelle.

Aber ja, mit den Schulden, die die Stadt hat, wäre sich ev. genau diese Teilstrecke ausgegangen, mehr aber schon nicht. Also: Schuster, bleib bei deinem Leisten, optimieren wir einmal das erst dürftig ausgebaute und noch sehr ineffiziente Straßenbahnsystem, das ist schon vorhanden, da muss man nur mehr darauf aufbauen....

jahcity
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Olympia,

Plabutschgondel, Murgondel, U-Bahn, Murkraftwerk, Speicherkanal, Nagl. Das Geld ist abgeschafft..... 1,8 Mrd. Euro Schulen im Jahr 2021 aber ohne diese Projekte.......

KnairolF
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Lift-Tiefgarage

Die Lift-Tiefgarage neben dem Jako und den Straßenbahnausbau zur ÖAMTC-Zentrale bei den ansonsten unbewohnten Reininghausgründen möchte ich zu der Aufzählung noch ergänzen. Hat noch jemand mehr?

vanhelsing
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Besser U-Bahn...

statt Olympia!!

stadtkater
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Am Besten:

Nix von beiden!

SoundofThunder
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Genau so ist es!

Diesen Slogan unterschreibe ich! 👍

Lodengrün
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Welche Straßenbahn

man auch vom Hauptplatz Richtung Bahnhof nimmt, - sie ist überfüllt. Da sollte eine Lösung schon angedacht werden.

Strassenbahnausbau
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Man kann längere Straßenbahnen einsetzen..

...oder, wenn die Entlastungsstrecke endlich gebaut wird, auch öfter fahren. Eine Variobahn ist 27 Meter lang und hat Platz für ca. 150 Personen. Die Straßenbahnen der Linie 1 in Budapest sind 56 Meter lang und befördern 360 Menschen. Merken Sie den Unterschied? Wie soll eine Stadt, die nicht einmal in der Lage ist, ein paar längere Straßenbahnen anzuschafen jemals eine U-Bahn bauen??

Think_simple
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Lösung

...und diese Lösung gibt es, sie ist schon lange geplant und angedacht, aber leider gibt der Bürgermeister dafür das Geld nicht frei, weil wir nämlich (dafür) keines haben!

*) Um das Geld, das alleine eine Machbarkeitsstudie für die U-Bahn kostet, wären alle Cityrunner schon verlängert, modernisiert und mit Klimaanlage nachgerüstet.
*) Die Variobahnen wurden mit der Option bestellt, etwa 1/3 der Wagen ebenso länger auszuliefern bzw. später zu verlängern.

Mit diesen 2 verhältnismäßig kleinen Maßnahmen könnte die Kapazität in der Relation Hauptplatz-Hauptbahnhof schon in kürzester Zeit (ca. 2 Jahre) um 30% gesteigert werden, ohne irgend welche begleitenden Maßnahmen umzusetzen, bei gleichbleibenden Intervallen.

Das System Straßenbahn ist in Graz noch lange nicht am Limit, es wird nur extrem ineffizient und unliebsam betrieben. Es bedarf einiger kleinen Anpassungen (wie z.B. die Entlastungsstrecke sowie längerer und mehr Fahrzeuge), und im Bestand wäre gut eine Verdoppelung er Beförderungsleistung möglich.
Dazu dann noch gezielte ernsthafte Netzausbauten, Beschleunigung wie eigene Trassen, ev. noch größere Fahrzeuge (Größenordnung 50m), und wir hätten wohl für die nächsten 100 Jahre ausgesorgt.
Aber es kann ja nicht die Lösung sein, wenn man sie nicht will....

paulrandig
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10.000 Passagiere pro Station.

Üblicherweise gibt es die Faustregel von 10.000 Pesonen im Einzugsgebiet einer U-Bahnstation, damit sich das Unterfangen auch nur ansatzweise auszahlt. In Graz trifft diese Voraussetzung an genau einem Punkt zu:
Hauptbahnhof.
Sonst nirgends.
Dann kommt noch ein massives Problem dazu, wenn man in Graz in West-Ost-Richtung baut: Viele Hauptleitungen, und speziell die platzintensiven Kanäle verlaufen im Nord-Süd-Gefälle, müssten also deutlich unterquert werden, was viel teurer ist als "nur" eine Straße aufzugraben, darunter eine U-Bahn zu bauen und die Straße wieder zu schließen.

In diesem Sinne: Allererste Priorität sollte die Koordination der Umlandgemeinden haben. So lange Gemeinden wie Seiersberg zicken, wenn es nur um eine grenzüberschreitende Buslinie geht, brauchen wir gar keine Prestige-Geldversenkungsprojekte ansprechen.
Vernetzt Euch, grabt meinetwegen die alten Pläne für die Stadtregionalbahn wieder aus und optimiert die bestehenden Systeme, bevor Ihr neue Formate, wie Gondeln und U-Bahnen einführt, die alle wieder eigene Esatzteile, Ausbildungen, Werkstätten und sonstige Infrastruktur brauchen!

10solach
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Längst überfällig

Die Wurzel des Verkehrschaos und der jährlichen Diskussion auf Umerziehung der Autofahrer ist doch die öffentliche Verkehrspolitik. Als Geidorf-Bewohner fahre ich lieber mit dem Auto die 1,5 km zum K&Ö als mich mit den öffis rumzuärgern und dafür auch noch 4,6€ für 4 Stationen hinlegen zu dürfen. Wichtig wäre dass die Stadt ENDLICH die öffentlichen Verkehrsmittel interessanter macht. Bei der jetzigen öffi-Politik hilft auch ein U-Bahn Netz oder eine Murgondel nichts....

Daher mein Ansatz:
- günstigere Innenstadttickets (Kann ja nicht sein dass ich hin und retour 4,6€ für 4 Stationen zahle.
- Höhere Taktzeiten der öffentlichen Verkehrsmittel.. (speziell Busfahrten)

Strassenbahnausbau
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Leute wie Sie verursachen das Verkehrschaos

Der Platzverbrauch pro Kopf beträgt beim Auto etwa das 30-fache eines Schienenfahrzeugs. Das heißt, Sie im Auto brauchen 30mal soviel Platz, wie eine Person in einer vollen Straßenbahn. Die Jahreskarte kostet übrigens weniger als 70 Cent pro Tag und 1,5 Kilometer lassen sich auch gut mit dem Rad fahren ;-)

eadepföbehm
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Die Wurzel des Verkehschaos sind Menschen wie sie,

die für 1,5 km das Auto starten und nicht so wie es der Abstand gebietet mit dem Fahrrad fahren.

eadepföbehm
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Anstand

.

diesekatze
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und für die tiefgarage, den sprit und die abnutzung des autos zahlen sie nichts?

wer 4 stationen mit der bim fährt, steigt max. in er "lange gasse" ein. dh. bis ich mit dem auto beim k&ö in der garage bin, bin ich zu fuß schneller dort.
die tariferhöhung haben nagl & eustacchio leider zu verantworten. die grünen haben die automatische preisanpassung damals leider auch mitgetragen.

Alfa166
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Wenn 10solach

lieber mit dem Auto fährt als mit der Bim, warum denn nicht? Existiert irgendwo ein Zwangsnutzungsvertrag für die öffentlichen Verkehrsmittel für alle Bürger von Graz?

diesekatze
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natürlich gibt es kein zwangsnutzungsrecht der öffis.

aber die paar meter mit dem auto zu fahren ist halt auch nicht gerade intelligent. für 3 stunden in der blauen zone zahlt man übrigens 5,40 € - dafür kann man 24 h mit der bim fahren. rechnen ist halt nicht jedermanns stärke.

wie hoch der tarif in der kastner garage (die kunsthausgarage ist nach seiner logik wieder zu weit weg) ist, weiß ich nicht. fahr selten mit dem auto, wenn ich die öffis vor meiner nase habe. in der früh ist es jedesmal ein vergnügen, mit dem fahrrad/bzw. der bim an den staugeplagten autofahrern vorbeizufahren.

joschat55
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Kastnergarage

Wenn man um nur einen Euro einkauft kann man eine Stund gratis parken.

Alfa166
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@diesekatze

Naja wenn manche Leute es sich leisten können für 1.5km 15 Euro auszugeben (inkl. Tank, Parken und Abnützung), warum denn nicht? Es fallen dabei genaug Steuern an, die abgeführt werden. Ich persönlich fahre auch liebe mit dem Auto als mit den Öffis, ich wohne zwar auf dem Land, aber auch in der Stadt oder im städischen nahbereich würde ich persönlich lieber mit Sem Auto fahren, weil ich es mir erstens leisten kann und will und zweitens meinen Tag nicht nach irgendwelchen Öffi Fahrplänen takten will. Wenn ich etwas früher von der Arbeit heimgehen will, oder einen Termin habe möchte ich dies nicht nach den Fahrplänen des öffetnlichen Verkehrs planen. Ganz einfach. Und Anstand haben auch genügend Benutzer des öffentlichen Verkers nicht (Sitzplatz älteren Leuten anbieten, erst aussteigen lassen, laute Musik hören, Schuhe auf den Sitzflächen, eigener Sitzplatz für die Einkaufstasche usw)!

diesekatze
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ich will sie ja nicht bevormunden, wie sie ihr auto nutzen und wieviel sie dafür bezahlen.

ist ihre sache, viel geld rauszuwerfen und im tgl. stau zu stehen oder ihren motor zu schädigen (vor allem in kalten jahreszeiten bei weniger als 10 km fahrzeit nicht zu empfehlen).

die mär von unhöflichen gästen in der bim kennt man von erzählungen. ich habe davon nichts erlebt. am frühen morgen oder nach der arbeit muss man halt damit rechnen, nicht gleich einen sitzplatz zu bekommen. dafür sind ihnen diese menschen nicht beim parkplatzsuchen im weg. sehen sie das doch positiv! ;)

Mein Graz
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@alfa166

Es geht doch nicht nur um "es sich leisten können"!
Ich kenne jede Menge Leute, die es sich "leisten könnten", mit dem Auto zu fahren, es aber für so kurze Strecken trotzdem nicht tun, schon allein der Umwelt zuliebe.
Auch kann man 1,5 km leicht zu Fuß bewältigen, und Bewegung hat noch keinem geschadet.

Die Öffis sind dzt. so kurz getaktet, dass man kaum längere Wartezeiten einrechnen muss, gerade im Stadtgebiet ist das eher eine faule Ausrede.

Und bist du der Meinung, dass du mehr "Anstand" mit dem Verpesten bzw. Verschmutzen der Luft, mit Lärmbelästigung hast als mancher in den Öffis?
Mit Höflichkeit kommt man auch in den Öffis leicht zu einem Sitzplatz. Und wenn einer die Füß oben liegen hat kann man auch den Mund aufmachen und HÖFLICH mit ihm/ihr reden.

Alfa166
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Nochmals

Wann ich mit meinem Auto fahren möchte, welches ich selbst gekauft habe, die Versicherung dafür bezahle, regelmäßig tanke und warte, bestimme ich selbst.

Mein Graz
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@alfa166

Klar. Jeder ist sich selbst der Nächste. Besonders Egoisten.

Schreib schon mal einen Brief an deine Ur-Enkel, warum du die Umwelt versaut hast, obwohl du die Wahl gehabt hättest.

Alfa166
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@Mein Graz

Was die nächsten generationen machen, geht mich nichts an, weil ich noch maximal 50 Jahre zu leben habe und ich mich um mein leben kümmern muss, nicht um das der anderen. Und ja - als Egoist lebt es sich viel besser und schöner.

diesekatze
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mein leben

oh mann, ich hab ihre ironie nicht gleich erkannt. entschuldigen sie bitte! ;)

Mein Graz
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@alfa166

Also kinderloser Egoist.
Ist auch besser, wenn Menschen wie du sich nicht fortpflanzen.

Alfa166
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Fortsetzung

Die Generationen vor uns waren such nicht wirklich darauf bedacht, die Ressourcen so umweltfreundlich wie möglich zu schonen, sie haben riesige Fabriken gebaut, es wurden Treibhausgase produziert und Kunststoffe im großen Maße verbrannt. Ich glaube kaum dass Sie oder sonst wer hier zu deren Eltern/Großeltern geht und diese beschimpft und maßregelt dafür.
Aber den Egoisten im Forum der KLZ, den kann man beschimpfen, masregeln und dergleichen. Bitte denken Sie erst nach bevor Sie schreiben und auch eventuell Leute damit beleidigen.

Alfa166
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@Mein Graz

Kann mich erstens nicht erinnern Ihnen das Du angeboten zu haben und zweitens bin ich Vater von 2 sehr schlauen und gut entwickelten Kindern und: Ja ich liebe meine Kinder und nein, ich lebe nicht getrennt von der Mutter, gleich vorweg, bevor diese Fragen auftauchen.
Meine Ansicht müssen meine Kinder nicht teilen, ich werde sie auch nicht dazu drängen meine Sichtweisen zu übernehmen, meine Lebensgefährtin ist auch nicht immer meiner Meinung, aber trotzdem schaffen wir es auf einen gemeinsamen Nenner bei der Kindererziehung zu kommen.

Mein Graz
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@Alfa166

1. Ich schreibe alle Postings in Du-Form, ich warte nicht drauf, dass mir das jemand anbietet.
2. Frühere Generationen waren nicht im Besitz der Infos, dass die Umwelt geschont werden muss, deshalb könnte man ihnen auch keinen Vorwurf machen. Nur weil in der Vergangenheit Fehler gemacht wurden, muss man diese ja nicht wiederholen, oder? Es gibt doch genug neue Fehler, die man machen kann...
3. Deine Verhältnisse, in denen du lebst, sind mir wurscht.
4. Wie kann ein Mensch, der selbst Kinder hat, es verantworten, ihnen eine zerstörte Umwelt zu hinterlassen, nur weil er sein Egoismus ihn beherrscht?
5. Wenn deine Familie deinen Egoismus hinnimmt, ist das ihre Sache. Ich nehme Egoismus nicht widerspruchslos hin.
6. Ich bleibe dabei: Egoisten sollten sich bewusst sein, was sie ihren Kindern und Enkeln antun.

eadepföbehm
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Es gibt neben Vorschriften aber auch noch den Anstand

und die Rücksichtnahme auf seine Mitmenschen und die Umwelt.
Genau wegen solcher Ignoranten, die wegen 1,5 km ihr Auto starten brauchen wir dann für alles und jedes Vorschriften und Gesetze

Alfa166
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@eadepföbehm

Wann ich mein Auto starte und wie weit ich damit fahre bleibt immer noch mir überlassen, wir leben in keiner Diktatur!

checker43
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@Alfa

Ja, noch. Aber irgendwann wird der motorisierte Individualverkehr nicht mehr durch die Stadt schleusbar sein und es wird Regulierungen geben müssen. So wie bei vielen anderen Dingen, die man selber bezahlt hat und wofür man eine Versicherung abgeschlossen hat. Hat nichts mit Diktatur zu tun, sondern mit Regeln für ein geordnetes demokratisches Zusammenleben.

ragnarok
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Ein Wassertrennsystem

wird in Graz abgesagt, mit dem Verweis, dass zu viel aufgegraben wird. Deswegen mischen wir in Zukunft sauberes Regenwasser, mit schmutzigen Klärwasser. Kommt jemand mit einer U Bahn Idee, graben wir die Stadt auf!

C6X4XSKCKCDLK45H
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Sollte Regenwasser

nicht überhaupt in der Stadt versickern, um verdunsten zu können, die Stadt zu kühlen und damit das Leben in der Stadt in künftig klimawandelbedingt immer heißeren Sommern überhaupt erträglich zu gestalten? Dazu müssten freilich Böden von Vetsiehelung freigehalten bzw sogar entsiegelt werden, um ein Versicketn zu ermöglichen. In Graz aber geht man offenbar einen anderen Weg: Man baut jede Grünfläche zu und führt Regenwasser aus der Stadt ab. In einigen Jahren wird Graz im Sommer menschenleer sein angesichts der drückenden Hitze.

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