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Zwei Wortwelt-Reisende

Rotahorn-Preise für Valerie Fritsch und Fabjan Hafner.

© JASMIN SCHULLER
 

GRAZ. Es ist doch immer wieder schön, wenn spontane Ideen, vor allem im Bereich der Literaturförderung, Serien-Charakter erhalten. Vor vier Jahren initiierte Hans Roth, kunstsinniger Aufsichtsratsvorsitzender der Firma Saubermacher, dem damaligen Jubilar Alfred Kolleritsch zu Ehren den "rotahorn"-Literaturpreis, der eigentlich nur einmal verliehen werden sollte. Gesagt, aber anders getan, gut und fein so.

Denn gestern kürte eine vierköpfige Jury (Alfred Kolleritsch, Barbara Frischmuth, Reinhard P. Gruber und Werner Krause) bereits die vierten Preisträgerinnen und Preisträger, deren Schaffen (dies ist die einzige Auflage, eng mit der Literaturzeitschrift "manuskripte" verbunden ist. Die Entscheidung fiel nach Jury-Angaben sehr, sehr rasch und einhellig.

Der Preis, dotiert mit 3000 Euro, geht an die enorm wandlungsfähige Grazer Literatin Valerie Fritsch (25), laut Begründung eine "große Sprach- und Welterforscherin" zugleich. Bekanntlich wechselte Valerie Fritsch zum Suhrkamp-Verlag, wo im nächsten Jahr ihn neuer Roman erscheinen wird. Die zweite Auszeichnung, dotiert mit 2000 Euro, wurde dem Kärntner Fabjan Hafner (48) zuerkannt. Er ist nicht nur einer der besten und behutsamsten Übersetzer des Landes, er ist auch ein herausragender Lyriker, der, so die Jury, immer wieder auch Worte in einprägsame Sprachbilder umsetzt.

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