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Graz-Jakomini

Amokfahrer rastete in U-Haft aus

Nach Ausraster im Gespräch mit dem psychologischen Dienst der Justizanstalt Jakomini brachte Sicherheitsteam Alen R. in einen gesondert gesicherten Haftraum. Grazer Anstaltsleitung hat nun Antrag auf Verlegung des Amokfahrers nach Wien gestellt.

Hinter den Gittern geht es rund.
Hinter den Gittern geht es rund. © Jürgen Fuchs
 

Alen R., 26-jähriger Kalsdorfer, der nach der Amokfahrt von 20. Juni in Graz nun in der Justizanstalt Jakomini in U-Haft sitzt, ist offensichtlich alles andere als pflegeleicht und kooperativ. Wie die Staatsanwaltschaft der Kleinen Zeitung schon Anfang der Woche bestätigte, ist der U-Häftling im Gefängnis abgesondert verwahrt. Und zwar zum Schutz für sich selbst und zum Schutz für andere Häftlinge.

"Verbal aggressiv"

In den letzten Tagen scheint die Lage eskaliert zu sein. Zunächst hat Alen R. mit Essen herumgeworfen, dann soll er seine Zelle verwüstet haben. Schließlich war er in einem Gespräch mit dem psychologischen Dienst ausgerastet. Gefahr für die Mitarbeiterin bestand – aufgrund eines dazwischenliegenden Gitters – keine. Er sei aber verbal sehr aggressiv geworden und nicht mehr zu beruhigen gewesen, heißt es seitens der Justizanstalt.

"Nach verhängter U-Haft gekippt"

Das Sicherheitsteam musste ausrücken und ihn in einem gesondert gesicherten Haftraum unterbringen. Laut Sprecher der Justizanstalt sei das Verhalten von Alen R. gekippt, als die U-Haft verhängt worden sei: „Bis dahin konnte man mit ihm ganz normal reden.“ Seither sei er aggressiv und unkooperativ.

Verlegung nach Wien-Josefstadt

Die Anstaltsleitung von Graz-Jakomini hat nun die Verlegung des U-Häflings in die Justizanstalt Wien-Josefstadt beantragt. Das bestätigt der Sprecher der Generaldirektion für den Strafvollzug, General Josef Schmoll. Zum einen geht es Schmoll zufolge um eine große Emotionalität in der Grazer Justizanstalt bei Personal und Insassen, zum anderen um suizidale Tendenzen des 26-Jährigen.

Alen R. soll autoaggressive Handlungen gesetzt haben, aber eben auch gegenüber anderen aggressiv geworden sein (siehe oben). Schmoll, hält in diesem Zusammenhang eine Verlegung des U-Häftlings in die Josefstadt sinnvoll, weil hier eine entsprechende Sonderkrankenstation zur Behandlung zur Verfügung stünde.

Der Ball liegt nun bei der Staatsanwaltschaft Graz, die über den Verlegungsantrag entscheiden muss. Dabei dürfte abzuwägen sein, ob und wie sehr die Verlegung den Fortgang der Ermittlungen beeinträchtigen könnte.

Nur mehr ein Opfer in kritischem Zustand

Bei einem der zwei Schwerstverletzten, die im LKH Graz noch in kritischem Zustand waren, ist eine Besserung eingetreten. Sechs Erwachsene und ein Kind sind nach der Amokfahrt noch im LKH Graz. Mehr dazu in: Amokfahrt: Noch ein Opfer in kritischem Zustand

 

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KeinBausparer
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In den nächsten 18 Jahren wird er schon ruhiger werden!

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Graz241275
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Aus einer anderen Zeitung:
Alen R. kam in Spezialhaft. In dieser Zelle befindet sich nur ein Bett, alles ist festgeschraubt, der Fernseher hinter Gitter. Na Gott sei Dank hat er seinen Fernseher behalten dürfen...Hoffentlich mit sky paket

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