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Abgeschnittener Ortsteil

Raach wünscht sich S-Bahn

Raach wünscht sich S-Bahn-Station und wird sogar politisch unterstützt. Leider vergeblich.

© Kanizaj
 

Leicht haben es die Raacher sicher nicht. Der Ortsteil von Gösting zählt 420 Bewohner und wird nur sporadisch von einem Bus angefahren. Jetzt hat KPÖ-Politiker Christian Sikora den Gemeinderat darüber informiert, dass Raach sich eine S-Bahn-Station wünscht.

"Eine Gruppe Raacher ist an mich herangetreten und ich bringe das Thema auch beim nächsten Verkehrsausschuss vor, denn die Menschen dort fühlen sich vernachlässigt", sagt er.

Der Wunsch nach besserer Verkehrsanbindung ist alt. Göstings Bezirksvorsteher Martin Winkelbauer kennt das Problem seit vielen Jahren. "Raach wird als Stiefkind von Graz behandelt. Seit Jahren kämpft der Ort dagegen an, so abgeschnitten zu sein."

Der Göstinger Ortsteil besteht vor allem aus Einfamilienhäusern, eine Volksschule befindet sich im Ort sowie ein Wirtshaus, das laut Winkelbauer "nicht immer geöffnet hat". Josef Sattler, der als Justizwachebeamter in Graz arbeitet und seit 17 Jahren in Raach wohnt, umschreibt die Situation so: "In der Früh und am Abend fährt ein Bus. Viele wissen nicht einmal, dass es uns gibt. Und wenn, dann glauben viele, wir gehören zu Judendorf-Straßengel."

Gute Nachrichten haben die ÖBB vorerst jedenfalls keine. Laut Sprecher Christoph Posch wird das Kundenpotenzial im Ort als zu gering eingestuft, "das Projekt S-Bahn in Raach wird daher vorerst nicht weiterverfolgt".

ROBERT PREIS

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