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Biomassekonferenz

Mehr Holz für Energie

Bei der Biomassekonferenz in Graz sprach sich VP-Landwirtschaftsminister Rupprechter für den Ausbau der Energiegewinnung aus Holz aus. Ungarns AKW-Ausbau mit russischem Geld kritisierte er scharf.

© APA
 

Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) übt nicht nur am ungarischen Bodengesetz Kritik, sondern auch am Ausbau der Atomkraft im Nachbarland. "Wenn Nachbarn im Osten glauben, mit russischem Geld in Atomkraft investieren zu müssen, ist das der falsche Weg und das müssen wir auch ganz deutlich sagen", so Rupprechter am Donnerstag am Rande der Biomassekonferenz in Graz.

Rupprechter bekannte sich auch zu einer Verringerung der Treibhausgase um 40 Prozent bis 2030 im Verhältnis zu 1990, wenn man die Energieeffizienz berücksichtige. "Dafür wollen wir auf europäischer Ebene eine gemeinsame Initiative schaffen", sagte er: "Wir bleiben nicht hinter Deutschland zurück".

"Gemeinsame Strategie"

Rupprechter sprach sich für den Ausbau der Energiegewinnung aus Holz aus. Die jüngsten Klagen der Papierindustrie, die Engpässe bei der Versorgung mit Holz fürchtet, könne er nicht nachvollziehen. Er werde das Gespräch suchen, um eine "gemeinsame Strategie" zu finden, damit die Verwendung als Energieträger nicht gegen die Nutzung als Rohstoff ausgespielt werde.

Land- und Forstwirtschaft seien nicht nur eine der am meisten vom Klimawandel betroffenen Sektoren, sondern können durch eine nachhaltige Bereitstellung von erneuerbarer Energie auch aktiv zum Schutz des Klimas beitragen, betonte der neue Präsident der Landwirtschaftskammer Steiermark, Franz Titschenbacher. Horst Jauschnegg, Vorsitzender des Österreichischen Biomasseverbandes, verwies auf das Potenzial der erneuerbaren Energiequelle Holz: "Nur 60 Prozent des jährlichen Holzzuwachses werden EU-weit genutzt. Es schlummern also noch ungenutzte Potenziale in den europäischen Wäldern".

Stephan Pernkopf, Präsident des ökosozialen Forums, nutzte die Gelegenheit, um die Abschaffung von Förderungen für neue Ölheizungen zu fordern. Öl koste wesentlich mehr als etwa Pellets, schreibt er in einer Aussendung er. Förderungen würden daher rasch durch steigende Ölpreise wieder aufgefressen.

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