Ein Jahr nach der KatastropheBerghaus in der Walchen ist wieder aufgebaut

Vor einem Jahr wurde das Berghaus in der Walchen (Öblarn) durch Unwetter zerstört. Am Feiertag wird der Wiederaufbau gefeiert.

Links: So sah das Haus vor einem Jahr aus. Rechts: Das neu aufgebaute Walchen-Haus © AV Öblarn, AV Weichbold
 

Es fehlt nur noch die Haustür, „die wird eine Woche später kommen“. Doch das tut der Freude keinen Abbruch: Mit einer Messe beim „Walchenherrgott“ und einem Tag der offenen Tür wird zu Mariä Himmelfahrt das Berghaus in der Walchen wiedereröffnet. Fast genau ein Jahr nach der Unwetterkatastrophe, bei der das Selbstversorgerhaus des Alpenvereins Anfang August 2017 unterspült worden und eine Seitenfront komplett eingestürzt ist.

Auch wenn es am Anfang nicht so aussah: Das Haus steht wieder. Noch im Herbst war eine Wand aufgezogen worden, es wurde winterfest gemacht und seit dem Frühjahr läuft der Wiederaufbau auf Hochtouren. Wobei man sich mit dem 15. August ein „ehrgeiziges Ziel“ gesteckt habe, gibt Martin Weichbold, Obmann der Alpenvereinssektion Öblarn, gerne zu.

Vor allem hinter den Finanzen hing lange Zeit ein großes Fragezeichen. 300.000 Euro, die müssen erst einmal gestemmt werden. Doch viele trugen dazu bei, dass das Haus gerettet werden konnte: Die Versicherung des Alpenvereins übernahm 52 Prozent der Summe, aus Katastrophen- und Revitalisierungsfonds des Landes kam ein knappes Viertel, 10.000 Euro steuerte Britannia, eine von zwei AV-Auslandssektionen, bei, mehr als 10.000 Euro stellte das Brautpaar, das an jenem Unwetterwochenende in der Walchen heiraten und Taufe feiern wollte, gemeinsam mit der Gemeinde Öblarn auf die Beine.

Und unzählige andere trugen „mit Spenden und Tausenden Stunden ehrenamtlicher Leistungen“ zum Wiederaufbau bei.

Erste Reservierungen

Ab September ist das Berghaus wieder in Betrieb. Den schaukeln nun neue Hüttenwarte: Gert und Mirjana Gruber, „ein junges Öblarner Ehepaar mit zwei Buben“, so Weichbold. Die ersten Reservierungen für September und Oktober gibt es bereits – Silvester ist sogar schon ausgebucht, da rutscht eine große Gruppe dort ins neue Jahr.

Aber jetzt steht einmal das große Fest am Mittwoch ins (Berg-)Haus. Es ist vor allem „für alle jene, die uns unterstützt und mitgeholfen haben, gedacht“, sagt der Obmann – darüber hinaus ist aber jeder willkommen.

Auf jeden Fall mit dabei: die langjährigen Hüttenwarte Martha und Hans Stieg und die Hochzeiter von damals, Miriam und Armin Zehner. Jetzt gibt es für sie doch noch etwas zu feiern in der Walchen.

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