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Dicke Luft an 37 TagenNun hat Graz das Feinstaub-Limit überschritten

Laut Umweltbundesamt wurde an 37 Tagen an der Messstelle Don Bosco der zulässige Grenzwert überschritten. Die EU gestattet maximal 35 Feinstaubtage im Jahr. Die Grünen üben scharfe Kritik.

© LR Beate Rieder
 

Das in Österreich gültige Limit (25 Tage) hat die Landeshauptstadt bereits vor dem Sommer übertreten. Doch bis zur Vorwoche kratzte Graz punktgenau am EU-Grenzwert von 35 Tagen.

Diese Woche (Kalenderwoche 47) ist aber eingetreten, was alle befürchtet haben. Der Mix aus Kälte, Verkehr und Heizen bescherte Graz zusätzliche Überschreitungstage. Laut Umweltbundesamt gab es somit heuer 37 Tage in Graz-Don Bosco.
Ja, unter den Top 5 der meistbelasteten Gebieten Österreichs befinden sich vier Grazer Messstellen.

Land und Stadt aktiv  

Das Land hat sich darauf eingestellt: Ab Dezember gibt es unter anderem das "2+1 Einstiegsticket". Inhalt: Die Öffi-Nutzung im Steirerland für drei Monate zum Preis von zwei Monaten. Für den Umstieg auf saubere Heizungen werden außerdem Förderungen gewährt.

Auch in Graz gibt es eine Reihe von Angeboten der Luftgüte zu liebe.

Grüne schlagen Alarm

Umweltstadträtin Tina Wirnsberger (Grüne) ergänzt, man habe "durch großangelegte Heizungsumstellungen bei 22.300 Wohneinheiten in den letzten Jahren bereits 39 Tonnen Feinstaub pro Jahr einsparen können".

Allerdings sei die "Hauptursache für unsere schlechte Luft der Autoverkehr und da wirft die schwarz-blaue Stadtregierung uns zurück in die Steinzeit", kritisiert sie die Pläne für Tiefgaragenbauten oder die Absage des so wichtigen Straßenbahnausbaus über den Griesplatz.

Schützenhilfe kommt von der Umweltsprecherin der Grünen im Landtag,  Sandra Krautwaschl: Sie fordert vom Land die Umsetzung des  "365-Euro-Jahrestickets, mit dem man um nur einen Euro pro Tag im Bundesland öffentlich unterwegs sein kann." Außerdem den autofreien Tag sowie eine "massive Verstärkung der Sanierungsmaßnahmen für Gebäude".

Kommentare (3)

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clawjelly
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4 von 5 Höchstwert-Messstellen in der steirischen Landeshauptstadt - Wow!

Jahrzehntelang wurde nichts unternommen oder sogar dagegengearbeitet. Öffie-Ausbau komplett vernachlässigt. Aber eine Parkanlage unterm Eisernen Tor baun wollen. Einfach nur zum Kotzen.

Die Feinstaub-verseuchteste Stadt von Österreich - Danke an die blauschwarze Stadtregierung!

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Efried
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Maßnahmenpaket?

Es wäre gut wenn die Kleine Zeitung auch mehr Maßnahmen auflisten und die Abarbeitung der Maßnahmen bewerten würde:
- Offenhalten von Zuluftschneisen
- Einschränkung des organischen Düngens bzw. ganzjährigen Bewuchs von Ackerflächen fordern
- Kontrolle im Hinblick auf die Abfallverbrennung in Feuerungsanlagen
- Detektierung und Stilllegung von hochemittierenden Fahrzeugen (mit ausgebauten Partikel Filtern)
- temporäre Fahrverbote für alle Fahrzeuge ohne Partikelfilter auch direkt einspritzende Benziner bei austauscharmen Wetterlagen
- Verwendung alternativer Feinstaub bindenderStreumittel
- Elektrifizierung der Bahnstrecken
- Verbot des Betriebs von Stromerzeugern und Baumaschinen ohne Partikelfilter
- Förderung der Forschung zur Reduktion lokaler Feinsstaubkonzentrationen

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stern000
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Feinstaub

Gratulation dem Finanzministerium! Durch Einsatz von Dienstkfz, die in der Innenstadt abgestellt sind, wird noch mehr Verkehr erzeugt! Sie müssen geholt und wieder zurückgestellt werden. Das bedeutet mehr Verkehr, mehr Abgase, Danke von uns Grazern!

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