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Lassingtal

Steiermark rittert um Titel Weltnaturerbe

Das nahezu unberührte Lassingtal (Wildalpen, Liezen) wird von der Regierung zum Wildnisgebiet erklärt. 2016 soll dieser Urwald zum ersten Weltnaturerbe Österreichs zählen. Von Thomas Rossacher

Die Salza bei Wildalpen.
Die Salza bei Wildalpen. © Land Steiermark/Gerolf Forster
 

Gehen zwei Landesräte in den Urwald - Fazit: Neben Niederösterreich (Wildnisgebiet Dürrenstein) und Oberösterreich (Nationalpark Kalkalpen) drängt auch die Steiermark mit dem Lassingtal auf die UNESCO-Weltnaturerbe-Liste. Denn der einmalige Waldkomplex ist zum letzten Urwald in Mitteleuropa zu zählen - und zu schützen. Die entsprechende Erklärung (Wildnisgebiet Lassingtal)  haben Umweltlandesrat Jörg Leichtfried (SPÖ) und Nachhaltigkeitsreferent Hans Seitinger (ÖVP) vorbereitet, am Donnerstag wird sie von der Landesregierung beschlossen. 

Das ist die Voraussetzung, um den Richtlinien der "International Union for Conservation of Nature and Natural Resources" zu genügen und in weiterer Folge zum Weltnaturerbe zu zählen. Gemeinsam mit dem angrenzenden Wildnisgebiet Dürrenstein kann so "grenzübergreifend ein kostbares Naturerbe für die Zukunft bewahrt werden", heißt es in der Begründung. Im Februar 2016 soll die Nominierung durch die Vereinten Nationen erfolgen.

Seitinger und Leichtfried mit einem Foto des Urwalds.
Seitinger und Leichtfried mit einem Foto des Urwalds. Foto © Land Stmk

Ein Zankapfel war bis zuletzt die Entschädigung an die Österreichischen Bundesforste, dem Eigentümer des Naturjuwels. In der Steiermark geht man von 250.000 Euro im Jahr aus; die Bundesforste sind damit freilich nicht zufrieden. Nun soll das Verfahren Klarheit schaffen. 

Leichtfried ist aber zuversichtlich: "Das Ökosystem der Wälder des steirischen Lassingtals ist faszinierend, ja mutet fast zauberhaft an. Als Politik haben wir den Auftrag, dieses Erbe der Natur für die künftigen Generationen zu sichern." Obendrein besteht "die Chance, das erste UNESCO-Naturerbe Österreichs in die Steiermark zu holen."

Auch Seitinger "stimmt diesem Naturschutzprojekt gerne zu. Ich erhoffe mir dadurch auch eine touristische Initialzündung". Andererseits wäre es eine entsprechende Anerkennung der Naturschutzleistungen der Steiermark.

Unberührter Wald.
Unberührter Wald. Foto © Land/Forster

 

 

Kommentare (2)

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alfons3
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Fotos der beiden Politiker...

finde ich toll.
Besonders das von Hrn. Seitinger, der einmal ohne vollem Mund und/oder Weinglase in der Hand anzutreffen war.
Auch die Kernölverkostung hat er ohne Patzer überstanden. Eigentlich schade

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Lebenundlassen
0
5
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Natur schützen

Diese Initiative der beiden Landesräte ist voll zu begrüßen. Die unberührte Natur ist ein unbezahlbarer Rohstoff unseres Landes und muss für unsere Kinder erhalten werden.

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