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KommentarZweitwohnungsbesitzer nicht verteufeln

Zur Problematik rund um Zweitwohnungsbesitzer und Buy-to-let-Anlangen.

© kk
 

Touristische Regionen wie das Ausseerland dürfen nicht zu viele Zweitwohnsitze zulassen. Ansonsten kippt das Verhältnis: Die Gemeinde muss Infrastruktur für eine Kleinstadt vorhalten, die nur ein paar Wochen im Jahr gebraucht wird.

Kommentare (3)
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Walchers1
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Kurz gedacht

Zweitwohnsitze sind schlecht für die Entwicklung und die Finanzen einer Gemeinde. Welche Vorteile bringt es, wenn Wohnungen nur einen kleinen Bruchteil des Jahres bewohnt werden, und dadurch wertvoller Wohnraum für einen Hauptwohnsitz verloren geht? Im Zuge des Finanzausgleichs bekommen Gemeinden für Zweitwohnsitze weniger Ertragsanteile als für Hauptwohnsitze. Allerdings müssen Wasser und Kanal von der Gemeinde für jeden zu Verfügung gestellt werden. Für viele andere kommunale Leistungen, wie Straßenerhaltung, Kindergärten und Pflichtschulen, Kultur und Sport bekommt die Gemeinde für Zweitwohnsitze nichts. Auch die Gewerbetreibenden machen weniger Umsatz, halten sich ja üblicherweise die Bewohner des Zweitwohnsitzes nur sehr kurze Zeit dort auf. Erschwerend kann noch dazukommen, dass Zweitwohnsitze gar Dritt- oder Viertwohnsitze sind.
Außerdem widersprechen Zweitwohnsitze den Raumordnungsgrundsätzen des Steiermärkischen Raumordnungsgesetzes: sorgsame Verwendung der natürlichen Ressourcen wie Boden, sparsamer Flächenverbrauch, Berücksichtigung von Klimaschutzzielen etc.
Zweitwohnsitze sind auch umweltpolitisch sehr bedenklich hinsichtlich des ökologischen Fußabdrucks, Nachhaltigkeit, Zersiedlung, Bodenversiegelung etc. (Das Argument mit dem 8, 9 oder 10 Dirndl hinkt sehr!)
Zweitwohnsitze sind gesellschaftspolitisch sehr bedenklich, da sie die Wohnkosten für die einheimische Bevölkerung vor allem in Tourismus-Regionen verteuern und in nicht leistbare Höhe treiben können.

Schreihals008
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Bloss nicht nach Aussee...

Ich bin dafür, dass weder Urlauber noch Zweitwohnungsbesitzer noch Tagesgäste jemals wieder nach Aussee fahren. Verkaufts eure Wohnungen den dortigen Bürgermeistern. Die Ausseer sollen unter sich bleiben und ihre Landschaft alleine bestaunen. GsD ist es in vielen anderen Regionen mindestens genauso schön wie bei diesem unfreundlichen Volk.

Edlwer
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etwas kurzsichtig...

... in erster Linie die Urlauber.
Das prominente Zweitwohungsbesitzer auch viel Geld hier lassen ist auch richtig, aber dafür jedem, auch nicht so prominenten die schönste Landschaft des Landes zu opfern, ist doch zu viel!!
Diese sollen sich wie früher in Appartmenthotels einnisten, dann können sie auch die schöne Landschaft viel besser genießen.