Luft, Licht und BodenBau von 130 Wohnungen lässt Anrainer in Liezen um Lebensqualität fürchten

Im Süden von Liezen entstehen 130 neue Wohnungen. Die direkten Anrainer wollen bei der anstehenden Bauverhandlung mehrere konkrete Forderungen einbringen.

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So soll die neue Siedlung im Endausbau aussehen © Bau- und Siedlungsgenossenschaft Rottenmann
 

Die Ansichtsskizze zeigt eine schmucke neue Siedlung im Süden von Liezen. 130 Wohnungen errichtet die Gemeinnützige Rottenmanner Bau- und Siedlungsgenossenschaft  in mehreren Bauabschnitten im Bereich Sonnau im Süden von Liezen. Das wissen natürlich auch die direkten Anrainer Alfred Voiticek und Alois Sturm. „Wir wollen das auch gar nicht verhindern“, erklärt Voiticek. Man habe immer gewusst, dass die restlichen Gründe neben der Zufahrtsstraße Baugründe seien. Aber man bringe in der Bauverhandlung in dieser Woche Forderungen ein, um einer Verschlechterung der Wohnsituation entgegenzuwirken: „Durch die Größe des Bauvorhabens ändert sich ohnehin unsere gesamte derzeitige Wohnsituation.“

Kommentare (2)
beneathome
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Wohnprojekte solcher Größenordnung

stehen naturgemäß im Fokus des öffentlichen Interesses. Wegen der Zersiedelungs- und der Zweitwohnsitzthematik möchten die Projektwerber und die Gemeinden die Genehmigungsverfahren möglichst ohne Aufsehen abwickeln. Das dabei gewisse Bürgerrechte und gar nicht zu reden Nachbarschaftsrechte überfahren werden nimmt man im Eiltempo des Verfahrens oft in Kauf.
Natürlich haben alle Einwohner in Liezen das gleiche Recht auf ein Eigentum. Es ist aber immer abzuwägen, wie hoch der Einsatz dafür sein darf, damit das ganze nicht ein reines Prestige-, bzw. Investorenprojekt wird. Die Innenstadtentwicklung und das nachhaltige Verkehrskonzept sollte dann auch mal sichtlich gestartet werden. Solche Großprojekte gehören kommuniziert. Siehe Reininghausgründe in Graz.

GirlfromNorthcountry
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Plus und Minus

Dieses Wohnprojekt kann man schon positiv sehen. Mit Sicherheit ist es sehr modern und energiearm geplant, außerdem braucht es neuen Wohnraum. Es muss dafür halt neue Grünfläche verwendet werden, ein bekannter Wehmutstropfen. Sollte aber in Zukunft die Umfahrung Liezen kommen, dann liegt diese neue Durchzugsstraße gleich vor der Tür. Hat man an das gedacht, wird man das den Käufern oder Mietern auch mitteilen?