Vorwürfe gegen neue FührungWirbel um "Asbestskandal" im Abfallwirtschaftsverband Liezen

Die Tochter des entlassenen Geschäftsführers spricht von "schweren Missständen" am Areal des AWV Liezen. Sie stützt sich auf anonym zugespielte Fotos. Das Land fand bei mehreren Kontrollen "keine Mängel", beim AWV spricht man von einer "Schmutzkübelkampagne".

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Die Vorgänge rund um den AWV Liezen (hier der Eingangsbereich) beschäftigen die Staatsanwaltschaft © Veronika Höflehner
 

Die Causa Abfallwirtschaftsverband (AWV) Liezen ist um ein Kapitel reicher: Der Kreis rund um den entlassenen AWV-Geschäftsführer bläst erneut zum Gegenangriff. So hat dessen Tochter und Geschäftsführerin des örtlichen Abfallunternehmens - gegen beide ermittelt die Staatsanwaltschaft - die leitenden Persönlichkeiten des AWV Liezen angezeigt. Der Grund: Es gäbe es in Liezen "schwere Missstände bei der Lagerung des Mülls", sie spricht wortwörtlich von einem "Asbestskandal".

Kommentare (3)
EK65
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Unvorstellbar

Ich entsorge seit Jahren meine Abfälle beim Entrümpeln auf der Deponie in Liezen. Dabei sind mir im heurigen Sommer auch zum ersten Mal Ölspuren auf dem Asphalt aufgefallen. Diese sind dann sogar an meinen Schuhsohlen geklebt und haben mein Fahrzeug verunreinigt. Ich denke nicht, dass das normal ist?!
Meine Nachbarin hat mir mitgeteilt, dass es 2 Wochen später auch noch so war.
Die Bilder in der Zeitung zeigen jedenfalls nicht das Bild, das über den ganzen Sommer hinweg geherrscht hat und es scheint, als wurde hier natürlich zusammen geräumt in letzter Zeit für Behördenbesuche.
Sind Asbeste nicht gefährlich für die Lunge?! Wie kann man sagen dass hier keine Gefahr besteht?

All diese Verbände werden durch unsere Steuergelder und Abgaben finanziert.... es kann nicht sein, dass es zu viel verlangt ist, dass zumindest die Arbeit ordnungsgemäß und umweltgerecht durchgeführt wird?!

GüPlo
2
1
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Abteilung beim Land objektiv?

Sehr geehrte Leser und Redaktion!
Ich möchte mich nach Ihrem Artikel ebenfalls zu Wort melden. Als Anrainer in der näheren Umgebung der Deponie bin ich rund um die Vorgänge beim AWV Liezen sehr besorgt. Diese Missstände sind vor einiger Zeit bereits mehreren Personen aufgefallen und was in dem Zusammenhang auch von Journalisten und der Öffentlichkeit geprüft werden sollte, ist die Tatsache dass gegen die Abteilung 13 beim Land - wie man aus Medienberichten weiß - auch wegen Amtsmissbrauch um Umweltverfahren ermittelt wird. Es wäre hier zu hinterfragen, ob sich diese Abteilung in diesem Fall ein unabhängig objektives Bild gemacht hat oder ob auch hier politische Kontakte eine Rolle gespielt haben könnten. Bei einem vergleichbaren Fall vor 3 Jahren auf einer privat geführten Deponie in der Steiermark hat man jedenfalls anders reagiert was zu einer massiven Benachrichtigung von privaten Deponiebetreibern und Entsorgern führt. Hier stinkt sicher mehreres, aber selbst wenn es ein politisches Thema ist – wenn jemand entlassen wird, wo man zumindest Umweltmissstände dieser Art 25 Jahre lang nicht gesehen hat - sollte man es doch selber dann besser machen. Von „Ordnungsgemäß“ kann bei nicht abgedeckten Asbestabfällen jedenfalls nicht die Rede sein.

Edlwer
13
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Hr. Moser ist ehemaliger Banker....

.... ohne jeden praktischen Hausverstand!
Da geht es nur um das Geldverdienen und Posten absichern, ein Politiker der 2000er, wo sich viel unter der Hand regeln lässt.
Wer in Landl hinschaut wies läuft wird mich bestätigt sehen.

Und in der Müllwirtschaft ist er nun genau richtig. Da lässt sich mit ein bischen was unter der Hand viel viel Geld verdienen.

Liezen goes Gröschitztal!!!!