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Steirer des Tages

Diese Bierbrauer kommen so richtig vom Fleck

Vinzenz und Michael Fleck exportieren Brauanlagen rund um den Globus. Erfolgreiches Nebenprodukt daheim: Flecks Bier.

Michael (38) und Vinzenz Fleck (64) führen gemeinsam die Firma, die Brauereianlagen baut und Bier braut
Michael (38) und Vinzenz Fleck (64) führen gemeinsam die Firma, die Brauereianlagen baut und Bier braut © KLZ/Sabine Hoffmann
 

20 Jahre als Anlagenbauer haben Vater und Sohn aus Frohnleiten hinter sich. Jetzt setzen der Mikrobiologe Vinzenz (64) und der Elektrotechniker Michael Fleck (38) ihrer Laufbahn die Schaumkrone auf. Vor zwei Jahren haben sie in Laufnitzdorf bei Frohnleiten eine Pilotanlage installiert, um zu testen, ob sie mit ihrer Technologie Kleinbrauereien mit einem Ausstoß von bis zu 12.000 Liter Bier am Tag bauen können.


Die Antwort kann man in der Steiermark seither schmecken. Die Anlage läuft bestens und hat die Anlagenbauer auch zu „Braumeistern“ gemacht. Seither gibt es in ihrer Firma in Laufnitzdorf oder auch im Online-Shop der Kleinen Zeitung (shop.kleinezeitung.at) Flecks Bier zu kaufen – in acht Sorten vom Indian Pale Ale bis zum Biobier. „Wir verhandeln gerade, dass wir unsere Produkte in Supermarktregale bringen“, erzählt Michael Fleck, den die Leser der Kleinen Zeitung zum (Umland-)Grazer des Jahres 2015 kürten.


Die Geschäfte sprudeln


Der Junior war von Anfang an dabei, als der Senior die Brauanlagenentwicklung vorangetrieben hat: „Ich habe meine Urlaube immer bei den Projekten des Vaters verbracht.“ Jetzt kommt er beruflich geografisch so richtig vom Fleck. Das Brauen daheim ist nur ein Standbein. Das zweite bleibt der Anlagenbau: „Wir haben gerade am Polarkreis im finnischen Rovaniemi, der Heimat des Weihnachtsmanns, eine Brauerei installiert“, erzählt der 38-Jährige eine Stunde, bevor er in den nächsten Flieger steigt: „Jetzt fliege ich nach Indien, um in Hyderabad die nächste Anlage zu installieren.“


Jede diese Kleinbrauereien schafft bis zu 6000 Liter Gerstensaft pro Tag. „Und auch wenn wir den Markennamen bei unseren Kunden nicht durchbringen, exportieren wir irgendwie mit unserer Technik auch unser Fleck-Bier“, ist der Frohnleitner stolz. 115 Anlagen in 35 Ländern haben die beiden mit ihrer Firma schon gebaut. Nächstes Ziel: Die Flecks wollen statt 250.000 bald eine halbe Million Liter pro Jahr brauen.

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