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Mit BengalenBrandanschlag auf Dienstauto der Ordnungswache

Unbekannter schlug Seitenscheibe ein und warf bengalische Fackel ins Wageninnere. Auto ist ein Totalschaden. Zusammenhang mit anderen Vandalenakten vermutet.

Auto
Der Wagen war von der Zentrale abgestellt © Jürgen Fuchs
 

Bei einem Brandanschlag wurde in der Nacht auf Montag ein Dienstfahrzeug der Grazer Ordnungswache zerstört. Ein Unbekannter hatte die hintere Seitenscheibe des Skoda-Kombi eingeschlagen und eine bengalische Fackel ins Wageninnere geworfen.

Der Anschlag ereignete sich gegen 1.30 Uhr vor der Zentrale der Ordnungswache am Grazer Jakominigürtel. Laut Polizei schlug der Täter die Scheibe ein und warf einen entzündeten Bengalen in den Innenraum des Pkw. Der Brand konnte zwar durch ein Team der Berufsfeuerwehr gelöscht werden, laut Parkraumservice-Geschäftsführer Alexander Lozinsek entstand jedoch Totalschaden an dem Fahrzeug.

Wageninnere
Das Auto ist ein Totalschaden Foto © Jürgen Fuchs

Wer hinter dem Anschlag stecken könnte, ist noch nicht bekannt. Lozinsek vermutet jedoch einen Zusammenhang zu weiteren Vandalenakten am Wochenende in Graz. So wurden die Fassaden eines Gebäudes der Energie Steiermark in der Neuholdaugasse sowie des Science Towers in der Wagner-Biro-Straße durch Farbanschläge beschädigt.

Magistratsdirektor Martin Haidvogl drückte mit dem Hashtag #mussdassein auf Twitter sein Unverständnis über derartige Vandalenakte aus. Worauf Finanz- und Kulturstadtrat Günter Riegler anmerkte: "Ich hoffe, das hat nichts mit der Disobedience-Conference zu tun." Im Forum Stadtpark fand an diesem Wochenende ja ein "Kongress für zivilen Ungehorsam" statt.

 

Kommentare (3)
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MGUARV77G146R6FC
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Ziviler Ungehorsam

Ziviler Ungehorsam hat nichts mit Brandanschlägen oder Ähnlichem zu tun! Ziviler Ungehorsam ist friedlich und gewaltlos; deshalb spricht man auch von passiven Widerstand! Viele große und wichtige Änderungen der neueren Geschichte gingen auf die Ausübung zivilen Ungehorsams zurück. Mahatma Gandhi ist die bekannteste Gallionsfigur, oder auch Nelson Mandela.
Hier einen Zusammenhang zwischen Brandanschlägen und dem Disobedience - Kongress nahezulegen, ist mehr als manipulativ. Aber so manchem Stadtpolitiker kommt das sicher gelegen, wenn er "ungehorsame Zivilisten" degradieren kann zu gewalttätigen Menschen.

Mein Graz
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@christine

danke für diese worte.
ich habe eines m.e. schöne definition für zivilen ungehorsam gefunden:
" Ziviler Ungehorsam ist die absichtliche Übertretung von Gesetzen oder gesetzesähnlichen Vorschriften oder die Gehorsamsverweigerung gegenüber amtlichen und polizeilichen Anweisungen mit dem Ziel, staatliches Unrecht oder staatliche Korruption zu beseitigen. Ziviler Ungehorsam in diesem Sinne sollte „zivil“ sein, das heißt offen, gesprächsbereit und gewaltfrei. Dazu gehört auch die Bereitschaft, die für die Gesetzesübertretung verhängte Sanktion klaglos hinzunehmen. Das gilt selbstverständlich nicht für die Fälle, bei denen das Prinzip der Verhältnismäßigkeit von Seiten der Polizei grob missachtet wurde, wie das beim „schwarzen Donnerstag“ zweifellos der Fall war. Auch ist es den Ungehorsamen unbenommen, ihr Handeln vor Gericht zu begründen und zu rechtfertigen. Wer in diesem Sinn zivilen Ungehorsam leistet, stellt weder den Rechtsstaat noch die Demokratie als Staatsform infrage. Im Gegenteil, den Ungehorsamen geht es um ihre Verbesserung, nicht um ihre Zerstörung."

Helmut Ferch
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Ziviler Ungehorsam?

Na wunderbar, da haben sich diese Chaoten - auf Kosten des Steuerzahlers? - womöglich beim "Kongress für zivilen Ungehorsam" letztes Wochenende im Forum Stadtpark Anregungen geholt und gleich in die Tat umgesetzt? Applaudiert der Herr Werner Kogler jetzt immer noch dieser Form des "Widerstands"?