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RegierungspläneJetzt droht den Hanf-Shops die Sperrstunde

So genannte "Grow-Shops" schossen zuletzt wie die Schwammerl aus dem Boden. Aber dem legalen Handel mit Hanfpflanzen will die neue Regierung einen Riegel vorschieben.

Hanfshop
Hanf-Shops droht nun das Aus © Schmerlaib
 

Es ist in urbanen Räumen ein regelrechter Boom zu beobachten. In der steirischen Landeshauptstadt hat in den letzten zwei Jahren eine ganze Reihe „Grow-Shops“ aufgesperrt. In klinisch-weißem Ambiente werden dort Hanfpflanzen, Düngemittel und Lampen verkauft, damit die Pflanzen auch genügend Licht bekommen. Seit heuer boomen auch „Pseudo-Coffeeshops“, die legal Cannabisprodukte verkaufen, die unter dem gesetzlichen Grenzwert des psychoaktiven THC liegen und Cannabidiol beinhalten, das keine Rauschzustände verursacht, aber krampf- und schmerzlindernd wirkt.

Der Handel mit Hanf als „Zierpflanze“ ist in Österreich nämlich legal. Nur selbige zur Blüte zu bringen und dann Marihuana daraus herzustellen, ist verboten. Deshalb achten die Händler penibel darauf, keinerlei Tipps dazu zu geben. Etwa brauche die Pflanze 18 Stunden Licht, damit sie nicht blüht. Doch dieser Boom könnte nun rasch verkümmern. Denn im Regierungsprogramm nimmt sich Türkis-Blau auch ein „Verbot des Verkaufs von Hanfsamen und Hanfpflanzen“ vor. Details dazu gibt es derzeit auf Nachfrage weder im Gesundheits- noch im Justizministerium.

Coffeeshops nicht betroffen

Aber kommt es zu diesem Verbot, „ist es mit unserer Branche vorbei“, ist sich Georg Fritsch sicher, der seit 14 Jahren in Graz den Grow-Shop „Wunderland“ betreibt. Die prinzipiell liberalere Haltung der letzten Jahre habe eben eine Goldgräberstimmung aufkommen lassen: „Deshalb haben zuletzt auch so viele Hanf-Shops aufgesperrt.“ Die Pseudo-Coffeeshops wären von dem Verbot wohl nicht betroffen, meint Fritsch: „Deren Produkte stammen von EU-zertifizierten Hanfpflanzen ohne entsprechenden THC-Gehalt und dürften wohl weiter verkauft werden.“
Beifall wird die Regierung für das Verkaufsverbot von der Polizei bekommen, der dieser Graubereich zwischen Zierpflanze und Indoor-Plantage ein Dorn im Auge ist.

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Danke für Ihr Verständnis.

MBPRO
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"Beifall"?

Hat man die Polizei auch wirklich gefragt vor dieser Aussage?
Die Polizei ist nämlich eher froh, wenn die Leute das zuhause anbauen, statt es im Stadtpark zu kaufen.
Das sind viele Leute, quer durch die Gesellschaft, die bisher nicht am Schwarzmarkt waren...
Außerdem kann man die Samen auch im Internet bestellen, wäre also nur schade um die heimischen Arbeitsplätze.

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paulrandig
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QED

Da haben wir einen weiteren Beweis, dass die Meinungs- und Richtungsmacher dieser Regierung um ziemlich genau 100 Jahre hinten sind.

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