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Holzbrett-Affäre

Kammer-Präsident Herk geht mit ins Gefängnis

Für enormes Echo sorgt der Bericht der Kleinen Zeitung über die "Holzbrett-Affäre" im Grazer Bioladen Matzer. Der Präsident der Wirtschaftskammer, Josef Herk, will nun sogar selbst ins Gefängnis gehen. Von Ernst Sittinger

"Wenn sie ins Gefängnis geht, dann gehe ich mit," sagt der Kammerpräsident © KLZ
 

Die Kleine Zeitung veröffentlichte heute einen Bericht über den Grazer Bioladen Matzer, dessen Inhaberin Ushij Matzer aus Protest ins Gefängnis gehen will, weil ihr die Behörde die Verwendung von Holzkochlöffen und Holzbrettern untersagt hat.

Kommentare (86)

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Herk im Knast?

Ich glaub,daß das in der gesammten EU ein Umdenken in einigen Köpfen bringt.Ein Politiker geht für einen Normalbürger in den Knast.Hut ab Herr Herk.Ich glaub aber eher ,daß das ganze abgeblasen wird und irgendwer die Strafe bezahlt.........

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Es geht nicht ums Holz an sich,...

..., sondern darum, dass die von der Bioladen-Inhaberin verwendeten Holzgeräte schadhaft waren. Die Löffel wiesen Absplitterungen auf, die leicht ins Essen geraten konnten. Der Ladeninhaberin wurde die Verwendung von Holzutensilien nicht generell untersagt, sondern lediglich die weitere Verwendung der schadhaften Geräte. Entgegen der Aussage von Wruss hat sie daraufhin nicht "das Richtige getan", sondern die schadhaften Geräte weiter verwendet. Wenn die Frau nun alles anders darstellt, entspricht das nicht dem, was im gegen sie ausgestellten Bescheid steht. Und das mit dem "Ins Gefängnis gehen" kann sie sich abschminken: Wer zahlen kann, muss nämlich zahlen und darf gar nicht "aus Protest" ins Gefängnis.

Maria2011
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Diese Aussage stimmt nur leider nicht! In dem Bescheid steht nichts von schadhaften Brettln!

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Ich hab auch nichts von Brettln geschrieben!

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Holz...

...haben die alle ein Brett vorm Kopf??!

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Holz.....

....haben die alle ein Brett vorm Kopf...??!

georgXV
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Hawararepublik

haben wir in unserer Hawararepublik KEINE größeren und wichtigeren Probleme und Herausforderungen ???

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Plastique statt barique

als Nächstes wird auch der Wein nur noch "plastique" statt "barrique" ausgebaut ...

Und Leute, nicht vergessen: Es wird nicht nur vorgeschrieben sondern auch überwacht. Willkommen in der überregulierten Überwachungsgesellschaft.

goje
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Hauptsache ist doch,

die Herrschaften saufen den Barrique ausgebauten Wein!

Patriot
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Mein Gott, der Herr Herk.

Einer der größten Schaumschläger vor dem Herrn!

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FAZIT

Kiefernholz: Bakterien reduzierten sich nicht nur auf der Holzoberfläche, sondern auch im Holzinneren gleichermaßen. Das war sogar bei wiederholtem Gebrauch der Fall. Der Grund dieser antibakteriellen Wirkung wird unter anderem den Holzinhaltsstoffen zugeschrieben.
Auch das Food Research Institute in Wisconsin (USA) kam zu Ergebnissen, welche die guten hygienischen Eigenschaften von Holz im Vergleich zu Kunststoff aufzeigen. Sie vermuten eine "antimikrobielle" Eigenschaft von Holz.

FAZIT
Es gibt anhand der Untersuchungsergebnisse verschiedenster Institute keinen hygienischen Grund, Kunststoff dem Holz vorzuziehen, ganz im Gegenteil. Das gilt insbesondere für die eigene Küche. Es spricht nichts gegen die Verwendung von Holzbrettchen als Schneid- oder Essunterlage. Beide Materialien müssen gleichermaßen gründlich gereinigt und sachgerecht eingesetzt werden.

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Die Biol. Bundesanstalt unters. versch. Holzarten. Ergebnis: Bei gleicher Keimbelastung ist die Anzahl der Bakterien auf Holz-in Abhängigkeit von der Holzart-im Laufe der Zeit abnimmt.
Dagegen ist die Überlebenszeit der Bakterien auf KUNSTSTOFF GRÖSSER als auf Holz. Bei ständigem Gebrauch von Kunststoffbrettern sammeln sich noch mehr lebensfähige Bakterien an. Das war bei Holzbrettern nicht der Fall.

Die landläufige Meinung, dass die Oberfläche von handelsüblichem Kunststoff geschlossener ist als von Holz, daher besser gereinigt werden kann, ist falsch.
Auch beim Gebrauch von Schneidebrettern aus Kunststoff entstehen kleinste Ritzen und Rillen, wo sich Bakterien ansiedeln und eine gewisse Zeit ( Std. nach Gebrauch) überleben. Die keimtötende Wirkung ist bei Kiefernholz am besten ausgeprägt.

underfire1912
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Holzbrett ist das Schlagwort - Hygiene das Thema


Holzbrett und Hygiene im Laden/Küche sind bitte sehr kein entweder oder, sondern ein "und".

Wer den Laden kennt, wird sich über zuviel Sauberkeit sicher nicht aufregen, wohl aber über sagen wir mal "schmuddelige" Verhältnisse. Es gibt viele Bio-Läden wo beides stimmt: Natürliche Lebensmittel und Sauberkeit. Nur weil man einen Bioladen betreibt ist das noch kein Freibrief alle hygienischen Vorschriften aus ideologischen Gründen über Bord zu werfen. In diesem speziellen Fall sorgt ein behördlicher Hinweis (die mediale Aufbereitung ist super Gratiswerbung für den Laden) für einen schon fälligen Wachrüttler.

Wenn noch ein "Mystery Shopping" kommt, werden sicher auch die manchmal etwas arrogant wirkenden MitarbeiterInnen (vor allem Kornwaage) z.B. das Grüßen lernen

Übrigens: Ich stehe zu Bio und zu Holz und auf Kunststoff in der Küche kann man wirklich verzichten - ebenso auf hirnlose Behörden. Alles Gute an Fam. Matzer

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Zivilcourage....

....und Solidarität wäre hier angebracht!
Alle Wirte, Standler, Buschenschanker usw. die auch hygienisch bedenklich mit Holz arbeiten,sollten eine Selbstanzeige machen und gleich mit der Fr. Matzer mit einsitzen gehen. Da könnten sie sich dann austauschen.....oder bestünde dann eine Verdunkelungsgefahr?

EdinaMonsoon
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Im Wiehern ist der EU-Amtsschimmel immer gut, wenn es um "wichtige" Themen wie die Gurkenkrümmung, die Leistung von Staubsaugern, Olivenölflascherln auf Restauranttischen, Holzkochlöffeln usw. da sind die Beamten willig und greifen hart durch. Aber wehe es geht um das Wohl des Volkes gegen die Interessen von Konzernen, Banken, Pharmaindustrie, Militärkomplex und der Geldmafia, dann wird gekuscht und gebuckeltn. Willkommen in Absurdistan.

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Und was sagen sie dazu Frau Stadträtin Lisa Rücker?

Sie sind ja die politische Referent in Zusammenhang mit dem Gesundheitsamt...

Liberalix
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Das Gesundheitsamt ist da nicht involviert.

Und politische Referentin der Bau- und Anlagenbehörde ist Frau Elke Kahr. Die kann und wird aber auch nicht gegen das Gesetz entscheiden.

Liberalix
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Auch Frau Rücker wird nach den Buchstaben des Gesetzes vorgehen müssen - oder glaubst irgendwer riskiert ein Verfahren wegen Amtsmißbrauch?

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Re: Amtsmissbrauch?

Nein, sie ist eine politische Referentin und keine Beamtin. Aber wie wäre es wenn sie sich hinter das Gesetz und somit such hinter ihre Besmten und Betinnen stellt oder die notwendigen Weisungen gibt eben nicht so vorzugehen. Aber dazu sind die PolitikerInnen ja zu feige.

Liberalix
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Stadträte und der gesamte Stadtsenat …

… sind Teil der Exekutive und können als solche selbstverständlich einen Amtsmißbrauch begehen. Auch Gemeinderäte können das, wenn sie einen gesetzeswidrigen Beschluß fassen.

Balrog206
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Berater

Herr herk entlassen Sie bitte ihre Berater die ihren Wahlkampf managen ! Denn mit der gestrigen Aussage machen Sie sich nur lächerlich !
Sie sitzen ja an diversen Stellen wo sie wegen solch unnötiger Vorschriften Einspruch erheben können !

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Gesunheitsamt

Was, z.u.m. T.e.u.f.e.l, hat die Baubehörde mit Gesundheit zu tun. Hat diese Behörde keine anderen Aufgaben?

Liberalix
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Es handelt sich um die Bau- und Anlagenbehörde.

Und die ist eben für gewerbliche Betriebanlagen zuständig. Und die Schneidbrettln sind Teil einer Betriebsanlage. Das Gesundheitsamt hat damit gar nichts zu tun.

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Die Holzbretter

sind ja nicht immer trocken. Möchte nicht, dass meine Lebensmittel auf einem ranzigen und aufgeweichten Holzbrett geschnitten werden.
Dass gewisse Kunststoffprodukte auch nicht unbedenklich sind, ist auch klar.

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Seit wann ...

Mr. Monk sind Holzschneidbretter "ranzig"? Im Buschenschank höchstens das Verhackert oder das Würstel! Aber das Brettl?

csab
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Erinnerung an die steirische Mostbar in Graz

Verhackert's aus eigener Fleischerei auf Brot aus eigener Bäckerei, das ganze serviert auf Brettern aus eigenem Sägewerk, und dazu der Most aus der eigenen Presse. Gab's wirklich, auch das original oststeirische Klopapier in Form der SOTP. Die Mostbar erfüllte kaum irgendwelche Auflagen, sie war aber urgemütlich und sehr steirisch. "Leute mit störendem Benehmen sind unerwünscht" stand in großen Lettern am Eingang. Und der Wirt pflegte nicht zu fordern, sondern zu fragen: "Wieviel KANNST du heute zahlen?"
Heute undenkbar, nicht nur wegen der Bretter, sondern wegen der allseits sich breitmachenden Gier.

 
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