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Alle wollen Bau-Boom-BremseSo gesehen ist die Wahl für Graz jetzt schon ein Gewinn

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© Kleine Zeitung
 

Noch läuft der Wahlkampf in Graz nicht richtig, schon gerät vieles in Bewegung. Seit Jahren spürt man, wo der Schuh drückt: Jede Woche melden sich Bürger, die unter dem massiven Baudruck leiden. Stand gerade noch ein Einfamilienhaus am Nachbargrund, sind es jetzt zwölf Wohnungen – fast ohne Grünraum, dafür mit einem Vielfachen an Autos, die durch Seitengassen zufahren. Aus Äckern werden Siedlungen. Statt Altbauten gibt es Beton. Die Stadt ändert ihr Gesicht, nicht wenige sagen, in eine Fratze voller Wohnsilos, die vor allem Investoren etwas bringen.

Kommentare (6)
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STEG
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Bauprojekte in Graz

Wenn die Villen keine Aussicht mehr haben, hört sich der Spaß auf! Aber umgewidmet heißt praktisch schon zugemauert. Gilt auch für Villen!

Hausverstand
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Vernichtung statt Verdichtung!

Nagls hat aus einer 'Stadt für Menschen' (Erich Edegger) eine 'Stadt der Investoren' gemacht. Das bekommen mittlerweile auch viele bürgerliche Wähler*innen in bisher von der Bauwut weitgehend verschonten Bezirken mit. Aktuell entstehen die brutalsten Bauprojekte ja am Rande des Grüngürtels, in bislang dünn verbauten Gebieten oder in Innenhöfen. Wenn statt einem Haus plötzlich 12 Wohneinheiten (im Schnitt!) werden, ist das keine Verdichtung mehr, sondern rücksichtslose Vernichtung - von Grünraum, Lebensqualität und Immobilienwerten. Das betrifft in zunehmendem Maße auch ÖVP Kernwähler*innen, darum wird Nagl jetzt so nervös! Denn diese Strategie kann jetzt auch ihn vernichten - politisch!

Stephan123
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sehr treffend

die grüne Stadt für Menschen ist dank der Grazer ÖVP Geschichte ....

Stephan123
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bei Nagl ...

...hat man jahrelang auf Beton gebissen. Da wurde jedes noch so hässliche Riesenprojekt gegen alle Vernunft und gegen jede noch so berechtigte Kritik durchgepeitscht - mit dem Ergebnis, dass wir jetzt eine gesichtslose Wohnsilostadt sind, wie sie auch in China stehen könnte.
Man erinnere sich an die Aussage, wie glücklich Nagl über jeden Kran in der Stadt ist. Der plötzliche Sinneswandel passiert wohl nur mit Blick auf die Wählerstimmen; nach der Wahl wird wieder auf die mächtigen Investoren gehört, die mit ihrer Finanzmacht bestimmen, welches letzte Fleckchen Grün noch zubetoniert wird ....

MoritzderKater
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Die Einsicht des Herrn Bürgermeister,.....

...... kommt ja reichlicb spät - nachdem jahrelanges Gegenteil - Usus war.
Jetzt !!! wo die Wahl in die Nähe gerückt ist, macht er sich stark für die
Bau-Boom-Bremse.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Grazer Bürger, seinen Worten Glauben schenken werden, wenn er plötzlich vom Saulus zum Paulus mutiert.

Hieronymus01
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Das ist wieder der eindeutig Beweis

Es wird nie soviel gelogen wie vor einer Wahl.