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Online-Initiative

Graz: Das sind Ihre neuen Ampeln

Die Einladung, Grazer Ampelanlagen zu bewerten und auf Störungen hinzuweisen, nehmen viele Verkehrsteilnehmer an. Die Stadt Graz hat auch bereits reagiert. Von Michael Saria

Merangasse: Eigenes Bussymbol kommt
Merangasse: Eigenes Bussymbol kommt © Sabine Hoffmann
 

Selbst Schuld: Wenn man eine Internetplattform startet und die Grazer Verkehrsteilnehmer um Mithilfe bittet, braucht man sich im Straßenamt nicht über lauter farbige Punkte und Sprechblasen auf dem Grazer Stadtplan zu wundern.

Tut man auch nicht. Dafür aber zufrieden nicken und die Ärmel hochkrempeln: Das Onlineportal „TrafficCheck“, auf welchem man seit November den Grazer Ampelanlagen ein Zeugnis verpassen kann, sei ein Erfolg, so Projektleiter Bernd Cagran vom Straßenamt. Mehr als 6000 Zugriffe, mehr als 2000 Bewertungen und rund 700 Störungsmeldungen samt Sprechblasensymbol auf der Internetseite würden dies untermauern.

„Wir reagieren laufend“

Das Wichtigste: „Wir reagieren laufend auf all diese Meldungen und haben aufgrund dieser auch schon bei einzelnen Ampeln Adaptierungen veranlasst“, betont Cagran. Ansonsten wäre etwa die Störung bei der Kreuzung vor dem Brauhaus Puntigam „erst später aufgefallen“ – so aber konnte das technische Problem rasch behoben werden, welches die „Grüne Welle“ an dieser Stelle ausbremste. Oder zumindest den ambitionierten Weg dorthin.

Graz: Ampeln am Prüfstand

Puntigam: Auf der Kreuzung vor der Brauerei und dem Cineplexx-Kino wurde ein Autolenker wiederholt gebremst – und daraufhin stutzig: Sollte hier nicht so etwas wie eine „Grüne Welle“ gelten? Auf die Kritik auf der Onlineplattform hin nahmen sich Experten diese Ampel zu Brust – und entdeckten ein technisches Problem.

Sabine Hoffmann

Karlauer Gürtel/Lagergasse: „Warum stehen wir dort immer so lange?“, fragten sich Verkehrsteilnehmer auf der Plattform „TrafficCheck“ – und meinten das Areal rund um Karlauer Gürtel/Lagergasse/Hergottwiesgasse. Das Ergebnis: Mitarbeiter des Straßenamtes prüfen noch in diesen Tagen
eine neue Ampelsteuerung.

Sabine Hoffmann

St.-Veiter-Straße/Statteggerstraße: In Oberandritz stehen Konflikte fast an der Tagesordnung, besonders Linksabbieger
verzweifeln oft – „und die Frage ist, wer hier wen aufhält“, so Experte Bernd Cagran. Nach den jüngsten Onlinehinweisen wird noch in dieser Woche eine neue Ampelsteuerung getestet.

Sabine Hoffmann

Merangasse/Morellenfeldgasse: „Fußgänger, welche diese Kreuzung überqueren, achten zu sehr auf die Ampelphase der Autolenker und übersehen, dass Busse eine eigene Phase haben. Darauf hat man uns zu recht aufmerksam gemacht, “, gesteht Bernd Cagran vom Grazer Straßenamt. Also werde man reagieren und zusätzlich ein – für Fußgänger sichtbares – Bussymbol anbringen.

Sabine Hoffmann
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Der Experte des Straßenamtes betont aber auch, dass es sich nicht bloß um tatsächliche Störungen handle – sondern um berechtigte Hinweise auf Abläufe, die es zu optimieren gilt. Cagran: „In Oberandritz, an der Kreuzung St. Veiter Straße/Stattegger Straße, gab es immer wieder Konflikte. Und die berechtigte Frage: Welcher Verkehrsteilnehmer hält hier eigentlich wen auf?“. Die Folge: Noch in dieser Woche wird eine neue Ampelsteuerung getestet und so bald wie möglich auch umgesetzt.

Ganz generell soll die Onlineplattform, welche auch Verkehrsstadtrat Mario Eustacchio forciert, eine dauerhafte Einrichtung bleiben – unter der Adresse www.graz.at/trafficcheck.

Kommentare (1)

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gluefred
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2
Lesenswert?

bei der kreuzung im bild oben wärs ganz einfach, man müßte nur das radfahrer-rot optisch nachbessern.
noch gscheiter: den softwarefehler auf der kreuzung kärntner ecke wetzelsdorfer beheben. aber da könnte man sich ja nichtmehr übers verkehrsaufkommen aufregen ;-)

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