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ÄK-Präsident Lindner

Ärzte drohen: "Wir kündigen Kassenverträge"

Die steirischen Standesvertreter sehen im Entwurf der jüngsten 15a-Vereinbarung die rote Linie für niedergelassene Ärzte überschritten. Die Mediziner wollen Ministerrat und Parlament unter Druck setzen.

Kammerpräsident Herwig Lindner
Kammerpräsident Herwig Lindner © Eder
 

„Die Kurienversammlung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in der Ärztekammer Steiermark hat beschlossen, den Vertrag mit der GKK zu kündigen, sollten die Änderungsvorschläge der Ärzteschaft nicht berücksichtigt werden, die angestellten Ärztinnen und Ärzte unterstützen das vollinhaltich“, erklärte der Präsident der Ärztekammer Steiermark, Herwig Lindner, am Freitagnachmittag.

Seit Jahren habe die GKK die Leistungen für die Versicherten verschlechtert. Nun würde das neue Gesetz mit der 15a-Vereinbarung den Krankenkassen eine deutlich größere Machtfülle geben.

"Systemmedizin, die die Patienten aus dem Auge verliert"

Für die freiberuflichen Ärztinnen und Ärzte, die sich für die gute Betreuung ihrer Patientinnen und Patienten verantwortlich fühlen, sei „es undenkbar eine Systemmedizin, die Patientinnen und Patienten völlig aus dem Auge verliert, mitzutragen“, sagte Lindner.

Die steirischen Mediziner drohen mit der Aufkündigung der Gesamtverträge. Auch Oberösterreichs Ärztekammer hat diesen Beschluss gefasst. Die Österreichische ÄK wird zudem aufgefordert, auch die bundesweiten Kassenverträge zu kündigen.

Patienten müssen Behandlungskosten berappen und rückverrechnen

Patienten müssten bei einem vertragslosen Zustand die Behandlungskosten tragen und diese dann mit der Krankenkasse rückverrechnen.

Lindner sieht in der 15a-Vereinbarung auch eine Gefahr für die steirische Gesundheitsreform: Die Mitarbeit der Ärztinnen und der Ärzte daran sei bedroht, wenn bundesweit die Ärzteschaft aus der Mitgestaltung der Gesundheitsversorgung hinausgedrängt werde.

Am Mittwoch ist Ministerrat, erst dann wollen die Mediziner einen möglichen Zeitpunkt für die Kündigung der Verträge nennen.

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argus13
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Wundert

es jemand, wenn die Ärzte "aufbegehren", wenn die sog. Gesundheitsreform ohne ihre Mitsprache beschlossen wurde. Immer mehr Verwaltungskram. Es gäbe Streik, sollten die Gewerkschafter nicht bei Lohnverhandlungen und KV dabei sind! Die sozialistischen GewerkschafterInnen (GKK Generaldirektorin, Obfrau), sollten endlich einmal österreichweit einheitliche Tarife und Kostenersätze umsetzen. Warum wird in Wien mehr geleistet und höhere Rückvergütungen gezahlt als in der Stmk??? Wo bleibt die viel beschworene "soziale" Gerechtigkeit????

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xo0dkyx2kobby7g0legqgf4d07kmu0e5
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3
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Die viel beschworene soziale Gerechtigkeit?

Das müssen sie der SPÖ fragen! Zumindest steht es bei jeder Wahl auf deren Wahlplakaten.....

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