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GrazViel Farbe für kleine Patienten: Schüler gestalteten Hämato-Onkologie am LKH neu

19 Schüler der Grazer Modellschule verwandelten die nüchternen Wände in der Kinderklinik in ein Fantasiereich.

Aus nüchternen weißen Wänden wurden Fantasiewelten © Birgit Pfiffl
 

Ein Märchenschloss, eine winkende Nixe, Sonnenblumen, Flugzeuge und Schildkröten - 19 Schülerinnen und Schüler der Grazer Modellschule verwandelten die Wände der Klinischen Abteilung für Pädiatrische Hämato-Onkologie an der Univ.-Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde Graz in ein farbenfrohes Fantasiereich.

Dass die nüchternen, weißen Wände der Station dringend einen neuen Anstrich brauchen, war schon lange ein großer Wunsch aller Mitarbeiter. „Wir stellten uns eine Gestaltung der Wände am liebsten in pastelligen Farben und mit kindgerechten Motiven vor“, erzählt Martin Benesch, Leiter der Klinischen Abteilung für Pädiatrische Hämato-Onkologie. In der ersten Schulwoche war es dann soweit.

Schüler und Schülerinnen der Grazer Modellschule hatten schon im Vorjahr die Wände im Tiefgeschoss der Kinderklinik neu gestaltet. Auch heuer wurde die Wandgestaltung daher zu einem Projekt der Modellschule – die siebente Klasse mit Schwerpunkt Bildnerischer Erziehung legte diesmal Hand an.

Praxistest

Bereits im Mai des letzten Schuljahres traf man sich mit Benesch und Volker Kikel, dem stellvertretender Betriebsdirektor des LKH Graz, zu einer Vorbesprechung. In der Woche vor Schulschluss zeichneten die Schüler dann Entwürfe und diskutierten die Themen und Motive dann noch einmal mit den Verantwortlichen am Klinikum. „Das ist für meine Schülerinnen und Schüler die beste Schule“, erzählt Birgit Piffl, Lehrerin für Bildnerische Erziehung und Projektverantwortliche, „sie müssen Themen nicht nur für sich umsetzen, sondern lernen, welche Herausforderung es sein kann, dies für einen Auftraggeber zu tun.“

„Es war eine neue Erfahrung für uns alle in engem Kontakt mit den kleinen Patienten zu malen. Wir haben zum einen das Krankenhausumfeld und den Stationsalltag kennengelernt – und zum anderen gespürt, wie intensiv die Umsetzung eines solchen Auftrags sein kann. Abends waren wir wirklich erschöpft: Kopfüber und im Stehen zu malen, ist nämlich ganz schön anstrengend“, erzählen die Schülerinnen Antonia und Helen.

Fortsetzung nicht ausgeschlossen

Am 14. September durften die Kunstwerke dann bewundert werden. Mit einer Abschlussfeier bedankte sich Kikel bei den Künstlernn. Letzte Zweifel waren auch bei Benesch ausgeräumt, der sich zu Beginn des Projektes noch etwas unsicher war, ob die vielen unterschiedlichen Themen und kreativen Entwürfe letztendlich doch ein stimmiges Ganzes ergeben würden. Und auch eine Fortsetzung der Zusammenarbeit ist nicht ausgeschlossen.

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