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KommentarWir sind alle Milchmädchen

© kk
 

Wissen Sie, was Arbeitslosenzahlen und Covid-Inzidenzen gemeinsam haben? Beide begleiten uns schon mehr als ein Jahr durch die Corona-Krise, beide waren die meiste Zeit über unerfreulich und bei beiden fehlt einem irgendwie der Durchblick. Wer hat sich nicht schon gewundert, dass trotz hoher Arbeitslosenzahlen viele offene Stellen verzeichnet sind? Und wer blickt schon durch, wenn wegen ein paar Neuinfektionen in einem Ort dort plötzlich die 7-Tage-Inzidenz in schwindelerregende Höhen klettert?
Der Liezener AMS-Chef Helge Röder hat schon recht, wenn er meint, dass der Arbeitsmarkt sich nicht für Milchmädchenrechnungen eigne, weil Angebot und Nachfrage eben nicht immer zusammen passe. Und diese Diagnose lässt sich durchaus auch auf die allermeisten Coronastatistiken anwenden.
In letzter Konsequenz sind wir wohl alle Milchmädchen, wenn es um Details fachspezifischer Statistiken geht. Wie sollte es auch anders sein? Und ob man nun genau weiß, wie sich eine Corona-Inzidenz berechnet, oder nicht ist vollkommen egal, wenn man nicht gerade an höherer Stelle einer Gesundheitsbehörde sitzt.
Die Tendenzen und Trends, die sich aus einer Statistik ergeben, kann man auch ohne Spezialstudium ablesen, und das ist meist ohnehin das Wissenswerteste.

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