Nach Explosion

Feuer in Altenmarkt unter Kontrolle

Am Sonntagnachmittag scheint das Feuer in Altenmarkt bei Sankt Gallen endlich unter Kontrolle zu sein. Seit Samstag Früh hatte es nach einer Explosion Hunderte Einsatzkräfte in Atem gehalten. Ein Mitarbeiter wurde schwer verletzt.

Der Brand war Samstagfrüh ausgebrochen
Der Brand war Samstagfrüh ausgebrochen © BFV LIEZEN / Schlüßlmayr
 

Der Brand nach einer Explosion in einer Produktionshalle eines Autoteile-Herstellers im steirischen Altenmarkt bei St. Gallen konnte am Sonntagnachmittag offenbar endlich unter Kontrolle gebracht werden. Brandwachen sind aber weiterhin im Einsatz.

Die Löscharbeiten hatten sich schwierig gestaltet, weil auch schwer zu löschendes Magnesium gebrannt hatte. Immer wieder waren zudem neue Brandherde aufgeflammt.

Das Feuer war gegen 8.00 Uhr am Samstag ausgebrochen, bis zu 300 Feuerwehrleute von 37 Wehren aus den steirischen Bezirken Liezen und Leoben sowie aus dem Nachbarbundesland Oberösterreich standen im Einsatz. Da Metallbrände spezielle Löschmittel erfordern, waren am Samstag rund 1,7 Tonnen Metallbrandpulver sowie Löschsand von der Berufsfeuerwehr Linz, der Freiwilligen Feuerwehr Kirchdorf an der Krems und der Betriebsfeuerwehr BMW-Motoren GesmbH Steyr zum Einsatzort gebracht worden, berichtet die APA.

Altenmarkt bei St. Gallen: Großbrand nach Explosion in Firma

Gegen 8 Uhr früh explodierte in den Werkshallen der Georg Fischer KG eine Maschine.

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Das Feuer breitete sich rasch auf drei Hallen aus. Eine der Hallen stürzte ein.

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Ein 19-jähriger Arbeiter wurde bei der Explosion schwer verletzt, ein 42-jähriger Arbeiter leicht. Auch ein Feurewehrmann erlitt während der Löscharbeiten leichte Verletzungen.

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Rund 300 Feuerwehrleute aus 27 Wehren waren an den Löscharbeiten beteiligt.

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Weitere Einsatzfotos.

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Drei Personen verletzt

Zwei Mitarbeiter wurden verletzt, ein 19-jähriger Mann erlitt schwere Verbrennungen und wurde mit dem Rettungshubschrauber in das Unfallkrankenhaus Linz gebracht. Lebensgefahr bestand keine. Ein 42-jähriger Arbeiter und auch ein Feuerwehrmann wurden am Samstag mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen in das LKH Steyr eingeliefert.

Altenmarkt: Schwer löschbares Magnesium brennt

Altenmarkt: Schwer löschbares Magnesium brennt

Die genaue Brandursache kann erst ermittelt werden, wenn das Feuer gänzlich gelöscht ist. Beamte des Landeskriminalamtes sind am Sonntag am Einsatzort.

Wie groß der Schaden sei und wann man die Produktion wieder aufnehmen könne, lasse sich noch nicht sagen, sagte der Prokurist des Betriebes, Mansuet Grasser, auf Anfrage der Kleinen Zeitung. Auch die Ursache der Explosion und des Brandes ist noch Gegenstand von Ermittlungen.

Fakten

Die Firma stellt Gussteile aus Aluminium- und Magnesiumdruckguss für die Automobilindustrie im Bereich Pkw her. Zu den Aluminiumbauteilen gehören unter anderem Ölwannen sowie Zylinderkopfhauben. An Magnesiumbauteilen werden unter anderem Türinnenteile, Konsolen und Verdeckteile hergestellt. Das Unternehmen beschäftigt laut Homepage rund 600 Mitarbeiter und gehört zur international tätigen Schweizer GF Automotive AG.