„You are the sun, you are the only one“ – das könnte für viele das Motto für das Augartenfest sein, das am Samstag im sonnigen Graz tatsächlich einzigartig ist. Es ist aber auch eine Liedzeile des Indie-Superhits „Rock & Roll Queen“ von der britischen Band „The Subway“, die als Höhepunkt das abendliche Liveprogramm im Park beschließen werden. Der Song hat zwar schon bald 20 Jahre am Buckel hat, die Band hat aber frisches Liedgut aus dem Album „Uncertain Joys“ im Gepäck. Auch bei der 44. Auflage des Augartenfestes werden wieder Tausende Besucher erwartet.

Zu hören bekommen sie einen bunten Mix auf zwei Bühnen. Auf der Indie-Bühne, kuratiert von Radio Soundportal, heizen neben The Subways (21 Uhr) auch Mola, Leftovers und andere ein; auf der volkstümlichen Bühne sorgen ab 11 Uhr die Steirerkanonen und später Alpenyetis, Rock Boxxxx und weitere für Stimmung. Und das alles bei freiem Eintritt. Dazu gibt es Standl mit Essen, Trinken, Mode und Kinderprogramm.

Augartenfest und Jugo Fešta als kommunizierende Gefäße

Das Augartenfest wird traditionell von der SPÖ unterstützt, in einem Wahljahr wird sich auch die Parteispitze sehen lassen – von Bundesparteichef Andreas Babler abwärts, wie die Grazer Klubchefin Daniela Schlüsselberger ankündigt. „Im Freien bei guter Musik und entspannter Atmosphäre zusammensitzen – und alle können dabei sein, ohne dass durch teure Ticketpreise Leute ausgeschlossen werden. Darum geht es.“

Derselbe Grundsatz gilt auch wenige Hundert Meter weiter im Volkshaus der KPÖ, die zum siebenten Mal zum Yugo Fešta lädt. „Das ist weder abgesprochen noch eine Konkurrenz, die beiden Feste sind vielmehr kommunizierende Gefäße“, schmunzelt Geidorfs Bezirksvorsteher Hanno Wisiak in koalitionärer Eintracht. Tatsächlich fielen die Feste auch in den vergangenen beiden Jahren auf den selben Tag und viele spazierten über den Augartensteg zum Volkshaus und retour.

Balkan-Rock im Volkhaus

Beim Yugo Fešta steht alles im Zeichen des ehemaligen Jugoslawiens, auch das Musikprogramm. Der bekannteste Act ist Darko Rundek, Kopf der in Jugoslawien legendären Band Haustor. Seit 1991 lebt er in Frankreich und ist mittlerweile Solo unterwegs. „Die Idee zum Fest hatten Leute in und um die KPÖ, die aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen“, so Wisiak. „Und nachdem wir bekannt sind für gute Feste, ist das Jugo Fešta entstanden.“ Die KPÖ-Funktionäre schlüpfen dabei wieder in unterschiedliche Rollen, nicht nur Bürgermeisterin Elke Kahr steht traditionell hinter der Bar und schenkt aus.

Neutorgasse: Die Party geht auch am Samstag weiter

Nach eineinhalb Jahren Bauzeit ist die Neutorgasse ab Montag wieder geöffnet, am Freitag und Samstag davor wird das groß gefeiert – mit den Betrieben des Neutorviertels, mit viel Kinderprogramm, Autogrammstunden, gratis Eis, Kulinarik und bunten Einlagen von La Strada.

Platzl‘n am Kaiser-Josef-Platz

Am Marktplatz, der ja auch abends immer beliebter geworden ist, geht die monatliche Reihe „Platzl‘n“ in eine neue Runde. Mit dabei sind am Samstag ab 20 Uhr das DJ Trio „United Disco“ und die Swing-Tänzer von The Lindy Cats.

Graz-Umgebung: Hoffest, Strawanzen, Aufbartholomäern

Schon am Freitagabend locken drei Bands zum Hoffest bei Erblehner in Frohnleiten: Fuzzmann & The Singing Rebels, Fraeulein Astrid und das Duo Selbstgedanke. Los geht es ab 18 Uhr.

Traditionell mit einer ordentlichen Spur Wehmut wird es in Gössendorf beim ersten Teil von „Strawanzen“, das am Samstag im Rüsthaus bei der Freiwilligen Feuerwehr stattfindet. Beim Fest wird man ab 18 Uhr die gemeinsame Erinnerung an einen viel zu früh verstorbenen Kameraden hochleben lassen. „Wir wollen dennoch feiern, nämlich unseren Markus, so wie er war“, heißt es bei der Freiwilligen Feuerwehr Gössendorf. Diesen Samstag wird allerdings auf die Disco verzichtet, beim zweiten Strawanzen-Teil am 20. Juli wird sie es aber in gewohnter Form geben.

Ebenso traditionell geht es am Sonntag in Sankt Bartholomä ab 11 Uhr beim Aufbartholomäern zu. Bereits zum 15. Mal wird dieses Fest gefeiert, ein musikalischer Höhepunkt sind Robert Zupan und seine Oberkrainer. Dazu gibt es Kunsthandwerk aus der Region, Kinderanimation, einen Klima-Infostand und vieles mehr.