AufrufWieder Autos beschädigt: Betroffene und Polizei bitten um Mithilfe

Ein Elfjähriger wird am Zebrastreifen erfasst - und beschimpft -, mehrere parkende Autos werden demoliert: Die Betroffenen wenden sich an die Polizei, aber auch an die Kleine Zeitung.

Beide Seitenscheiben wurden eingeschlagen
Beide Seitenscheiben wurden eingeschlagen © KK
 

Wieder wurde ein Vandalenakt in Graz angezeigt: Ein bislang unbekannter Täter beschädigte in der Nacht auf Freitag drei Autos. Die Fahrzeuge waren in der Karl-Maria-von-Weber-Gasse geparkt gewesen. In der Zeit zwischen 18 Uhr und 2.30 beschädigte der Täter die Windschutzscheiben. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Graz-Jakomini entgegen: Tel 0 59 133 - 6583

Doch das ist nicht der erste Fall in den letzten Tagen, bei denen die Geschädigten dringend um Zeugenhinweise bitten: In der Hoffnung, die Schuldigen zu finden, wenden sich diese drei Grazerinnen und Grazer aber auch an die Kleine Zeitung - mit folgenden Schilderungen:

Unfallopfer wurde noch beschimpft

Zum Glück hat David am Bein keine schweren Verletzungen erlitten. Was nichts daran ändert, dass der Vorfall den Elfjährigen genauso beschäftigt wie seine Mutter: Es ist schwer zu verdauen, wenn man am Zebrastreifen erfasst und dann auch noch beschimpft wird.

Straßganger Straße/Mela-Spira-Straße: Hier wurde der Bub vom Auto erfasst
Straßganger Straße/Mela-Spira-Straße: Hier wurde der Bub vom Auto erfasst Foto © Michael Saria

So schildert jedenfalls David den Unfallhergang, wie die Polizei bestätigt.
8. März, 17 Uhr: An der Kreuzung Straßganger Straße/Mela-Spira-Straße (beim Supermarkt) überquert er den Zebrastreifen. Plötzlich ein Auto und ein Hupen – und David liegt am Boden, am Fuß erwischt. „Die Beifahrerin hat meinen Sohn aus dem Auto heraus beschimpft“, ist die Mutter (Name der Redaktion bekannt, Anm.) empört.

Ein Ausschnitt aus der Polizei-Niederschrift
Ein Ausschnitt aus der Polizei-Niederschrift Foto © KK

Der Lenker fuhr davon. In einem schwarzen Pkw, Marke Ford. „David sah das Logo, er hatte den Kopf beim Kühlergrill.“ Hinweise bitte an die Polizei: Tel. 059 133/65 4110.

Gleich zwei Mal hintereinander

"Können Sie da vielleicht auch mithelfen?": Ein etwas zerknirschter Grazer, der lieber anonym bleiben möchte, meldet sich bei der Kleinen Zeitung – denn mit der Polizei hat er ohnehin schon telefoniert. Und zwar gleich zwei Mal innerhalb eines Monats: Stets läutete sein Telefon... hallo, hier Polizei... es wäre wegen ihres Autos.

Das erste Mal, als der Grazer sein markant grünes Elektroauto in der Elisabethinengasse abgestellt hatte, wurde „nur“ eine Seitenscheibe eingeschlagen. Nun aber, in der Nacht vom 8. auf den 9. März in der Kernstockgasse, ging gleich auf beiden Seiten das Glas kaputt.

Nein, aus dem Auto sei nichts gestohlen worden. Aber abgesehen von den Kosten und den Scherereien bleibt da dieser Ärger. Und das Gefühl der Ungerechtigkeit. „Können Sie da vielleicht auch helfen?“.
Falls es Augenzeugen können: Hinweise bitte an Tel. 059 133/ 65 87 - 100.

KK Der flüchtige Lenker hat seine Spuren hinterlassen
Der flüchtige Lenker hat seine Spuren hinterlassen © KK

Hat jemand das Auto gesehen?

Der Spaziergang auf der Platte selbst war ja erholsam – doch bei der Rückkehr zum Auto, das die Grazerin am Pfeifferhofweg geparkt hatte, ist die gute Laune dahin: „Jemand ist in die hintere rechte Seite meines Fahrzeugs reingefahren“, erzählt sie der Kleinen Zeitung. Der unbekannte Täter ist an diesem 28. Februar kurz nach 16 Uhr abgerauscht – zurückgeblieben sind eine Delle und ordentliche Kratzer sowie Schleifspuren an der Karosserie ihres Wagens. „Mein Mechaniker meint, der Schaden beträgt zwischen 600 und 700 Euro“, seufzt die Grazerin.
Aufgrund der Spuren an ihrem Auto muss es ein weißes oder silbernes Fahrzeug gewesen sein. Hinweise an Tel. 0 59 133/65 81 - 100.

 

 

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Danke für Ihr Verständnis.

furki
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Gut,dass dem David nichts passiert ist!

Aus den Schilderungen oben muss angenommen werden, dass das Auto aus dem Nichts aufgetaucht ist.Das kann ja auch nicht sein oder? Selbst wenn man Vorrang hat, muss man die Augen offen haben und nach rechts und links schauen,gerade als Fussgänger! Man kann sich auf Niemanden verlassen, und wer ist schon lebensmüde. Das Kind muss es eben lernen, leider benehmen sich viele Fußgänger derart, ja sie schauen auch noch ins Handy und führen sich auf wie sprichwörtlich blinde Hendln. Der liebe David wird jetzt gescheiter sein....

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vonnixkummtnix
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Gerade als Autofahrer sollte man auf schwächere Verkehrsteilnehmer

insbesondere Kinder Rücksicht nehmen.
Umgekehrt ist dort das Kind wohl auch nicht aus dem Nichts am Zebrastreifen aufgetaucht. Wo hatte also der Lenker seine Augen und Gedanken (anscheinend bei seiner höchst sozialen Beifahrerin). Offensichtlich aber nicht beim Verkehrsgeschehen. Und ist dann auch noch so "rücksichtsvoll" (vor allem die Beifahrerin) sich um den Buben so zu kümmern.
Aber der Bub ist ja selber schuld. Frei nach Marie-Antoinette: Wenn er sich nicht zusammenschieben lassen will, soll er halt mit dem Autofahren.

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Ichweissetwas
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Da nur mehr Irre unterwegs sind,

brauchen wir mehr Polizei bzw. mehr Streifenwagen müssten unterwegs sein!

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smithers
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am wichtigsten wären aber ernstzunehmende strafen und nicht dauernd eine anzeige auf freiem fuß.

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bond007
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Mehr Polizei

Wie wäre es mal mit mehr Polizei an Unfallschwerpunkten? Und mehr Streifen um Präsenz zu zeigen?

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kernh
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Mehr Polizei

die Menschen werden bösartiger und rücksichtsloser. Erlebt man jeden Tag. Was hilft da Polizei?

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