Bis 2021

Barmherzige Brüder Graz: 50 Millionen Euro für Krankenhaus-Ausbau

Nun wurden die geplanten Zu- und Ausbauten im Grazer Zentrum vorgestellt. Bauzeit ist von 2016 bis 2021. Der Standort Eggenberg steht laut Orden für Pflegeaufgaben zu Diskussion.

Umbau des "Barmherzigen"-Spitals in Graz auf Schiene.
Umbau des "Barmherzigen"-Spitals in Graz auf Schiene. © STADT GRAZ/Fischer
 

Die Architekten Reinhold Tinchon und Dietger Wissounig haben den Architekturwettbewerb gewonnen und planen den Um- und Ausbau des Spitals der Barmherzigen Brüder in Graz. Knapp 50 Millionen Euro, 19 Millionen stemmt der Orden, fließen in den Um- und Ausbau des Krankenhauses in der City. Bis 2021 sollen alle Aufgaben und Mitarbeiter des Standortes in Graz-Eggenberg - Innere, Psychiatrie etc. - auf jenen in der Marschallgasse übertragen worden sein. 

"Zur Umsetzung dieses Projektes werde man eine Erweiterungen in der Marschallgasse um 140 Betten beziehungsweise 15.200 Quadratmeter an Zubauflächen benötigen", teilte die Spitalsführung am Montag mit.

Zwei größere Zubauten, je einer entlang der Marschallgasse und einer entlang der Kosakengasse, sind die Säulen des Ausbaus. Die dortigen Bestandsgebäude werden teils abgebrochen.

So sieht das Spital in der Marschallgasse künftig aus.
So sieht das Spital in der Marschallgasse künftig aus. Foto © Wissounig/Tinchon

Oliver Szmej (BHB Graz) und Adolf Inzinger, Gesamtleiter der Österreichischen Ordensprovinz, kündigten an, das Haus werde nach dem Umbau einen noch größeren Beitrag zur Akutversorgung der Grazer leisten können.
Es wird eine "innovative Neuorganisation der stationären Gesundheitsversorgung im Großraum Graz möglich", so Gesundheits-Landesrat Christopher Drexler. Denn die  "Versorgung der Menschen mit einem zeitgemäßen Gesundheitsangebot ist einer der wesentlichsten Bausteine", ergänzte Bürgermeister Siegfried Nagl.

Und so soll es sich via Kosakengasse zeigen.
Und so soll es sich via Kosakengasse zeigen. Foto © Wissounig/Tinchon

Auch die interne Organisation werde verbessert, meinte Szmej. Beispiel: Die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge wird künftig über einen Hof im südlichen Bereich der Marschallgasse erfolgen.

Die Umbauten von der Seite aus betrachtet.
Die Umbauten von der Seite aus betrachtet. Foto © © Wissounig/Tinchon

Was mit dem Standort Eggenberg passieren soll, dürfte laut Inzinger 2016 geklärt sein. Ein Verkauf sei kein Thema, sondern eine Nutzung im Sinne der "Brüder". Denkbar wäre die Betreuung von Menschen mit Behinderung und/oder Demenzkranken.

Kommentare (4)

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Morbus
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Frage?

Und wer stemmt die restlichen 31 Millionen?

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Morbus
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Re: Frage?

Wie ich gerade lesen konnte und wie könnte es anders sein, die öffentliche Hand! Für die Kirche und die Bauwirtschaft scheint das Land genügend Geld zu haben...für den Notarztdienst offenbar nicht. Hier merkt man wieder wer in diesem Land wirklich etwas zu sagen hat!!! :-(((

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murrider
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Architektur...

...die verzweifeln lässt! Die "modernen" Dinger schaun meistens in kurzer Zeit ausrangiert aus und passen nicht wirklich zu den Altbauten.

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argus13
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Nagl

liebt nach eigenen Aussagen Kräne, daher ist er bei jedem Großbau dabei. Gesundheits- LR Drexler wohl ebenso, nur bei den Gehaltsverhandlungen der Kages und MedUni hat er sich sehr still verhalten! SO sind halt unsere Politiker, wenn es was zu feiern gibt sind sie dabei!

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