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Plagiatsverdacht

Schwerwiegende Vorwürfe gegen Landesrat Buchmann

Plagiatsjäger Stefan Weber hat ein 38-seitiges Gutachten über die Dissertation des Wirtschaftslandesrats Christian Buchmann (ÖVP) der Karl-Franzens-Universität Graz übergeben, die die Vorwürfe sehr ernst nimmt. Buchmann-Sprecher weist Vorwurf zurück.

Unter Druck: Christian Buchmann.
Unter Druck: Christian Buchmann. © Jürgen Fuchs
 

Der steirische Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (ÖVP) soll Teile seiner im Jahr 2000 verfassten Dissertation "Die Wirtschaft im Spannungsfeld von Zentrum und Peripherie: Ansätze zur Rückholung der Kundenkaufkraft in die City am Beispiel der Landeshauptstadt Graz" aus vorwiegend deutscher Fachliteratur übernommen haben, ohne die Passagen entsprechend zu kennzeichnen. Dies berichtet "profil online", der Redaktion liegt dazu das Gutachten des Salzburger Plagiatssachverständigen Stefan Weber vor. Dieser hat dies im Auftrag namentlich nicht genannter Auftraggeber verfasst.

Kommentare (98)
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geldsack
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In Zeiten wie diesen ist scheinbar alles erlaubt

Wenn Buchbaum getrickst hat und es ist 100% nachweisbar,dann sollte er von sich aus gehen.
Ist nichts an dieser Sache, dann gehört der Plagiatsjäger überprüft. Buchmann kann ein Gerichtsverfahren dann anstrengen, helfen tuts nicht,es bleibt immer ein fader Nachgeschmack.

Thunderix
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Solche Vorwürfe müssen überprüft werden

Eine Dissertation hat einen gewissen Anspruch zu erfüllen und wenn kopiert wurde, ist das keine Dissertation mehr.

Jede Uninversität muss derartigen Vorwürfen auf den Grund gehen, ohne Wenn und Aber.

jungermurauer
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Die Frage ist ja nur ob hier nicht mit zweierlei Maß gemessen wird. Irgendwer will bei einer Person der Öffentlichkeit etwas finden und lässt die Diss Jahre später prüfen. Nur beim Otto Normalverbrsucher ist anscheinend kein Interesse da, da man keinen "Skandal" erzeugen kann. Mutwillig oder mit böser Absicht werden die wenigsten schlampig zitiert haben. Und die Arbeiten würden auch früher geprüft.

checker43
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Es laufen immer Plagiatsverfahren gegen Ottonormalverbraucher, die auch persönliche Konsequenzen nach sich ziehen und oft den Verlust des Jobs wegen einer Erschleichungshandlung. Es kommt wie immer nur dann in die Zeitung, wenn es sich um eine Persönlichkeit des öffentlichen Interesses handelt.

fightersfood
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Rechtssicherheit Nie?

Ein Studium besteht aus vielen Prüfungen und einer Arbeit am Schluss die betreut und überprüft wird, wenn im zuge dessen keine Fehler gefunden werden konnten ist es unnötig dies bis in Alle Ewigkeit zu überprüfen!
Es gibt vergleichbares nirgends und ausserdem unterstreicht eine akademische Bildung die politische Qualifikation und ist keine Voraussetzung!

perplesso
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Sie verkennen etwas.

Wenn die Vorwürfe stimmen, dann geht es um einfachen Betrug und nicht um ein Kavaliersdelikt.

DerhöflicheLechner
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Brav eingeübt

aus dem Politbüro

checker43
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Es redet auch niemand von der politischen Qualifikation. Es geht nur um die Dissertation. Und für deren Erstellung gibt es Regeln. Das Studium davor ist dafür vollkommen irrelevant.

iMissionar
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Anpatzen

Wieder einmal wird man Zeuge jener Krankheit, an der das politische System scheitert: Plumpes Anpatzen. Irgendein anonymer Auftraggeber bezahlt irgendeinen ominösen Jäger, damit er irgendeinen politischen Kopf als Trophäe erlegt. Was mich interessiert: Wer hat ein Interesse daran, dass ausgerechnet Buchmann attackiert wird? Und warum gerade jetzt? Ob da was dran ist, das wird eh von der Uni geklärt, die das größte Interesse selbst daran hat. Dieses dauerlärmende Skandal-Geschrei geht mir aber schon richtig auf den Senkel.

DerhöflicheLechner
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Was mich interessieren würde:

Wieso werfen Sie sich so schützend vor den LR - was ist ihr Interesse? Wie klar zu lesen ist, wird ohnedies ein Gutachten von der KF beauftragt - und wer hat wirklich ein Interesse ihn zu attackieren wie sie findig orten? Wen meinen Sie konkret oder ist das eine billige Ablenkungstaktik? Schon allein zum Schutz aller Akademiker binich für eine Aufklärung.

BIT4XBUVKJXAAIYS
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Mich würde interessieren ...

... was so ein Gutachten kostet. Wenn es halbwegs erschwinglich ist, könnte man ja damit super unliebsame Professoren, Beamten etc. ärgern. Wer würde noch aus Protest mit wertvollen Lebensmitteln werfen, wenn ein Plagiatsvorwurf viel nachhaltigere Flecken macht?

perplesso
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lieber Missionar

... hier geht es nicht um das "Anpatzen eines Politikers", hier geht es im weiteren um Betrug, wenn sich diese Vorwürfe bewahrheiten sollten. Das ist nämlich kein Kavaliersdelikt. Ähnlich hat man auch beim Herrn Guttenberg zu argumentieren versucht, der hat dann aber die einzig richtigen Konsequenzen gezogen. In jedem Fall werden unruhige Zeiten auf den Herrn Buchmann zukommen.

BIT4XBUVKJXAAIYS
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lieber perplesso

... angenommen Sie hätten studiert, vor Jahren ihre Diplomarbeit oder eine Dissertation eingereicht, diese wäre angenommen worden, Sie hätten die Defensiv erfolgreich absolviert und nun werden Sie im Nachhinein nicht nur mit der Tatsache konfrontiert, dass diese Arbeit offenbar wissenschaftlich einige Mängel aufweist, sondern auch mit dem Vorwurf BETROGEN zu haben. Wie würden Sie sich fühlen? Angepasst oder ...? BETRUG setzt meiner Ansicht nach eine Absicht voraus und diese Absicht unterstellt auch der Sachverständige nicht.
Wenn die Arbeit mangelhaft ist, gehört unverzüglich der Doktorgrad aberkannt und das ist es. Peinlich genug. Und wenn es einen Doktor braucht, um Politiker zu sein (was ich nicht beurteilen kann), dann umgehend nach Hause mit allen, die es nicht sind und alle Dissertationen prüfen von denen, die es sind. Bin gespannt, wer dann übrig bleibt ...

immerich
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wenn es nicht ums anpatzen ginge....

....wäre der Auftraggeber nicht annonym geblieben....

immerich
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in zeiten wie diesen....

....ist es schwer dinge zu schreiben, die nicht schon ein anderer geschrieben hat. das rad kann man ja auch nicht neu erfinden....

checker43
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Kein Problem, wenn man das bisher Geschriebene als solches kenntlich macht und dieses in einen noch nicht untersuchten Kontext setzt oder zur Beantwortung einer neuen Fragestellung heranzieht.

immerich
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wenn man....

...bewusst abgeschrieben hat, ja.

allerdings bin ich überzeugt davon, dass es weltweit nicht nur für jeden menschen, sondern auch für jeden gedanken mindestens einen doppelgänger gibt.
was die formulierung betrifft, gehe ich davon aus, dass diese sich in akademischen kreisen bei gleichen themen nicht groß unterscheidet....

checker43
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Alltagsformulierungen, die jedem einfallen können und deren Inhalt keine große Geistesleistung darstellen, fallen auch nicht unter Plagiarismus. Um solche wird es auch nicht gehen hier.

DerhöflicheLechner
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Tipps von

Karl-Theodor zu Guttenberg kann sich auch der Sprecher holen und dann die Stellungnahme kopieren ...

jungermurauer
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Auftraggeber?!

"Ein nicht näher genannter Auftraggeber"... Aha... Anscheinend hat jemand Interesse den Buchmann ins schiefe Licht zu rücken. Seriöserweise wäre es interessant zu erfahren von wem der Weber diesmal auf jemanden angesetzt wurde...

voit60
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und

würde das was an den Vorwürfen ändern?

jungermurauer
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Ja das wird eh geklärt.

immerich
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hat schon jemand....

...den plagiatsprüfer geprüft?

marobeda
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Es ist schon eigenartig

sich von einem Bürohelfer rechtfertigen zu lassen anstatt sich hinzustellen und sagen was Sache ist. Sollte er die halbe Dissertation abgekupfert haben, dann wäre es auch für einen Politiker ehrenhaft, die Wahrheit zu sagen. Oder sind sie das Lügen und Vertuschen schon so gewohnt, dass sie es gar nicht mehr wahrnehmen.

bhoef
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vor allem

weil auch hier im Forum schon mit "runterspielen" begonnen wird. Da macht man gleich den Systemkritiker als Bösewicht aus.

Simithri
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Politiker möchte ich keiner sein

Heutzutage hat man es im politischen Umfeld nicht mehr leicht, da eckt man vielleicht mal bei jemanden an und schon hat man eine Schmutzkampagne hängen. Es gibt noch nichtmal annähernd einen Beweis aber sofort wird man von den Massen verurteilt.

 
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