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EisenerzNotfallraum kommt ins Tourismusbüro

Bauliche Maßnahmen sollen im Gesundheitszentrum Eisenerz für Notfälle vorsorgen. Für das alte Spital ist die Zukunft weiter offen.

Die Zukunft des ehemaligen Spitals in Eisenerz ist weiterhin offen © Johanna Birnbaum
 

Ein Vorfall im Juli dieses Jahres, wo eine Patientin mittels Feuerwehrleiter vom dritten Stock des Gesundheitszentrums Eisenerz ins Erdgeschoss befördert werden musste, um ins Spital gebracht werden zu können, löste eine Diskussion aus, die auch jetzt, Monate später noch nachhallt.

Im engen Stiegenhaus gab es keine Chance, die Frau liegend zu transportieren und auch der vorhandene Lift war zu klein. Eine Feuerwehrleiter wurde eingesetzt, Zeit verging, und es ging alles gut.
Die Diskussion blieb und – zum Ärger der beiden Ärzte Hannes Bauer und Uwe Bauer-Schartner – auch viele Gerüchte um die Behandlung der Patientin.

Die beiden Ärzte Uwe Bauer-Schartner und Hannes Bauer betreiben das Gesundheitszentrum Eisenerz Foto © Johanna Birnbaum

Bauliche Lösung

Seit Sommer wird nun händeringend nach einer Lösung für das Problem im engen Stiegenhaus gesucht. Eine Liftvergrößerung wurde ins Spiel gebracht. „Ich habe aber gleich gesagt, dass das nicht möglich sein wird, weil es baulich viel zu eng ist. Auch ein Außenlift ist keine ideale Lösung, weil es nur die Halbstockvariante gibt“, erzählt Hannes Bauer. Ein Problem dabei, beide Lifte müssten in Betrieb sein, jener im Steigenhaus und auch der Außenlift.

Eine weitere Möglichkeit wurde gestern Mittag geprüft: Die Einrichtung eines Notfallraumes in den Räumlichkeiten des Tourismusbüros im Erdgeschoß des Gebäudes.

Im derzeitigen Tourismusbüro (rechts unten) soll ein Notfallraum des Gesundheitszentrums, das sich im zweiten und dritten Stock des Gebäudes befindet, eingerichtet werden Foto © Johanna Birnbaum
 

„Die Gespräche waren sehr positiv, und ich muss sagen, dass wir, mein Kollege und ich, sehr glücklich sind, dass der Gesundheitsfonds Steiermark und das Land das auch unterstützen“, so Hannes Bauer. Ende des Jahres könne schon mit der Planung begonnen werden.

 „Es werden große bauliche Maßnahmen erfolgen. Eine Rettungszufahrt soll im Hinterhof eingerichtet werden, und die medizinische Einrichtung samt benötigten Geräten wird für internistische, aber auch chirurgische Notfälle eingerichtet“, so Bauer. Um die 300.000 Euro soll alles kosten. Auch eine weitere Vollzeitstelle einer Diplomierten Gesundheits- und Krankenschwester wurde bewilligt.

Seit Ende Juni ist der ehemalige Spitalsstandort Eisenerz des LKH Hochsteiermark geschlossen Foto © Johanna Birnbaum

Bürgermeisterin Christine Holzweber bestätigt eine Umsiedelung des Tourismusbüros ins Museum oder in die Bücherei. Für das ehemalige Spitalsgebäude gibt es nach wie vor keine Nachnutzung. „Wir prüfen verschiedene Möglichkeiten. Heuer wird nichts mehr entschieden“, so die Auskunft aus dem Büro von Gesundheitslandesrat Christopher Drexler.

Gesundheitszentrum

Wo: Dr. Theodor-Körnerplatz 1, Eisenerz

Ärzte: Hannes Bauer und Uwe Bauer-Schartner

Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwestern (DGKS): Gudrun Franzl, Martina Wabra, Sonja Riegler

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag: 8 bis 18 Uhr, Freitag: 8 bis 17 Uhr

Zusammenarbeit mit Fachärzten und praktischen
Ärzten

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