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Ein Hoch auf unseren Busfahrer

Wenn Elvis Presley, ein Ufo, neugierige Paparazzi und Soldaten in die UPC-Arena kommen, dann hatte ganz bestimmt der Grazer Fotograf und Composer Andreas Rainer seine Finger im Spiel.

„Paparazzi“ © Andreas Rainer
 

Eigentlich bringt der Grazer Andreas Rainer als Busfahrer der Holding Personen von A nach B – und das seit mittlerweile sechs Jahren. An die Mur ist der gebürtige Obersteirer der Liebe wegen gezogen. Und genau diese Liebe hat ihn auch zu seiner großen Leidenschaft inspiriert. „Meine erste Lebensgefährtin war Fotografin und weil ich ja generell sehr technikbegeistert bin, wollte ich das auch mal ausprobieren“, so der 36-Jährige.

Über die Fotografie ist der „Technik-Freak“ zum sogenannten Compositing gekommen. Dabei werden in der Nachbearbeitung voneinander getrennt aufgenommene Fotos und Elemente zu einem gemeinsamen Bild zusammengeführt. Für sein Werk „Paparazzi“ (Bild oben) hat er fünf einzelne Fotos und ein 3D-animiertes Ufo verwendet, um darauf Elvis Presley in die Grazer UPC-Arena zu „entführen“.

Seine Inspirationen kommen dem ehemaligen Model oftmals während seines Brotjobs: „Wenn ich im Bus unterwegs bin, bekomme ich so viele verschiedene Eindrücke, die mich dann auf eine Idee bringen, die ich sofort umsetzen möchte.“ Sein „Fotolabor“ hat Andreas in seiner Wohnung in Gössendorf eingerichtet – dort wird „getüftelt, geshootet und animiert“.

Dass er einmal mit seinem Hobby sein Leben finanzieren soll, kann sich der Grazer allerdings nicht vorstellen: „Mir ist es wichtig, dass ich meine Freiheiten beim Arbeiten habe und das mache, was mir Spaß macht – und nicht irgendwelche Aufträge umsetzen muss.“ In Zukunft möchte sich der Grazer Composer wieder mehr auf internationale Wettbewerbe konzentrieren.

Am liebsten arbeitet er dabei gemeinsam in einem kreativen Team. „Je mehr Leute, desto besser. Es macht einfach Spaß und es entstehen dadurch viele Ideen.“ Für alle Hobbyfotografen hat der Experte nützliche Tipps und Tricks zur Bildnachbearbeitung parat (siehe unten).

Andreas Rainer Foto © KK

Fünf Tipps zur Foto-Nachbearbeitung

  1. Idee haben und skizzieren: Nimm eine leere Ebene in Photoshop und skizziere die Idee darauf.
  2. Skizze prüfen, ob du alle Ausgangsbilder für dein Compositing zur Verfügung hast. Die Kontrolle über Perspektive, Brennweite und Lichtverhältnisse erleichtert die Postproduktion.
  3. Die Lichter auf den Bildern sollten relativ identisch aufgenommen sein. In Photoshop kannst du zusätzlich Schatten etc. korrigieren oder erstellen.
  4. Verwende hochauflösende Bilder. Bilder vom Handy und von einer Spiegelreflexkamera sollte man nicht miteinander verwenden.
  5. Überlege nicht lange, welches Bild du verwenden willst. Zu viele Gedanken darüber, wie es nachher aussehen soll, bremsen oft den kreativen Flow.

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