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Gesäuse

Felssturz im Gesäuse: Drei Wanderer eingeschlossen

Drei junge Bergsteiger waren auf dem Peterssteig unterwegs und wurden Zeugen des massiven Absturzes. Weil sie weder vor noch zurück konnten, wurden sie mit dem Polizeihubschrauber gerettet.

© Thomas Stanzer
 

Am Mittwochnachmittag lösten sich im Gesäuse massiv Felsmassen und stürzten mindestens 900 Meter zu Tal. Der Felssturz fand im Bereich des sogenannten Dachlgrates, zwischen dem Gipfel des Hochtores (2369) und der Roßkuppeauf einer Seehöhe von ca 2150 Meter statt. Der Felssturz hatte an der Abbruchstelle ein Ausmaß von ca 100 Meter im Durchmesser. Der Lärm konnte bis ins Tal gehört, der Staub bis ins Tal gesehen werden.

Zum Zeitpunkt des Felssturzes befanden sich drei junge Bergsteiger auf dem sogenannten „Peternpfad“ (1+) auf einer Seehöhe von ca 1850 Meter im Aufstieg zur Peternscharte. Sie wurden unmittelbar Zeugen des Felssturzes. Aufgrund der Heftigkeit des Abbruches sahen sich die Bergsteiger nicht mehr in der Lage, ihren Aufstieg auf dem markierten Weg fortzusetzen. Weil der Aufstiegsweg in weiten Strecke durch den Felssturz verlegt war, konnten sie auch nicht mehr zurück in das Tal zum Haindlkar absteigen. Sie alarmierten die Rettungkräfte zur Bergung.

Per Hubschrauber ausgeflogen

Die unverletzten, aber geschockten Bergsteiger wurde vom Polizei-Hubschrauber der Flugeinsatzstelle Graz mittels Seil aus der Wand geborgen und auf die Haindlkarhütte verbracht.

Über die BH Liezen, Katastrophenschutz, wurde eine geologische Begutachtung eingeleitet. Der markierte Anstieg vom Haindlkar über den Peternpfad zur Peternscharte wurde vorerst wegen Gefahr im Verzug gesperrt und eine Nachsuche von Bergrettungsdienst und Alpinpolizei im Zustiegsbereich von der Haindlkarhütte und Haindlkar durchgeführt. An dem Einsatz waren 10 Mitglieder des Bergrettungsdienstes Gesäuse, zwei Mitglieder der Alpinpolizei Liezen und ein BMI-Hubschrauber beteiligt.

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