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Raumplanung in GU

Hochwasserschutz und Verbauung: Warum Stattegg nicht entspannt ist

Raumplaner gefordert: Reichen die Millionen für den Hochwasserschutz, wenn der Ort weiterhin verbaut wird? Von Robert Preis

© Susanne Hassler
 

Es ist ein beeindruckendes Bauprojekt. Zwei Staubecken im Ortszentrum von Stattegg samt Unterlaufausbau des Andritzbaches sollen nicht nur den Ortsteil Mühl sondern auch den Grazer Norden, sprich Andritz, spätestens ab 2018 gegen Hochwasser absichern.
Mit Baukosten von sieben Millionen Euro, Staudämmen von elf Metern Höhe und einer Speicherkapazität von 3,2 Millionen Litern muten auch die Zahlen gewaltig an. Das Wasser von Rannach und Schöckl/Kalchleiten soll auf diese Weise reguliert werden, Hochwasser-Katastrophen wie jene der Jahre 1976, 1985, 1994, 2003, 2007 und 2014 sollen der Vergangenheit angehören. Allein, ganz entspannt ist man in Stattegg dennoch nicht.
Die Grünen, allen voran Gemeinderat Stefan Rothbart, mahnen mehr Bewusstsein bei der Verbauung entlang des Andritzbachs ein. „Wir müssen genau darauf schauen, dass uns im Talgebiet Retentionsflächen bleiben, die Wassermengen aufnehmen können.“

Kritik an Raumplanung

Denn die große Frage ist, ob die Millionen für den Hochwasserschutz ausreichen, wenn die Stadtrandzonen immer dichter verbaut werden. 2020 läuft der Flächenwidmungsplan aus, das gerade Flächen entlang der Hauptstraße große Begehrlichkeiten für Bauprojekte auslösen, liegt auf der Hand. VP-Bürgermeister Karl Zimmermann weiß das. „Für die Raumplanung ist jede Talfläche perfektes Bauland. Und so lange die Raumplanung das gut heißt, tut man sich als Gemeinde schwer, sich bei den Umwidmungen dagegen auszusprechen.“ Man sei immer häufiger mit Anwälten konfrontiert. Als Gemeinde, so Zimmermann, habe man allerdings null Interesse, dass so dicht verbaut wird. Stattegg wachse kontinuierlich, man habe rund 25 bis 30 Neugeborene pro Jahr, „mehr wollen wir gar nicht“, stellt der Bürgermeister klar.
Jetzt hofft der Ortschef auf ein Umdenken im Land.

Kommentare (2)

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sowieso666
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jajaja lieber Herr Zimmermann

was weiter unten passiert ist Ihnen in Wirklichkeit ja wurscht. Die können ruhig absaufen. Hauptsache die Gemeindekasse stimmt. Pro Einwohner gibt's ja doch ein schönes Sümmchen...
Wie wärs noch mit einem schönen Einkaufszentrum in Stattegg?

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hermannsteinacher
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Kalkleiten

ist die richtige Bezeichnung.

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