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Öblarner FestspieleEs wird schon in Kostümen geprobt

Nach sechs Jahren Pause gibt es heuer wieder Festspiele in Öblarn. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Auch ein „Festspiel-Baby“ steht für den 11. Juli 2018 bereit.

Mehrmals wöchentlich proben die Laienschauspieler © Öblarner Festspiele/Christoph HUBER
 

Wenn Paula Groggers Schauspiel „Die Hochzeit“ Publikum und Darsteller ins Jahr 1821 entführt, wird ein ganzer Ort zur Bühne. Alle paar Jahre verwandelt sich die Ennstaler Gemeinde Öblarn in jene „Bretter“, die bekanntlich die „Welt bedeuten“. Mehr als 300 Laienschauspieler wirken im Stück „Die Hochzeit“ von Paula Grogger mit und machen es damit zum größten Laientheater im Alpenraum.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Erzherzog Johann, der im Jahr 1821 als Brautführer des Pflegers zu Gstatt zu Gast in Öblarn war und die Hochzeit zu einer Begegnung mit seiner Herzensdame Anna Plochl nutzte. „Lebhaftes Treiben am malerischen Marktplatz, viele Zwiegespräche rund um die heimliche Liebe, die Sorgen und Nöte der Bevölkerung und fast schon in Vergessenheit geratenes Brauchtum schmiegen sich wie ein Mantel um die Handlung“, so Markus Zeiringer vom Festspielverein. „Der Höhepunkt ist die Huldigung des Erzherzogs Johann, dem guten Geist der Steirer.“

Nach ausnahmsweise sechs Jahren Pause – die Pausen dauerten sonst immer nur fünf Jahre – gibt es heuer wieder Festspiele in Öblarn. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren. Tickets für die elf Termine (erster Termin ist der 7. Juli) werden schon seit dem Vorjahr verkauft. „Und es schaut sehr gut aus. Für die ersten Termine gibt es nicht mehr viele Tickets“, erklärt Zeiringer, der betont, dass bereits mehrmals pro Woche geprobt wird, zum Teil auch schon in den Kostümen. „Damit man sich daran gewöhnt.“

Unter den Schauspielern findet sich übrigens auch ein erst zwei Wochen altes Mädchen. Im Vorjahr starteten die Öblarner den Aufruf zum „FestspielBaby“. „Und es hat sich wirklich eine Öblarnerin bei uns gemeldet“, erklärt Claudia Gassner vom Verein. „Das ist natürlich super. Und weil Emma sehr klein ist, passt das gut, weil sie ja ein Neugeborenes spielt.“

Für die Besucherinnen und Besucher der weit über die Gemeinde- und Bezirksgrenzen hinaus beliebten Festspiele haben sich die Mitwirkenden neben dem Stück etwas ganz Besonderes überlegt: Es wird ein Festspielpfad realisiert. „Der Pfad wird zwölf Stationen haben und durch den Ort führen“, erzählt Zeiringer. „Es geht um die historischen Verknüpfungen vor allem mit den Gebäuden. Das ist sehr interessant und kommt bei den Gästen sicher gut an.“

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