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Steirer des Tages

Er will die Berge versetzen, nicht nur erklimmen

Jürgen Reinmüller unterstützt mit dem Verein "Kenial" Kinder. Ein Projekt, das unter Bergsportlern nun große Wellen schlägt. Von Maria Schaunitzer

Jürgen Reinmüller
Jürgen Reinmüller © KK
 

Wie so oft beginnt etwas Großes mit einem kurzen Gedanken, einem simplen Gespräch: Bei einem Rückflug von einer Kletterreise in Kenia unterhielten sich der Admonter Bergführer Jürgen Reinmüller und seine Kletterpartnerin Anke Johannssen darüber, dass es doch schön wäre, den Menschen dort etwas zurückzugeben. „Wir nutzen die sagenhaften Landschaften, Infrastrukturen, freuen uns über die Gastfreundschaft und sind immer bestens ausgerüstet, dabei haben die Einheimischen oft nur das Notwendigste zum Leben. Darum wollten wir nicht mehr mit leeren Händen kommen“, erklärt Reinmüller, Leiter einer Alpinschule. Viele Berge hat der Autor eines Kletterführers fürs Gesäuse schon bestiegen, nun wollte er neue Seilschaften bilden um anderen einen Aufstieg zu erleichtern.

Zur Person

Jürgen Reinmüller, geboren am 10. 12. 1982 in Leoben.

 


Der Admonter ist Leiter der Alpinschule Alpinstil, Bergführer, Sachverständiger für Bergrettung und Lawinen.

 


2014 gründete er gemeinsam mit Anke Johannssen den Verein „Kenial“.
Mehr Infos und Spendenkonto
unter www.kenial.de


Und so wurde aus dem kurzen Gedanken der Verein „Kenial“, der Bergsportler dazu ermutigen soll, bei ihren Reisen Hilfsgüter mitzubringen. Dabei wird die Organisation vom Verein übernommen, die Spendengüter werden von den Sportlern selbst übergeben. „Das Projekt ist gut angelaufen“, freut sich Reinmüller. Im Dezember konnte der Bergführer 116 Aidswaisen, die am Fuße des Mount Kenya leben, mit Jacken, Regenhosen und Rucksäcken versorgen. Alles dringend benötige Güter, schließlich regnet es dort knapp 200 Tage im Jahr.

Jürgen Reinmüller klettert mit Hilfsprojekt auch in die Herzen der Kinder
Jürgen Reinmüller klettert mit Hilfsprojekt auch in die Herzen der Kinder Foto © KK

 

„Der Aufwand dafür war enorm. Angefangen von der Sponsorensuche, bis hin zur Transportlogistik. Aber es hat sich gelohnt. Allein die Freude der Kinder entschädigt für alles“, ist sich Reinmüller sicher. Und davon sind nun immer mehr Sportler überzeugt. Das Projekt schlägt Wellen und versetzt damit Berge. Manchmal benötigt es dazu eben nur ein simples Gespräch.

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