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FrohnleitenEx-Bürgermeister ist neuer "Vize"

Diesmal ging es reibungslos über die Bühne. Im Rahmen einer teils hitzigen Frohnleitner Gemeinderatssitzung wurde Ex-Ortschef Heinz-Jörg Kurasch zum Vizebürgermeister gewählt.

Johannes Wagner und Jörg Kurasch lieferten sich Wortduelle
Johannes Wagner und Jörg Kurasch lieferten sich Wortduelle © (c) Foto: S. Ullrich - Frohnleiten - info@fotoullrich.com
 

Die Vorgeschichte zur gestrigen Gemeinderatssitzung in Frohnleiten war pikant. Umso größer war das Interesse daran. Diesmal verliefen die Formalitäten jedoch reibungslos. Franz Tieber (ÖVP) wurde als neuer Gemeinderat angelobt, da Bürgermeister Johannes Wagner (ÖVP) künftig bekanntlich als "Volksbürgermeister" agieren will (keine Stimme im Gemeinderat). Danach wurde Ex-Bürgermeister Heinz-Jörg Kurasch (SPÖ) zum Vize-Bürgermeister gewählt - 14 stimmten mit "Ja", neun dagegen, was Kurasch zur Feststellung verleitete, "die große Zustimmung habe ihn überrascht".

Zuletzt war diese Wahl ja geplatzt. Die ÖVP war im Mai aus dem Sitzungssaal ausgezogen, da die SP-Fraktion einen Zusatzantrag zum seit 1996 bestehenden Gesellschaftsvertrag stellte. Mangels Vorinformation verließ Bürgermeister Johannes Wagner samt seinen Parteikollegen daraufhin den Saal. Die für den nächsten Punkt anberaumte Wahl Kuraschs fiel damit aus.

Fotoserie: Aus dem Frohnleitner Gemeinderat

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Besagter Zusatzantrag war auch gestern Gegenstand heftiger Debatten. Die ÖVP kritisierte, dass er zu kurz greife. "Wenn schon in den bestehenden Antrag eingegriffen wird, dann ordentlich", so der zweite Vizebürgermeister Hannes Pirstinger. Die ÖVP forderte ein Kontrollgremium für Tochtergesellschaften der Stadt und stellte prompt ihrerseits einen Zusatzantrag. 

Der Vorschlag Andreas Heubergers (FPÖ) man möge sich doch auf eine gemeinsame Vorgehensweise einigen, wurde überhört.
Fazit: Der VP-Antrag wurde mangels Mehrheit abgelehnt, dem SP-Vorstoß wurde zugestimmt. Ab sofort gilt damit, dass die Gesellschafter (also der Gemeinderat) sieben statt bisher sechs Aufsichtsräte entsendet - der siebente steht jedoch der Arbeitnehmervertretung zu.  Außerdem wurde folgender Zusatzpassus eingefügt: "Der Gemeinderat beauftragt den Bürgermeister, gefasste Beschlüsse des Gemeinderates ohne Aufschub in der Generalversammlung umzusetzen."

Dem Verlauf der Sitzung zufolge dürften auch die nächsten Monate nicht von Konsens geprägt sein.

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