Diese Baustelle ist nicht alltäglichHeißes Trainingslager im Kreisverkehr

Neun angehende Straßenerhaltungs- Fachmänner errichten in Bad Radkersburg einen Kreisverkehr – ein Lokalaugenschein auf einer nicht alltäglichen Baustelle.

Fachkundige Expertentipps gibt es von Partieführer Siegfried Thonegg (re.) © STED/KARNER
 

Die Hitze der letzten Tage war für Baderatten ein Hochgenuss, für jene aber, die draußen im Freien ihre tägliche Arbeit verrichten müssen, war die Hitzewelle alles andere als einfach. Christoph Fellner aus St. Gallen, Lukas Stachl aus Aigen im Ennstal, Joachim Mayerl aus Gössl am Grundlsee, der Ligister Thomas Kölbler und Martin Gissing aus Passail – können davon ein ganz besonderes Lied singen.

Ein fleißiges Quintett

Die fünf jungen Burschen sind angehende Straßenerhaltungsfachmänner im zweiten Lehrjahr. Und als solche sind sie derzeit aktiver Teil der diesjährigen Lehrbaustelle des steirischen Straßenerhaltungsdienstes (STED).

 

Vom Team der Straßenmeisterei Mureck gibt es Unterstützung. Foto © STED/Christian Karner

Einmal im Jahr wird in der Steiermark unter fachkundiger Betreuung eine Baustelle vom Anfang bis zum Ende von Lehrlingen betreut. In diesem Jahr wird die unfallträchtige Kreuzung der L204 mit der L205 im Bereich des Krankenhauses Bad Radkersburg von einem T-Knoten zu einer Minikreisverkehranlage umgebaut.

Begonnen wurde am 23. Juli mit den Arbeiten. Zwei Wochen lang waren bereits ein vierköpfiges Lehrlingsteam in Bad Radkersburg im Einsatz. Vergangenen Montag übernahm dann das anfangs erwähnte Quintett das Werkzeug.

Fachkundige Betreuung aus Mureck

Betreut werden die Lehrlinge von einem Team der Straßenmeisterei Mureck. „Die Burschen sind sehr brav, nur die Hitze macht ihnen halt zu schaffen“, verraten Straßenmeister Josef Leitgeb, Partieführer Siegfried Thonegg sowie dessen Kollegen Herbert Klanfar, Peter Lindner-Dietl und Patrick Pauer mit einem Schmunzeln.

 

Abkühlung bringt das Wasser aus einem Hydranten. Foto © STED/Christian Karner

Aber was bewegt einen jungen Burschen dazu, diesen Beruf zu ergreifen? „Es ist abwechslungsreich und man ist immer in der Natur. Wir möchten nicht den ganzen Tag in einem Büro sitzen“, sind sich die fünf einig. Da kämpft man lieber mit der Hitze. „Kämpfen ist bei diesen Temperaturen noch untertrieben“, sagt Lukas Stachl mit einem schelmischen Augenzwinkern.

Willkommene Erfrischung

Zum Glück gibt es neben der Baustelle einen Hydranten, an dem sich die Burschen regelmäßig abkühlen, um dann wieder erfrischt und motiviert zur Tat zu schreiten. Voller Elan wird gefugt und betoniert, werden Kabel verlegt, Pläne besprochen und in die Natur übertragen und eine Steinstützmauer errichtet.

 

Ein Kreisverkehr aus Lehrlingshand

Karl Lautner, Leiter des STED unterstreicht die Bedeutung solcher Lehrlingsprojekte. „Sie sind wichtig, weil nicht immer und überall alle Arbeiten anfallen, die für diesen umfangreichen Lehrberuf erforderlich sind.“ Seit 1999 gibt es übrigens den Lehrberuf des Straßenerhaltungsfachmannes. In dieser Zeit wurden vom Land Steiermark rund 230 Lehrlinge ausgebildet.

Und alle auf einem Top-Niveau wie Personal-Landesrat Christopher Drexler überzeugt ist: „Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass durch die Super-Lehrlingsausbildung des Landes Steiermark hochqualifizierte Mitarbeiter gefunden wurden, die hervorragende Arbeit im Landesdienst leisten.“

Kommentare (1)

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Geerdeter Steirer
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Ja liabe Leut'

Lernjahre sind keine Herrnjahre, tolle Leistung der drei Auszubildenden !

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