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Graz-Wahl

Martina Schröck: Die junge Hoffnung der SPÖ, im Porträt

Mit 97 Prozent der Stimmen führt die Chefin der Grazer Sozialdemokraten Martina Schröck die rote Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl am 25. November an. Die 35-jährige Spitzenkandidatin geht mit der jüngsten Liste die es in Graz je gab ins Rennen.

© KLZ/Hoffmann
 

Als rote Hoffnungsträgerin ist Schröcks Wahlziel klar: Ein Plus - also mehr als bei der letzten Gemeinderatswahl mit 19,78 Prozent. Der Spitzenkandidatin und ihrem jungen Team werden gute Chancen auf Platz zwei zugesprochen. Mit einer Radikalverjüngung will sie den Grazer-Roten wieder Leben einhauchen.

Martina Schröck wurde 1977 in Bruck an der Mur geboren, verbrachte dort auch ihre Kindheit und wechselte mit dem Studium nach Graz. Schon in jungen Jahren öffneten sich für sie die Türen in die Politik. Die Jungpolitikerin ist seit ihrem 16. Lebensjahr in der SPÖ tätig. Ihren politischen Einstieg hatte Schröck bei der AKS und als Jugend-Landesvorsitzende und Stellvertretende Bundesvorsitzende der Sozialistischen Jugend.
Innerhalb kürzester Zeit machte die studierte Soziologin gute Figur, als es darum ging, die verschiedenen Fraktionen an einen Tisch zu bringen und wichtige Novellen im Behinderten- und Sozialbereich zu verhandeln. Ein Thema, das der Sozialdemokratin besonders am Herzen liegt, wie man auch ihrer Dissertation "Das Selbstbild von Menschen mit geistiger Behinderung" entnehmen kann.

Bevor Schröck in die Politik einstieg, bewies sie sich als Personal- und Organisationsentwicklerin der Volkshilfe Steiermark. Von 2005 bis 2010 war sie schließlich Abgeordnete im steiermärkischen Landtag, Vorsitzende des Ausschusses für Soziales und Sozialsprecherin des SPÖ Landtagsklubs. Im September 2010 wurde sie als Nachfolgerin von Elke Edlinger Stadträtin für Soziales, Frauen und SeniorInnen.

Sie ist Mitglied des SPÖ-Landesparteipräsidiums und des Landesparteivorstandes und seit September 2011 geschäftsführende Vorsitzende der Grazer SPÖ. Im Jänner 2012 wurde Schröck mit 95,2 Prozent der Delegiertenstimmen auch offiziell zur Vorsitzenden der Grazer SPÖ gewählt. Dazu ist sie auch Vorsitzende der Grazer SPÖ-Frauen.

Ihre Befürworter schätzen besonders ihren Mut zur Veränderung, ihre Spontaneität und Dynamik. Kritische Stimmen hinterfragen wie viel Veränderung die Grazer Sozialdemokraten zulassen und ob eine Radikalverjüngung das Richtige für die Stadt ist. Schröck ist die siebente Chefin der Roten seit 2008 und hat gute Karten für Platz zwei. Sie geht mit neuen, unverbrauchten und teilweise unbekannten Gesichtern ins Rennen.
Zu neuen Kandidaten gesellen sich auch neue Ideen. Schröck fordert utner anderem 10.000 gratis Nachhilfestunden für finanziell schwache Familien, 500 weitere Lehrestellen und Mikrokredite für Kleinstunternehmer. Arbeit und soziales liegen der Frontdame der Grazer Sozialdemokraten besonders am Herzen.

Die Politik ist Schröck auch privat nicht fremd - sie ist verheiratet mit Manfred Wegscheider, Sohn des Landtagspräsidenten, vormals Bürgermeister der Stadt Kapfenberg.

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