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Plagiatsvorwurf

Buchmann: "Kein Anlass für politische Konsequenzen"

Landesrat Christian Buchmann wehrt sich gegen den Plagiatsvorwurf in seiner Dissertation und sieht, egal, wie die Prüfung der Arbeit ausgeht, keinen Anlass für politische Konsequenzen.

Uni-Graz-Rektorin Christa Neuper mit Landesrat Christian Buchmann © Jürgen Fuchs
 

Wie immer die Prüfung seiner im Jahre 2000 verfassten Dissertation ausfalle, er sehe keinen Anlass für politische Konsequenzen - das stellte der steirische Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (ÖVP) heute in Graz klar. Buchmann sieht sich durch ein Gutachten des Plagiatsjägers Stefan Weber mit dem Vorwurf konfrontiert, wesentliche Teile seiner Doktorarbeit abgeschrieben und nicht korrekt zitiert zu haben. "Ich habe das Rektorat gebeten, die Vorwürfe zu prüfen", so Buchmann weiter. "Sollte sich herausstellen, dass Teile der Arbeit nicht redlich sind, möchte ich eine neue verfassen."

Kommentare (69)
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Westostsuednord
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"Ich habe das Rektorat gebeten, die Vorwürfe zu prüfen". - "Sollte sich herausstellen, dass Teile der Arbeit nicht redlich sind, möchte ich eine neue verfassen."

Dieses Statement spricht, ohne vorurteilen zu wollen, leider gegen ihn. Sollte man etwas nicht "redlich" machen, so wäre das eine Tatsache und eines Politikers nicht würdig.

Wunschkind
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Cui Bono?

Für wieviele Silberlinge braucht es für einen Gutachter und auch einige willfährige Schreiberlinge um mich in Grund und Boden zu schreiben? Was tun dann diese Personen, Personengruppen und Handlanger wenn die Vorwürfe nicht halten. Gibt es dann auch eine schreierische Gegendarstellung.Gibt es Konsequenzen für die Meute. Die Jagdgesellschaften mögen sich besser in ihren eigenen Revieren herumtun. Ist da einer in seinem Job unglücklich?

perplesso
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was heißt da Jagdgesellschaften ?

Falls Sie es noch nicht bemerkt haben, hier geht es um einen möglichen Betrug, der behauptet wird, dass er von einem Politiker begangen worden sein soll. Und das ist dann speziell für einen Politiker kein Kavaliersdelikt, wie sehr der Inkriminierte vielleicht auch weiterhin eine best bezahlte politische Funktion ausüben möchte. In diesem Zusammenhang ist es sehr hilfreich, sich die Gegenüberstellung etlicher Texstellen der Dissertation des Herrn Buchmann in der heutigen Nummer des Profil zu Gemüte zu führen. Mag jeder sich dann selbst ein Bild machen !

Ichweissetwas
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Das kann dann jeder machen, betrügen und so eine Dissertation schreiben......,

einen kleinen AN würden´s kündigen und der darf dann ohne "Dr" weitermachen????

Efried
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Symbolhaft

Keine Spur Selbstkritik, Buchmann kann nicht mal sagen dass seine wissenschaftliche Arbeit im beruflich nutzt, dabei wäre das in seiner Position logisch. Aber durch das copy and Paste hat er wohl vieles gar nicht verstanden.

StockBoss
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Der Landeshauptmann hat keinen Titel

der letzte Bundeskanzler hatte nicht einmal eine Matura, der Hundsi wollte Bundespräsident werden und hatte einen Lehrabschluss als höchste Ausbildung. Titel braucht heutzutage keiner um in die Politik zu gehen und dort etwas zu erreichen.

Eigenartig finde ich nur, dass jemand 16 Jahre danach auf einmal checkt ob alle Zitate richtig gesetzt sind, zugibt dass er dafür beauftragt und bezahlt wurde aber per du nicht sagen will WER ihn bezahlt hat. Ich denke das ist aber die Frage der Fragen dabei, wer war das und was will er damit erreichen. Ich gehe davon aus, dass denjenigen nicht die Bohne interessiert, ob die Zitate vor 16 Jahren richtig waren, da geht es um viel mehr...

stadtkater
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Irrtum!

Es geht überhaupt nicht darum, ob jemand für die Ausübung eines öffentlichen Amtes jetzt eine Matura, ein Diplom oder ein Doktorat benötigt, sondern darum, ob man sich so etwas durch Vortäuschung falscher Tatsachen oder durch Betrug erschlichen hat und ob man dann noch geeignet ist dieses Amt auszuüben. Das hat auch mit Moral, Anstand, Ethik, Würde und Charakter zu tun! So etwas sollte auch nicht verjähren!

checker43
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Partout. Das Wort heißt partout, nicht per du. Dass man Auftraggeber nicht nennt, wenn die das nicht wollen, ist üblich im Geschäftsleben. Klar, dass das manche heißlaufen lässt, weil sie nicht wissen, wen sie jetzt bekämpfen sollen.

Economist
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Eier wären gefragt!

Solche Vorwürfe gehören lückenlos aufgeklärt, das ist keine Frage (macht die Uni aber ohnehin).

Die interessantere Frage ist trotzdem, wer die ominösen Auftraggeber sind. Solche Denunzianten sind die Besten. Jemanden aus dem Schutz der Anonymität heraus anzupatzen, ist einfach, zeigt aber nur Schwäche. Diesen Typen fehlen einfach die Eier! Sonst würden sie sich hinstellen und das offen artikulieren!

LV6M8SXGVNFT3HB6
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sesselkleber

sonst nix!

DerKritiker13
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Im Prinzip...

... ist es völlig egal, was und wieviel Buchmann abgeschrieben hat. Er wird vermutlich niemals in seiner Berufslaufbahn wissenschaftlich tätig sein. Soll heißen: Politiker auf Lebenszeit... Wem interessieren seine Fähigkeiten? Für seine derzeitige Tätigkeit scheint sein Wissen ausreichend zu sein ... Oder auch nicht!?

iMissionar
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Hauptprobleme der Gesellschaft

Die ganzen Pseudo-Empörungskommentare hier geben einen netten Einblick in die Hauptprobleme der Gesellschaft. Halb Österreich und der Rest der Welt fliegen uns mit allerlei Problemen derzeit um die Ohren - und wegen falscher Zitierung einer Doktorarbeit wird hier gegeifert, als entscheide sich das Schicksal der Menschheit daran. Alle, die hier vom Sofa aus geifern und für Politiker vielfach strengere Maßstäbe als für sich selbst einfordern sollten einmal genau reflektieren, was sie zur Demokratie selbst beigetragen und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt geleistet haben. Die Uni prüft das und wenn sie zum Ergebnis kommt, dass die Doktorarbeit den Ansprüchen nicht genügt, soll er halt noch eine schreiben. So easy ist das, ohne künstliches Gegeifer.

Wilma Feuerstein
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Wie viel...

... Rechtfertigungslyrik dürfen wir von Ihnen als ÖVP-Funktionär denn noch erwarten?

iMissionar
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Halb richtig, Frau Feuerstein

Lyrik ist mir tatsächlich ein Herzensanliegen. Irgendein Parteifunktionär bin ich jedoch nicht.

Wilma Feuerstein
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Sie Freund der Dichtkunst...

... sind diesbezüglich wohl eher ein Anhänger der freien Erfindung, nicht wahr?

iMissionar
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Die Fiktion, verehrte Frau Feuerstein,

überlasse ich lieber anderen.

Wilma Feuerstein
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Also gut, auf Treu ...

... und Glauben: Sie waren nie respektive sind kein ÖVP-Funktionär? Sondern ein einfacher, lauterer Bürger, der sich schützend vor einen Volksvertreter stellt?

D1A91PV123C7NMQQ
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Schwachsinn

Ham´s einbrochen bei dir.
Wenn die Vorwürfe verifiziert werden, dann ist ein Rücktritt fällig.
Sich mit fremden Federn schmücken - eine Unverschämtheit.

DXX6NW718FM39F82
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Er sollte zurücktreten

in Deutschland ist auch so. Warum sollte es in österreich anders sein?

D1A91PV123C7NMQQ
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Nicht nennenswert

Bitte, das darf man doch nicht so eng sehen, die paar Zeilen, er hat ja gearbeitet und das muss man ja verstehen.

Herr Buchmann, SIE sind ein tolles Vorbild für alle Studenten, und Sie zeigen, dass es so auch geht. Weiter so!!!

egalite
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Ehrlich gesagt ist die Aussage Buchmanns,

"kein Grund für politische Konsequenzen" eine ausgesprochene Frechheit.
Handelt es sich tatsächlich um eine Abschreibübung, so ist das mit einem unlauteren Verhalten gleichzustellen, was es zu bestrafen gilt.
Daraus einen "Nachzipf" zu machen und so weiter zu tun als wäre das alles eine Kleinigkeit, ist Instinktlos und Überheblich.
Im Falle einer Bestätigung dieser Vorwürfe ist ein Rücktritt angesagt!

BIT4XBUVKJXAAIYS
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Re: Ehrlich gesagt ist die Aussage Buchmanns,

Hier schreibt jemand, der bestimmt schon viele wissenschaftliche Arbeiten verfasst hat und sich zu keinerlei Vorverurteilungen hinreißen lässt. Notabene: Der Buchmann weiß ja selber erst seit gestern, dass seine von der Uni seinerzeit akzeptierte Arbeit nun offenbar doch nicht genügt. Vorbestraft ist er durch die Berichterstattung auch bereits. Was fordern Sie und Ihr Stammtisch? Berufsverbot, Haft, Pranger, Ausweisung?
Ob Schwarz, Rot, Grün oder Blau: Politiker-Bashing ist sooo einfach und immer Selbst-Bashing - wir wählen diese Leute ja. Und je mehr wir bashen desto kleiner und dürftiger wird die Auswahl, vor der wir stehen. Traut sich ja kein halbwegs intelligenter Mensch mehr ran und am Ende bewerben sich nur noch die Ärmsten im Geiste. Ach ja: Pink hätte ich vorhin fast vergessen.

egalite
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Ihre Antwort deutet darauf hin, dass Ihnen die Argumente fehlen,

die eine sachliche Umgangsform gebieten sollte. Ich bin weder einer dieser berüchtigten Stammtischbrüder, noch ein Bierzeltgröhler, sondern ein Bürger dieses Landes der von den Politikern jenen Anstand einfordert, der sie zu einem Leadership bemächtigen sollte. Daher bleibt meine Forderung, wenn sich die Anschuldigungen bewahrheiten, sofortiger Rücktritt für Buchmann und Aberkennung des Titels.
Ihre Argumentation hingegen gleicht einer Junktimierung!

ZA97SXYT1B77B57T
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Keine Vorverurteilung, aber ...

wie glaubwürdig ist es, wenn Herr Dr. Buchmann sagt, er habe keine Vorteile gehabt?

In einem Land wie Österreich, in dem Titel einiges bedeuten und eben diese massiv weiterhelfen, gleich ob dahinter Kompetenz ist oder nicht.

Dann, an manche Poster hier: Die sog. Plagiatsjäger waren in der Regel sehr erfolgreich, wenn man sich nach Deutschland wendet. Insofern wäre ich vorsichtig mit der Annahme, dass die sich irren.

Und: Eine Vorverurteilung darf es selbstredend nicht geben, aber: Wenn der Herr Landesrat jedwede Konsequenz ausschließt, bei welchem Ergebnis auch immer, dann hat er noch nie was von politischen und persönlichen Konsequenzen gehört. Das kann es allerdings auch nicht sein.

Da ist Herr Dr. Buchmann in einer Zeit steckengeblieben, die - aus meiner Sicht - vorbei sein sollte.

Miraculix11
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Kein Vorteil stimmt allerdings

- 1982 - 1988 Landessekretär der Jungen ÖVP Steiermark
- 1988 - 1993 Gremialgeschäftsführer, Gewerbe- und Umweltreferent der Sektion Handel der Wirtschaftskammer Steiermark
- - 1994 - 2003 Leiter der Bezirksstelle Graz, des BürokratieNotDienstes, des
Gründerservices der Wirtschaftskammer Steiermark ================
1998 Sponsion, 2000 Promotion
also berufsbegleitend und als später als Landesrat braucht man ja weder Ausbildung noch Titel :-)

Efried
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Re: Kein Vorteil stimmt allerdings

Das ist ein Beweis dass die Bürokratie doch nicht so arg ist, weil ihm so viel Zeit übrig geblieben ist, als Referent für Bürokratienotstand

 
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