Zivilgericht GrazGatte starb: Schadenersatz für Witwe

Steirer erlitt bei Hausarzt Herzinfarkt mit Herzstillstand, starb wenige Tage später. Mediziner muss jetzt 67.600 Euro Zahlen.

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Der Fall sorgte bei Bekanntwerden für Schlagzeilen: Im Sommer 2015 ging ein damals 57-jährigen wegen Beschwerden zu seinem Hausarzt. Dort erlitt der Obersteirer im Untersuchungszimmer einen Herzinfarkt mit Herzstillstand.

Im Krankenhaus wurde der 57-Jährige noch operiert, doch er wachte nicht mehr auf: Sein Gehirn war massiv in Mitleidenschaft gezogen worden. „Konkret wegen einer Unterversorgung mit Sauerstoff“, wie Rechtsanwältin Karin Prutsch schon damals erklärte. Die Witwe warf dem Hausarzt vor, unzureichende Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt zu haben.
Die Staatsanwaltschaft stellte den Fall ein, dem Mediziner ist also strafrechtlich nichts vorzuwerfen.


Das Verfahren lief allerdings am Zivilgericht weiter. Jetzt wurden der Witwe 67.600 Euro Schmerzensgeld zuerkannt, wie Anwältin Prutsch gestern bestätigte.

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