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Debatte um SterbehilfeGrazer Ordensspital-Geschäftsführer warnt vor assistiertem Suizid

Christian Lagger vom Ordenskrankenhaus der Elisabethinen verweist in Beitrag für steirisches "Sonntagsblatt" auf Hospiz- und Palliativbemühungen des Ordens.

© Symbolbild/APA
 

Vor den Folgen des assistierten Suizids hat Christian Lagger, Geschäftsführer des Ordenskrankenhauses der Elisabethinen in Graz, gewarnt. "Menschen den Tod bringen, das können wir doch nicht wollen?! Zum Suizid verhelfen als gesellschaftlich legitimiertes Sterbemodell und möglicherweise gegen Bezahlung - das darf nicht letzte humanitäre Weisheit sein", so Lagger in einem Beitrag in der aktuellen Ausgabe des steirischen "Sonntagsblattes". Es dürfe nicht sein,  dass vulnerable Gruppen, wie alte und kranke Menschen, den Eindruck bekommen, "unsere Gesellschaft formuliert staatlich verfügt den Hinweis: Du bist zu schwer für uns, zu unerträglich, zu aufwendig. Lass Dir in den Tod verhelfen. Dann hast Du Ruhe und wir auch! Was für eine Welt wäre das? In welcher Welt wollen wir leben?"

Kommentare (4)
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dieRealität2020
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es ist schön das zu lesen, nur wie soll man von einer Sache Bescheid wissen, wenn keine Informationen von diesen Menschenenschsen vorliegen?

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Mit Beratungen über den Ausbau der Palliativ- und Hospizversorgung ist am Montag das von der Regierung eingerichtete "Dialogforum Sterbehilfe" gestartet, das in den nächsten Tagen Vorschläge für eine gesetzliche Neuregelung der Suizidbeihilfe liefern soll.
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dieRealität2020
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bei näherer Betrachtung und ins Detail gehend

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ist die Palliativ-Medizin nichts anderes als eine Art der Sterbehilfe. Seit 10 Jahren vermisse ich bei Debatten Personen die "jetzt" einen Ethikvertrag besitzen in den Ländern wo Sterbehilfe erlaubt ist oder Angehörige die Menschen zur Sterbehilfe begleitet haben und somit wissen was tatsächlich Sache ist. Aber auch andere Menschen gekannt haben die mit Sterbehilfe verstorben sind.
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Sonst höre und lese ich von neunmalklugen Besserwisser Menschen und Journalisten die wissen wollen was Sache ist. Kennen aber nicht die Details der Abläufe noch der Ethikverträge. Und wiederholen nur immer wieder wie eine tibetanische Gebetsmühle ihre eigenen auf falscher Basis gegründeten Meinungen.
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Hier können Interessierte herunterladen gratis und kostenlos.
rapidgator.net/file/60a5588a71c06edbca456fc8df2aa4fa/Belgien_Euthanasie.rar.html
belgische_gezondheid_dossier_Euthanasie.pdf
belgische_kurzinformation_Euthanasie.rtf
belgisches_staatsblad_Gesetz_zur_Euthanasie.pdf
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Und sehen was tatsächlich Sache ist. Unabhängig steht mir das Recht zu aus dem Leben zu scheiden, wann ich es für mich richtig halte. Natürlich die Palliativ-Medizin das sind u.a. Fakten nachzulesen bei Statistik Austria die von den Spitälern als eine immer mehr ansteigende Einkommensquelle betrachtet werden.

rochuskobler
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Jeder Mensch,

..ob unheilbar krank oder nicht, hat das Recht zu sterben und es soll ihm dabei so geholfen werden, das es auch gelingt. Natürlich muss das nachweislich überprüft und begleitet werden. Das Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben ist ein Menschenrecht. So ist es auch in einigen aufgeklärten Staaten Europas bereits gesetzlich geregelt. Das verzopfte, katholische Österreich ist drauf und dran, wieder einmal unnötig Hürden, wie unheilbare Krankheiten etc., aufzubauen, um den Zugang zum assistierten Suizid so schwer als möglich zu machen. Daher werden nach wie vor brachiale Selbsttötungen an der Tagesordnung sein. Ein Volk von Pharisäern sind wir, was diese Diskussion wieder einmal sehr nachdrücklich beweist.

Ragnar Lodbrok
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Jeder Mensch, der unheilbar erkrankt ist - sollte die Möglichkeit haben

selbst über sein Ableben zu entscheiden.
Der eigene Wille ist ein wichtiger Teil unseres Menschseins - der uns in dieser Frage nicht genommen werden darf. Alles andere ist unmenschlich.
Der Staat hat entsprechend Vorsorge zu tragen!