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Fasziniert von Kernphysik

Mihaela Albu erhält ACR Woman Award 2014

Die Kernphysikerin Mihaela Albu (43) vom Zentrum für Elektronenmikroskopie Graz (ZFE)ist am Montag mit dem renommierten Preis ausgezeichnet worden.

 

Die Kernphysikerin Mihaela Albu (43) vom Zentrum für Elektronenmikroskopie Graz (ZFE) ist am Montagabend bei einer Enquete der Austrian Cooperative Research (ACR) für die Entwicklung neuer Analyse- und Auswertungsmethoden mit dem ACR Woman Award 2014 ausgezeichnet worden. Zudem erhielten drei Entwicklungen von Firmen und ACR-Mitgliedsinstituten die diesjährigen ACR-Kooperationspreise.

Albu stammt aus Rumänien. Fasziniert von Atomphysik (Albu: "Ich wollte unbedingt auch mit solchen Leuten arbeiten") studierte sie Physik in Bukarest, wechselte nach ersten Berufserfahrungen in einer Halbleiterfabrik in die Forschung und kam 1997 über ein Erasmus-Programm an die Technische Universität (TU) Wien. Dort absolvierte sie ein Doktoratsstudium, wobei ihr offensichtlich die Kernphysik weniger Schwierigkeiten machte als das Wienerische. Obwohl sie in der Schule Deutsch gelernt hatte, "habe ich kein Wort verstanden. Für mich war das eine andere Sprache", erinnerte sie sich.

2005 wechselte sie zum ZFE nach Graz, wo sie in der Abteilung für Transmissionselektronenmikroskopie tätig ist. Sie analysiert dort Mikro- und Nanostrukturen von Materialien und Werkstoffen mit dem Ziel, bestimmte Eigenschaften zu verbessern - etwa um leichtere und dennoch widerstandsfähige Bauteile für Autos herstellen zu können. "Dass die Nanostrukturen eine entscheidende Rolle für die Eigenschaften des Materials spielen und man bestimmte Effekte nur durch sie erklären kann, wird zunehmend auch von der Industrie gesehen und ist ein bedeutendes Forschungsfeld in der Zukunft", erklärte Albu, die laut ACR auch für ihre gute Vernetzung mit der Industrie ausgezeichnet wurde.

Einen der drei diesjährigen ACR-Kooperationspreise hat die Vorarlberger Antriebstechnikfirma ZIMM aus Lustenau gemeinsam mit dem in Dornbirn angesiedelten Forschungsinstitut V-Research für die Verbesserung von Schneckenrädern, einem neuralgischen Bauteil von speziellen Hubsystemen, erhalten. Statt Bronze werden die Räder nun aus Werkstoffverbunden gefertigt, was die Herstellungskosten um 30 Prozent senkte sowie die Lebensdauer und möglichen Traglasten deutlich erhöhte.

Ein neues Verfahren zur Instandsetzung von Beton etwa bei Brücken- oder Tunnelsanierungen brachte der in Irdning (Steiermark) ansässigen Baufirma Junger und dem Forschungsinstitut der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie einen weiteren ACR-Kooperationspreis. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt wurde eine Methode entwickelt, bei der sich der Alt- und Neu-Beton gut verbinden. Dies reduziert laut ACR nicht nur den Einsatz von Rohstoffen und Energie, sondern verlängere auch die Sanierungsintervalle.

Ein weiterer Kooperationspreis ging an Firma AWF aus Seekirchen am Wallersee (Salzburg) und das Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung (IBS) in Linz für die Entwicklung eines Brandschutzpakets für Pelletheizungen. Dieses soll eine effiziente und sichere Brandabschottung zwischen Pelletlager und Heizraum gewährleisten.

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