Köpfe des JahresDie Kultur ist für sie eine echte Herzensangelegenheit

Chorgesang, irische Klänge, Theater mit Tradition, eine ausgezeichnete Kuratorin und ein Maler mit großem Herzen stehen zur Wahl.

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Desmond Doyle, Anton Scherer, der PaltenKlangChor, Helmuth Ploschnitznigg und Ulrike Vonbank-Schedler (von links oben im Uhrzeigersinn)
Desmond Doyle, Anton Scherer, der PaltenKlangChor, Helmuth Ploschnitznigg und Ulrike Vonbank-Schedler (von links oben im Uhrzeigersinn) © ALEXANDER SPITZER; KK; FRED LINDMOSER; SARAH RUCKHOFER (2)
 

Sie kommen aus der Region zwischen Pürgg und Gaishorn beziehungsweise St. Gallen, sind 15 bis 82 Jahre alt, begeistern bei ihren Konzerten hunderte Zuhörer und „sind echt hart im Nehmen“, wie es Leiter Lukas Hasler ausdrückt: die 34 Mitglieder des PaltenKlang-Chors. Aus der Taufe gehoben wurde er 2015 von zwölf Mitgliedern der aufgelösten Sängerrunde Palten, das Hauptaugenmerk des weitum bekannten Chors liegt auf klassischen Stücken. Geprobt wird sonntags, steht ein großes Konzert an, freilich auch öfter. Oder überhaupt ein ganzes Wochenende lang: „Wir haben einmal eine Probesession gehabt, da waren 17 Stunden Vollgas angesagt“, schmunzelt der Chorleiter.

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Eine steirisch-irische Partnerschaft

Clonmel. Lange ist her, dass der irische Ortsname erstmals auf der obersteirischen Landkarte auftauchte. Vor Jahrzehnten schlug Desmond Doyle im Bezirk Leoben seine familiären Zelte auf. Der Tausendsassa brachte mehr als nur einen kleinen Hauch von der Grünen Insel in die Region. So ist Clonmel – sein Geburtsort – seit mehr als 20 Jahren Partnerstadt von Trofaiach. Der Austausch ist seither rege. Doyle ist ein Brückenbauer zwischen Nationen und Kulturen. Als Musiker war und ist er mit der bekannten Gruppe „Okemah“, aber auch solo weithin bekannt geworden. Und als Kulturvermittler ist er mit dem Verein „Art Mine“ in der Simon Mühle in Trofaiach höchst aktiv – und bespielt das historische Gemäuer mit Ausstellungen, Lesungen, Konzerten und vielem mehr. Für den kreativen Nachwuchs hat Doyle mehr als nur ein offenes Ohr: Er ist auch stets helfende Hand, tolle Initiativen aus der Taufe zu heben.

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Stolz auf den eigenen Stadl

Als tolle Initiative gilt auch die Theatergemeinschaft in Mariazell, die auf eine knapp 40-jährige Geschichte zurückblicken kann. Wurden in der Anfangszeit ausschließlich Volksstücke zur Aufführung gebracht, so hat sich das Repertoire über die Jahre hinweg deutlich ausgeweitet. Als besonders Highlight gilt etwa das Jahr 2008, als mit „Der Watzmann ruft“ erstmals ein Theaterstück auf der Mariazeller Bürgeralpe aufgeführt wurde und 2000 Besucher anlocken konnte. „Auch in den letzten drei Jahren hat sich einiges getan“, sagt Gründungsvater Anton Scherer. So finden – wenn nicht gerade die Pandemie die Regeln vorgibt – vermehrt Kabarettvorstellungen und Lesungen statt, um den Stadl der Theatergemeinschaft zusätzlich zu beleben. Der Stadl, so Scherer, spielt schließlich eine ganz wesentliche Rolle: „Wir haben da ein eigenes Zuhause mit der entsprechenden Technik, können uns dort entfalten und uns als Gemeinschaft weiterentwickeln“.

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Ihre Handschrift ist unverkennbar

Für Kultur am Land setzt sich Ulrike Vonbank-Schedler ein. Die gebürtige Vorarlbergerin lebt seit 1991 als Kuratorin und Künstlerin im Bezirk Murau, zahlreiche Initiativen tragen ihre Handschrift. Etwa das „Artists in Residence“-Programm „Hotel Pupik“, das jährlich internationale Künstler in den Bezirk bringt. Auch die partizipativen Projekte „Stubenrein“, „MurauerInnen“ und „Murau strickt“ gehen auf Vonbank-Schedlers Bemühen zurück. Heuer wurde sie dafür mit dem renommierten Hanns-Koren-Kulturpreis ausgezeichnet.

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Kulturell und sozial aktiv

Sein soziales Wirken ist weit über die Grenzen der Steiermark hinaus bekannt, seine Kunst findet sogar international Anklang: Helmuth „Plo“ Ploschnitznigg ist nicht nur Gründer der Behindertenbetreuungseinrichtung Simultania in Judenburg und Ideengeber des „Kunstpreises“ für Menschen mit Beeinträchtigung, er ist auch erfolgreicher Maler. Einzelausstellungen in Europa und Amerika sowie unzählige künstlerische Projekte und Symposien findet man in Ploschnitzniggs Vita.

Nach dem Lockdown ist in Judenburg „Plos“ Schau „Wegbe-Zeichnungen“ zu sehen. Ausgestellt sind Bilder, in denen der Künstler die Coronazeit und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft reflektiert.

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