Genaue RegelnSo muss der Faschingskrapfen heute wirklich aussehen

Naschkatzen, aufgepasst: Rund um die Faschingskrapfen gibt es jede Menge Richtlinien, an die sich die Bäcker halten sollten.

Hauptsache er schmeckt, der Faschingskrapfen © Fotolia
 

Krapfen gehören zu einem Faschingsdienstag genauso dazu wie der Spaß. Bloß hört sich der Spaß auch irgendwo auf. Den Bäckern ist in Österreich bei den Faschingskrapfen nicht zum Lachen zumute. Rund um den Teig und Marmelade gibt es nämlich jede Menge Richtlinien.

Die werden am Rande des Faschingsumzuges heute Mittag in der Grazer Innenstadt die Narren zwar nicht tangieren - kurios sind die Angaben aber allemal. Was nämlich die wenigsten wissen: Der österreichische Lebensmittelkodex sieht mindestens 15 Prozent Marillenmarmelade bezogen auf das Fertiggewicht des Krapfens vor.

Faschingsumzug in Graz

  • Unter dem Motto „Eine verrückte Liebeserklärung an die grüne Steiermark“ geht der Faschingsumzug in Graz über die Bühne. Fix ist daher: Die Grazer Narren singen der Steiermark heuer ein Liebeslied.
  • Am 13. Februar (Start ist um 13.15 Uhr) wird es während des Umzugs außerdem ein Online-Voting und einen eigenen Kinderbereich geben: In der Herrengasse vor dem Landhaus haben die Kleinsten damit die beste Sicht auf das närrische Treiben.
  • Und: Alle Teilnehmer werden nach dem Umzug zu einem Come Together in den Landhaushof eingeladen, um sich besser kennen zu lernen und sich auszutauschen.

Außerdem sollen Krapfen aus reinem Hefeteig produziert werden. Das heißt im Klartext: Pro Kilo Mehl müssten mindestens sechs Eidotter verarbeitet werden. Je höher nämlich der Dotteranteil, desto besser ist die Qualität des Germteigs – und desto dunkler wird die Farbe des Krapfens letztlich sein.

Die Regeln sind in besagtem Ehrenkodex angegeben, der laut Wirtschaftskammer "zur Feststellung der Erwartungshaltung österreichischer Konsumenten" gilt, es handelt sich dabei um keine Rechtsvorschrift im engeren Sinn. Genannt werden klassische Butterkrapfen, die in Österreich mit Marillenmarmelade gefüllt sein sollten. Sind sie mit etwas anderem, etwa Vanille, gefüllt, so sollte dies extra angegeben sein. Empfehlungen für die Menge der Füllung gibt es in diesem Fall aber nicht.

Wieso Krapfen zu Fasching?

Über die Zahl der produzierten Krapfen zu Fasching hüllen sich die österreichischen Bäckereien aber in Schweigen. Klar ist, dass in gesamten Republik im Laufe eines Jahres 100 Millionen Krapfen verdrückt werden. Das sind rund 12 Stück pro Person.

In Wien sollen unbestätigten Medienberichten zu Folge allein am Faschingsdienstag 9 Millionen Krapfen gegessen werden, in Graz geht man von einer Million Krapfen aus. Die kräftigen und nährstoffreichen Krapfen wurden ursprünglich gegen Ende des Faschings verzehrt – als Vorbereitung auf die diätreiche Fastenzeit.

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