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Schädlinge im FußballplatzSV Trieben kämpft gegen die Engerlinge

Engerlinge machen dem SV Trieben das Leben schwer: Sie haben sich am Fußballplatz angesiedelt und dem Rasen übel mitgespielt.

Obmann Helmuth Distlinger (links) und Platzwart Herbert Fischlschweiger © Dorit Burgsteiner
 

"Es ist zum Verzweifeln“, sind sich der Obmann des SV Trieben, Helmuth Distlinger, und Platzwart Herbert Fischlschweiger einig. Letzterem sind vor rund zwei Monaten kleine braune Flecken auf dem Fußballplatz in der Paltenstadt aufgefallen. „Er hat schon gesagt, dass er Schädlinge als Ursache vermutet, wir haben ihn aber anfangs vielleicht nicht ernst genug genommen“, sagt Distlinger.

Erst später habe man dann doch eine Begehung des Platzes vorgenommen, was dann zum Vorschein kam, waren haufenweise Engerlinge – von Maikäfern, wie man vermutet. Sie fressen die Wurzeln des Grases, „wir haben ganze Rasenstücke einfach so runterheben können, weil keine Verbindung zur Erde mehr da war“, sagt Fischlschweiger.

Zahlreiche graslose Flecken „zieren“ jetzt den Haupt- und auch den Trainingsplatz, „ein Großteil des Rasens ist gelb, das heißt, dass die Engerlinge auch hier gearbeitet haben“, berichtet der Platzwart.

Die erste Maßnahme, die man ergriffen hat, war ein Anruf bei der auf Sportrasen spezialisierten Firma, die auch die Triebener betreut. „Hier hat man uns nur gesagt, dass man das Problem kennt, aber nicht weiß, wie dem beizukommen ist“, sagt Distlinger. Dafür konnte man in der örtlichen Gärtnerei weiterhelfen. Und zwar mit Nematoden. „Wir haben die Mikroorganismen – in einer kleinen Packung befinden sich davon 50 Millionen – mit Wasser verdünnt und im Bereich der Strafräume ausgebracht. Die Nematoden fressen die Engerlinge, und vermehren sich auch weiter“, sagt Distlinger. Die losen Rasenstücke wurden abgetragen und mit Erde aufgefüllt – immer wieder. „Nach jedem Spiel muss Erde aufgetragen werden, rund 50 40-Liter-Säcke sind bisher verarbeitet worden“, sagt der Platzwart.

Die betroffenen Rasenstücke lassen sich einfach abheben Foto © Dorit Burgsteiner
 

Zwei Stunden an zusätzlicher Arbeit sind so am Tag nach einem Spiel angefallen, zudem „sind auch noch die Krähen gekommen. Sie haben zwar Engerlinge gefressen, aber dabei weitere Grasbüschel ausgerissen“. Der Spielbetrieb sei nicht in Gefahr gewesen, „es ist aber freilich nicht angenehm für die Spieler, wenn sie in die Erde treten“.

In Trieben hofft man nun, dass die bisher ergriffenen Maßnahmen gefruchtet haben, ob das der Fall ist, wird man erst im Frühjahr sehen. Der Schaden, den die Engerlinge bisher angerichtet haben, beläuft sich auf rund 2500 bis 3000 Euro, schätzt der Obmann. „Es gibt den Platz seit Jahrzehnten, aber so etwas war noch nie da“, sagt Fischlschweiger.

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