Steirische Kindergarten-Betreiber"Für viele ausgeschriebene Stellen gibt es keine oder nur eine Bewerbung"

Aus dem Vollen schöpfen kann man nirgendwo, doch nicht überall ist die Situation gleich schwierig. Vor allem private und kleinere Träger tun sich schwerer.

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Wer will mit ihnen arbeiten? In einigen Kindergärten gibt es akuten Personalmangel
Wer will mit ihnen arbeiten? In einigen Kindergärten gibt es akuten Personalmangel © Sergey Novikov - stock.adobe.com
 

Beim privaten Träger Wiki, dem Marktführer in der Steiermark, schildert man die Situation dramatisch: Der Fachkräftemangel in der Kinderbildung und -betreuung habe sich in den letzten fünf bis zehn Jahren immer weiter verschärft, erklärt Ulrike Hackinger. "Seit über drei Jahren ist die Besetzungssituation akut-prekär. Für viele ausgeschriebene Stellen gibt es keine oder nur eine Bewerbung." Seit Pandemiebeginn habe sich die Situation noch verschlechtert: Für das kommende Betreuungsjahr seien noch zahlreiche offene Stellen zu besetzen. 

Kommentare (2)
plolin
3
14
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Große Verantwortung

Schlechte Bezahlung.
Und da wundern sich manche Damen und Herren, dass viele Fachkräfte umsatteln?
Ich bewundere jeden Kindergärtner, der sich das noch antut.

Grita
3
14
Lesenswert?

Ob es eventuell an den schlechten Rahmenbedingungen liegt?

Vielleicht wollen sich das viele KollegInnen nicht mehr antun?

Dass 25 Kinder in einer Gruppe zu viel sind und sich die Bedingungen (immer jüngere Kinder in den Gruppen, Sprach- & Verhaltensauffälligkeiten,...) verschärft haben und noch immer von der Politik ignoriert werden?

€2066 brutto der Stadt Graz für eine 40 Stunden PädagogInnenstelle (statt €2003 in den anderen Gemeinden) ist auch nicht das Gelbe vom Ei.

Und bei den so gern erwähnten privaten Trägern gibt’s kaum Vollzeitjobs und wenn, dann mit unattraktiven Dienstzeiten.

Interessant ist auch, dass Herr Dirnberger von keinem größeren Personalmangel weiß - wurde doch erst im Oktober 2020 wegen des Personalmangels die Gesetzesnovellierung zur fachlichen Anstellungserfordernis von ÖVP und SPÖ beschlossen.