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Justiz ist Netzwerk von Neonazis auf der Spur

Leugnung des Holocausts und Veröffentlichung nationalsozialistischer Texte: Dafür stehen Rechtsradikale demnächst vor dem Richter. Im Mittelpunkt der Gruppe soll der einschlägig vorbestrafte Oststeirer Franz Radl stehen. Die Täter wollen vor allem Jugendliche ansprechen.

© APA | Sujetbild
 

Der brisanteste Teil eines größeren Neonazi-Prozesses in wenigen Wochen in Graz betrifft ein regelrechtes Netzwerk der NS-Wiederbetätigung. Neben anderen sind vier Männer rund um den einschlägig vorbestraften Rechtsaktivisten Franz Radl angeklagt. Sie sollen zwischen Juli 2008 und April 2009 Aufkleber mit der Forderung des Freispruchs für den verurteilten Holocaustleugner Gerd Honsik verbreitet haben. Was so harmlos klingt, war für die Ermittler Teil eines gefährlichen Neonazi-Netzwerks zur Verharmlosung der NS-Verbrechen. Befestigt wurden die Aufkleber an Schildern, Schulen oder auch im Grazer Stadion UPC-Arena. Das Verharmlosen der NS-Völkermorde wird laut Gesetz streng geahndet (siehe Infokasten), für die Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.

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