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Eine Grazerin erinnert sich„Habe Frauenmord im Bekanntenkreis erlebt“

Nach vermehrten Frauenmorden heuer erinnert sich eine Grazerin an den tragischen Fall in ihrem Freundeskreis. Und mahnt, dass die Schuldfrage des Täters – nicht des Opfers – im Vordergrund stehen soll.

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In Graz wurde Anfang April eine vierfache Mutter von ihrem Mann getötet, während die Kinder in der Schule waren © Danner
 

Elf Frauen wurden heuer bereits Opfer tödlicher Gewalt. Zuletzt vergangene Woche in Salzburg. Und erst Anfang April wurde eine vierfache Mutter in Graz von ihrem Mann umgebracht.
„Diese gehäuften Fälle haben mich wieder an den persönlichen Fall in meinem Umfeld erinnert“, sagt die 37-jährige Johanna Stadlbauer. Sie war mehrere Jahre in der Forschungsstelle der Männerberatung tätig und hat Erfahrung in der Gewaltprävention.

Kommentare (1)
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zweigerl
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3
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Merkwürdige Beobachtung

Mir ist das neu, dass ständig über das Verhalten der Opfer gesprochen würde. ZU Recht werden die männlichen Täter an den Pranger gestellt, die, getrieben von meist alkoholinduzierter Eifersucht, über ihre Frauen herfallen und sie auf eine unfassbare Weise sogar töten. In diese Reflexe der Besinnungslosigkeit ist logischerweise auch das Verhalten der Frauen miteinzubeziehen, was selten geschieht. Sollte es da nämlich ein Fehlverhalten geben, das allein die Tat irgendwie erklärbar machen könnte, wird es nach meiner Beobachtung eher neutralisiert, ohne auf Détails einzugehen ("der neue Freund" usw.).