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Für ganz SüdösterreichNeuer Auftakt für breite Digitalisierung

Eine neue Plattform unter Federführung von Joanneum Research soll nun KMUs im Süden rasch bei der Digitalisierung helfen.

Wie kann man Klein- und Mittelbetriebe mit modernen digitalen Methoden vertraut machen? © Joanneum Research/Schwazl
 

Gerade in diesen Zeiten der Pandemie hat es sich gezeigt, dass die Digitalisierung in allen Branchen an Fahrt aufnimmt. Während die großen Industriebetriebe schon längst digital gut aufgestellt sind, ist das für kleine und mittlere Betriebe (KMU) viel schwieriger. Wie kommt man zu Informationen? Wie zu Schulungen? Welche Produktions- und Geschäftsmodelle gibt es, die man übernehmen könnte? Für kleinere Betriebe ist es (personell) schwierig, hier den Überblick zu bekommen.

Da soll jetzt eine Initiative Abhilfe schaffen. „Digital Innovation Hub Süd“ (DIH Süd), heißt das Programm, das jetzt mit zahlreichen Teilnehmern aus dem Bereich startet. „Es geht darum, dass Wirtschaftsbetriebe im Süden Österreichs beim Transformationsprozess unterstützt werden“, erklärt Stefan Schafranek von Joanneum Research (JR). Joanneum Research führt das Konsortium an, an dem quasi in konzentrischen Kreisen alle einschlägigen Universitäten, Fachhochschulen, Wirtschaftsförderungsinstitutionen, Kammern und innovative Industriebetriebe dabei sind. Beteiligt sind die Bundesländer Steiermark, Kärnten, Burgenland und Osttirol. Potenziell gibt es ja viele Adressaten: Rund 70.000 KMUs gibt es in Südösterreich, 60 Prozent sind etwa in Dienstleistungsbereichen angesiedelt, wo es noch viel Nachholbedarf gibt.

Joanneum Research hat unter Federführung von Schafranek das Konzept entwickelt und konnte sich gegen einige andere Bewerber durchsetzen. Finanziert wird das Programm, das zunächst mit vier Millionen Euro auf drei Jahre ausgelegt ist, vom Bund über die Forschungsförderungsgesellschaft, vom Land und zu einem kleinen Teil von den Partnern.

„Es geht darum, dass Klein- und Mittelbetriebe sich Vorzeigeprojekte ansehen können, es geht um Informationsveranstaltungen und es geht um das Testen von neuen Abläufen“, fasst Schafranek zusammen. Wichtig: Die Bedürfnisse der Unternehmen stehen im Vordergrund, die Firmen soll das Angebot nichts kosten und es unbürokratisch sein. Auch bei der Suche nach Investoren soll der DIH behilflich sein. Gerade Industrieunternehmen, die den digitalen Weg selbst schon sehr weit gegangen sind, sollen hier als Referenzbeispiele dienen. Auch aus deren Sicht ist es wichtig, dass (kleinere) Zulieferer rasch digital aufschließen können. Aus der Industrie kommen zudem erfolgreiche Modelle.

Dahinter steht übrigens eine gesamteuropäische Digitalisierungsoffensive, die sich auch in anderen vergleichbaren Plattformen in Österreich niederschlägt. Der Sitz des DIH ist in Graz.
Die Auftaktveranstaltung findet am 15. April – naturgemäß virtuell – statt. Interessierte können online gern und kostenlos teilnehmen, eine Anmeldung ist allerdings bei Joanneum Research nötig.

So soll das im einzelnen ablaufen Foto © Grafik/Lisa Graschl

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