Interview mit Georg StrasserBauernbund-Präsident: "Wer anschafft, soll auch zahlen"

Tierwohl muss auch mit Bauernwohl einhergehen, fordert Bauern-Präsident Georg Strasser. Ein Gespräch über die Rolle der Bauern zwischen Klimaopfer, Klimasünder und Klimaretter, Zurufen von außen – und natürlich den Wolf.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
„Es ist noch nie etwas besser geworden, wenn man sich versteckt hat“: Georg Strasser will Bauern ermutigen, ihre Höfe zu öffnen. Diese Woche tourte er durch steirische Regionen © Juergen Fuchs
 

Spätfrost, Dürre, Starkregen, Sturm, Hagel: Das heurige Jahr zeigt alle Katastrophenszenarien. Bauern gelten dabei als erste Opfer des Klimawandels, aber in öffentlichen Debatten oft auch als Klimasünder. Was stimmt jetzt? Und wie können sie zu Klimarettern werden?

Kommentare (8)
schteirischprovessa
1
0
Lesenswert?

Solange die Konsumenten

zum 20 % billigeren Fleisch aus Tierfabriken greifen, bleibt Tierwohl eine theoretische Disziplin.
Aber da ist ja der Götzen des freien Warenverkehrs und die Gier der Handelsketten vorrangig. Und wenn sich wirklich in den Regalen was ändert, treten die Roten Konsumentenschützer vor die Medien und erzählen, dass anderswo alles billiger ist.

1804591reit
1
3
Lesenswert?

CO2 Reduktion

Um 14%. Das halte ich für eine glatte Lüge angesichts der immer größer werdenden Traktoren und Maschinen und der mindestens 5maligen Mahd gegenüber 2 bis 3 mal in früheren Zeiten.
Weiteres wird pro Siloballen ca 1,5kg Folie benötigt, die ebenfalls aus fossilen Quellen hergestellt werden. Letztendlich werden sie nach teilweiser Wiederverwertung verbrannt, was wiederum enormen CO2 Ausstoß verursacht. Dieser Herr hält den Rest der Bevölkerung wohl für recht dumm.
Einer echten Herkunftsbezeichnung der Lebensmittel muss ich aber vollkommen zustimmen, danach sind nämlich die Konsumenten auch viel eher bereit höhere Preise zu akzeptieren.

Patriot
6
8
Lesenswert?

Zahlen sollen für die Bauern immer die anderen!

Förderungen kassieren tun sie dann selbst!

schteirischprovessa
0
0
Lesenswert?

Ich habe in der Lebensmittelproduktion immer mit landwirtschaftlichen Produkten zu tun gehabt.

Mein Resümee:
Landwirt ist ein Job mit unbegrenzter Arbeitsleistung, unbegrenzten Risiko aber begrenzten Einkommen.
Die Förderungen sind notwendig, um die Preise für Nahrungsmittel für die Bevölkerung auf einem niedrigen Niveau zu halten.
Vielen Bauern, die ich kenne, wäre es lieber, sie würden für ihre Produkte einen fairen Preis bekommen, der ihnen die Kosten deckt und darüber hinaus einen Gewinn beschert.
Was würde ein Arbeitnehmer sagen, wenn sein Lohn gerade die Fahrtkosten abdeckt?
Menschen wir Patriot haben von der Realität nicht die geringeste Ahnung.

alsoalso
2
17
Lesenswert?

Herkunftskennzeichnung einführen

dann sind die täuschnungsmanöver vorbei!

melahide
5
22
Lesenswert?

Leider ist es ja so

Wenn Österreich zb Massentierhaltung verböte und kein Gen-Soya aus Übersee füttere…dann wären die Supermärkte wohl voll mit Billigfleisch aus Rumänien. Ähnlich wie bei der 15-Cent-Semmel aus Polen. Dem Kunden ist es egal, Hauptsache billig! Dabei hat man nur einen Körper. Der gehört nicht billig ernährt, sondern gut!

1804591reit
1
2
Lesenswert?

15 Cent Semmeln

Wenn eine Semmel aus Polen stammend gekennzeichnet ist wird sie von sehr vielen Konsumenten mit Sicherheit abgelehnt. Also genaue Herkunftsbezeichnungen sind auch der Schlüssel des Erfolges heimischer Bauern und ein Riesenerfolg für die Umwelt auf Grund stark reduzierter Transporte.

heri13
0
0
Lesenswert?

Das gen Soya nach Österreich zu bringen ist ohne Transport möglich?

Frachtschiffe fahren mit Schweröl, das ist der letzte dreck aus der Erdölindustrie.