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Nach der LawineGetroffenes Ramsauer Hotel will am Dienstag wieder aufsperren

Nur eine Woche nachdem das Ramsauer Hotel Kirchenwirt Pehab von einer Lawine getroffen worden ist, will der Hausherr wieder aufsperren.

Die Schneemassen sind noch zu sehen.
Die Schneemassen sind noch zu sehen. © Bernd Hecke
 

Die Fenster des Speisesaals des Hotes und Restaurants im Ortszentrum von Ramsau sind mit Holzbrettern verbarrikadiert. Immer noch spazieren vereinzelt Schaulustige in der Sonntagssonne um das Haus, um sich ein Bild von der Verwüstung zu machen.

Doch bis auf die verbogene Fluchtstiege, den ausgeräumten und verbarrikadierten Speisesaal und ein paar Scheibtruhen auf der Terrasse ist der Anblick unspektakulär. Man kann sich kaum noch vorstellen, dass hier Tonnen von Schnee durch die Fenster ins Haus eingedrungen sind und die "weiße Pracht" bis zu zwei Meter hoch im Saal aufgetürmt lag.

Bitte richten sie den Bundesheersoldaten, den Bergrettern den Feuerwehrleuten meinen Dank aus

Matthias Prugger, Hotelier
"Bitte richten sie den Bundesheersoldaten, den Bergrettern den Feuerwehrleuten meinen Dank aus", sagt Hausherr Matthias Prugger gleich als erstes im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. Er weiß: "Hätten die hier nicht so rasch aufgeräumt, die Schäden am Gebäude hätten fatal sein können." 60 Mann haben in eineinhalb Tagen klar Schiff gemacht.
Hinterm Haus türmt sich noch der Schnee.
Hinterm Haus türmt sich noch der Schnee. Foto © Bernd Hecke
Der finanzielle Schaden ist freilich auch so beträchtlich - und durch keine Versicherung gedeckt. Lawinen sind als höhere Gehalt ausgenommen. Der Hotelier hofft auf den Katastrophensfonds und aufs Land.

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APA/EXPA/ DOMINIK ANGERER

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... und zwei Beherbergungsbetriebe erfasst. Verletzt wurde dabei niemand.

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Der Betrieb soll jedenfalls rasch wieder aufgenommen werden. Am Dienstag soll der Kirchenwirt wieder aufsperren, sagt Prugger: "Wir haben noch genügend Sitzplätze für die Gäste im Haus." Am Mittwoch werden die neuen Fenster eingebaut, in drei Wochen spätestens soll im betroffenen Saal die gesamte Einrichtung erneuert sein.

Ramsau: Wie es zur Lawine kommen konnte

Und doch hat der Hausherr auch ans Land einen ganz großen Wunsch: "Vor 20 Jahren ist hier schon einmal eine Lawine herunter gedonnert, die auf halbem Weg stehen geblieben ist. Sie hat damals die Reste des Waldes am Fuß des Dachsteins mitgenommen. Seither gibt es da gar keinen Schutz mehr." Damals habe es das Versprechen gegeben, hier eine Lawinenverbauung zu realisieren, die nie gekommen ist. Jetzt wäre es an der Zeit, das umzusetzen, bevor noch einmal so ein Schaden entsteht.

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