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Graz

Stopp für den Weingarten bei Ruine Gösting

Auftrag der Grazer Baubehörde: Die für den Weingarten gerodete Fläche bei der Ruine Gösting muss wiederaufgeforstet werden. Berufung möglich. Von Hans Andrej

© Hoffmann
 

Etappensieg für die von der Anlage des Weingartens massiv betroffenen Anrainer in der Thalstraße. Bei jedem Regen kamen bekanntlich Schlamm und Geröll vom Weingarten ins Tal. Die Bürgerinitiative forderte eine Wiederbewaldung des Areals, die von der Grazer Bau- und Anlagenbehörde gestern tatsächlich per Bescheid vorgeschrieben wurde. Der Weingartenbesitzer, Hubert Auer, kann allerdings gegen diesen Bescheid berufen. Dann muss das Land Steiermark in zweiter Instanz entscheiden.

Die Anrainer und auch viele andere Grazer, die öfter zur Ruine Gösting spazierten, wehrten sich schon lange massiv gegen die Errichtung dieses Weingartens. Auch die Grazer Baubehörde konnte sich lange nicht zur Bewilligung durchringen. Zu lange. Denn Auer ging in die nächste Instanz zum Land und bekam dort die Rodungsbewilligung. Im heurigen Frühjahr wurde dann die Rodung durchgeführt.

Negatives Gutachten

Offen ist allerdings noch die naturschutzrechtliche Bewilligung, da ein negatives Gutachten des Grazer Naturschutzbeauftragten Wolfgang Windisch vorliegt. Hier konnte sich die Grazer Naturschutzbehörde noch zu keiner Entscheidung durchringen. Deshalb musste auch das Wiederaufforstungsverfahren in die Wege geleitet werden.

Der starke Regen Anfang Mai hatte schwerwiegende Folgen. Schlamm und Geröll wälzten sich von der gerodeten Fläche ins Tal. Ein Wohnhaus musste sogar vorübergehend evakuiert werden. Von der Stadt Graz vorgeschriebene Maßnahmen wurden zwar durchgeführt, bei jedem stärkeren Niederschlag rollten aber wieder Geröll und Schlamm ins Tal. Deswegen bestand Handlungsbedarf.

Man kann gespannt sein, wie das Bewilligungsverfahren jetzt weitergeht.

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